Abivax hat seine milliardenschwere Kapitalerhöhung noch einmal vergrößert. Die Konsortialbanken haben ihre Mehrzuteilungsoption vollständig gezogen — der Bruttoerlös der Anleiheplatzierung steigt damit auf 920 Millionen Dollar, umgerechnet rund 807 Millionen Euro.
Kapitalerhöhung wächst weiter
Insgesamt gab das französische Biotech-Unternehmen damit 7,36 Millionen ADS aus, 960.000 mehr als ursprünglich vorgesehen. Die zusätzlichen Papiere sollen zum Closing der Platzierung am 6. Juli 2026 geliefert werden.
Der Ausgabepreis der zusätzlichen ADS lag bei 125,00 Dollar, umgerechnet rund 109,71 Euro — ein Aufschlag von 2,39 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der vorangegangenen drei Handelstage. Der Handel der Stammaktien in Paris war zuvor kurz ausgesetzt worden, um die Zuteilung und Preisfestsetzung der Offerte abzuwickeln, bevor er am gleichen Tag wieder aufgenommen wurde.
Das frische Kapital soll vor allem die geplante Kommerzialisierung des Wirkstoffkandidaten Obefazimod in den USA finanzieren. Ein weiterer Teil fließt in die laufende klinische Entwicklung bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, der Rest steht für allgemeine Unternehmenszwecke zur Verfügung.
Analysten sehen Aufwärtspotenzial
Guggenheim führt Abivax als „Best Idea“ im Pharmasektor und bestätigte ein Kursziel von 175 Dollar. Die Bank rechnet mit einer Erholung in Richtung 130 bis 150 Dollar, da Sicherheitsbedenken rund um Obefazimod nach aktualisierten Langzeitdaten nachlassen dürften — neu gemeldete Fälle von nicht-melanotischem Hautkrebs und anderen Malignomen lagen demnach im erwarteten Hintergrundbereich und verteilten sich gleichmäßig über beide geprüften Dosierungen. Auch Jefferies stufte die Aktie zuletzt auf Kaufen hoch, Citizens bestätigte seine positive Einschätzung.
Als nächste Kurstreiber nennt Guggenheim die geplante Zulassungseinreichung in den USA für Ende 2026 sowie Phase-IIb-Daten zu Morbus Crohn, die für Mitte 2027 erwartet werden. Bis dahin dürfte das frisch eingesammelte Kapital dem Unternehmen ausreichend Spielraum geben, um beide Entwicklungslinien parallel voranzutreiben.
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