Die Börse liebt Übernahmegerüchte. Das zeigt sich heute eindrucksvoll bei Abivax. Die französische Biotech-Aktie schoss heute um bis zu 5,05 Prozent nach oben und überschritt zeitweise die Marke von 104 Euro. Der Grund sind Spekulationen über ein mögliches Kaufangebot von Eli Lilly in Höhe von 15 Milliarden Euro. Das wäre fast das Doppelte der aktuellen Marktkapitalisierung.
Doch Vorsicht ist geboten. Das französische Finanzministerium stellte heute klar, dass bisher kein Antrag auf Investitionsgenehmigung eingegangen sei. Mehr noch: Es habe keinerlei Kontakt mit Eli Lilly gegeben. Bei strategischen Pharma-Unternehmen wäre eine solche Prüfung jedoch verpflichtend. Die Spekulationen basieren lediglich auf einem Bericht des französischen Mediums La Lettre.
Weder Abivax noch Eli Lilly äußerten sich offiziell zu den Gerüchten. Abivax-CEO Marc de Garidel konzentriert sich nach eigenen Angaben auf die Entwicklung und Markteinführung des Medikaments obefazimod. Über Spekulationen habe man keine Kontrolle, so de Garidel auf der JPMorgan Healthcare Conference in San Francisco.
Das Medikament macht Abivax attraktiv
Die Fantasie der Anleger ist durchaus nachvollziehbar. Abivax hat mit obefazimod einen vielversprechenden Wirkstoff gegen Colitis ulcerosa in der Pipeline. Positive Phase-3-Studienergebnisse im Juli ließen die Aktie bereits um über 500 Prozent steigen. Analysten von Kepler Cheuvreux sehen Abivax als hochattraktives Übernahmeziel und schätzen einen fairen Preis zwischen 150 und 250 Euro pro Aktie.
JPMorgan merkte an, dass ein möglicher Deal Eli Lilly einen weiteren fortgeschrittenen Wirkstoff bescheren würde. Das würde den US-Konzern zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten im Bereich Immunologie und entzündliche Darmerkrankungen machen. Der Markt für solche Medikamente ist riesig und wächst stetig.
Anleger sollten jetzt nicht blind auf Gerüchte setzen. Solange keine offizielle Bestätigung vorliegt, bleibt die Rally reine Spekulation. Die Aktie könnte schnell wieder nachgeben, wenn sich die Übernahmefantasie nicht konkretisiert. Wer investiert ist, sollte Gewinne absichern und nicht auf weitere Kurssprünge hoffen.
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