Abivax Aktie: 40-Prozent-Remission trotz Krebssignal

Abivax erzielt alle Studienziele mit Obefazimod, doch gemeldete Krebserkrankungen belasten den Aktienkurs deutlich.

Auf einen Blick:
  • Alle primären und sekundären Endpunkte erreicht
  • Krebserkrankungen bei Studienteilnehmern gemeldet
  • Aktienkurs verliert 21 Prozent in einer Woche
  • FDA-Zulassungsantrag für Ende 2026 geplant

Starke Wirksamkeitsdaten, aber ein Sicherheitssignal, das Anleger aufschreckte: Abivax hat mit seinem oralen Wirkstoff Obefazimod in der Phase-3-Studie ABTECT alle primären und sekundären Endpunkte erreicht — und dennoch verlor die Aktie in der Folgewoche massiv an Wert. Der Grund liegt in vereinzelten Krebserkrankungen, die während der Studie auftraten.

Solide Wirksamkeit, klare Zahlen

Am 1. Juni meldete Abivax die Topline-Ergebnisse der ABTECT-Erhaltungsstudie für Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Colitis ulcerosa. Beide getesteten Dosierungen — 25 mg und 50 mg einmal täglich — erreichten den primären Endpunkt der klinischen Remission in Woche 44. Die placeboadjustierten Remissionsraten lagen bei 39,3 Prozent für die niedrigere und 40,3 Prozent für die höhere Dosis, jeweils mit hoher statistischer Signifikanz (p<0,0001).

Hinzu kommen sämtliche sekundäre Endpunkte: endoskopische Verbesserung, endoskopische Remission und anhaltende klinische Remission — alle erfüllt. Abivax betonte, dass die Placebo-Remissionsrate in dieser Studie zu den niedrigsten gehört, die bislang in Phase-3-Studien zur Colitis-ulcerosa-Erhaltungstherapie dokumentiert wurden. Das stärkt die Aussagekraft der Wirksamkeitsdaten erheblich.

Malignomfälle als Belastungsfaktor

Was die Stimmung kippte, waren Berichte über einzelne Krebserkrankungen unter behandelten Patienten — darunter nicht-melanozytäre Hauttumore, Prostatakrebs, Brustkrebs und kolonische Dysplasien. Am 2. Juni reagierte der Kurs mit einem deutlichen Einbruch; seither hat die Aktie in sieben Tagen rund 21 Prozent verloren und notiert aktuell bei 89,05 Euro.

Abivax hält dagegen: Die Studienärzte bewerteten die Fälle als nicht behandlungsbedingt. Die Erkrankungen traten in unterschiedlichen Organsystemen auf, ohne erkennbare Häufung. Auffällig: Das mittlere Alter der Patienten mit Hautkrebs lag bei 62 Jahren, während der Studiendurchschnitt bei 42 Jahren lag — ein Muster, das gut zu altersabhängigen Risikofaktoren passt.

Zulassung und Ausblick

Abivax plant, den NDA-Antrag für Obefazimod bei der FDA im späten vierten Quartal 2026 einzureichen. Parallel läuft eine Phase-2b-Induktionsstudie bei Morbus Crohn, deren Topline-Ergebnisse für Mitte 2027 erwartet werden. Die Liquiditätsbasis ist solide: Ende März 2026 verfügte das Unternehmen über knapp 492 Millionen Euro in Kasse und kurzfristigen Anlagen — ausreichend nach eigenen Angaben bis ins vierte Quartal 2027.

Ob die FDA die Malignomfälle als relevantes Sicherheitssignal einstuft oder Abivax‘ Einordnung folgt, wird die entscheidende Frage im Zulassungsprozess sein. Das Ergebnis dieser Bewertung dürfte den Kurs weit stärker bewegen als die ohnehin überzeugenden Wirksamkeitsdaten.

Abivax-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Abivax-Analyse vom 06. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Abivax-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Abivax-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Abivax: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)