AbbVie hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem neuen Rekordumsatz von 61,2 Milliarden US-Dollar abgeschlossen und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Dem US-Pharmakonzern gelingt es zunehmend, den massiven Einnahmerückgang seines einstigen Flaggschiffs Humira durch neue, wachstumsstarke Medikamente zu kompensieren. Anleger blicken nun gespannt auf die ambitionierten Wachstumsziele für das laufende Jahr.
Immunologie fängt Humira-Erosion auf
Im vierten Quartal 2025 generierte AbbVie einen Nettoumsatz von 16,62 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Dieser Wert übertraf die Konsensschätzung der Analysten von 16,39 Milliarden US-Dollar. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) lieferte das Unternehmen mit 2,71 US-Dollar ein Ergebnis ab, das sechs Cent über den Markterwartungen lag.
Zentraler Treiber dieser Entwicklung war erneut das Immunologie-Portfolio, das im Gesamtjahr einen Umsatz von 30,4 Milliarden US-Dollar erzielte. Besonders die Präparate Skyrizi und Rinvoq entwickelten sich zu verlässlichen Stützen: Allein im Schlussquartal steuerte Skyrizi 5 Milliarden US-Dollar bei, während Rinvoq fast 2,4 Milliarden US-Dollar zum Ergebnis beisteuerte. Damit fangen diese Nachfolgepräparate die Verluste von Humira auf, dessen Umsatz seit dem Patentablauf um rund 16 Milliarden US-Dollar eingebrochen ist.
Gemischtes Bild in den Nebensparten
Neben den Erfolgen in der Immunologie konnte auch der Bereich Neurowissenschaften mit einem starken Wachstum punkten, das unter anderem durch Behandlungen gegen Migräne gestützt wurde. Dennoch verlief das Jahr nicht in allen Segmenten reibungslos:
- Ästhetik-Sparte: Globaler wirtschaftlicher Gegenwind belastete die Nachfrage, insbesondere im Bereich der Filler-Behandlungen.
- Onkologie: Hier rechnet das Management für 2026 mit verstärktem Preisdruck durch regulatorische Änderungen in den USA (Inflation Reduction Act).
- Forschung & Entwicklung: Das Ergebnis für das Gesamtjahr wurde durch hohe Ausgaben für zugekaufte Forschungsprojekte und Meilensteinzahlungen beeinflusst.
Kann das Unternehmen trotz dieser punktuellen Herausforderungen das hohe Wachstumstempo im neuen Jahr beibehalten?
Ambitionierte Ziele für 2026
Das Management zeigt sich optimistisch und gab eine positive Prognose für das Geschäftsjahr 2026 ab. Erwartet wird ein bereinigter Gewinn je Aktie in einer Spanne von 14,37 bis 14,57 US-Dollar. Beim Umsatz peilt das Unternehmen ein Wachstum von etwa 9,5 Prozent auf rund 67 Milliarden US-Dollar an.
Um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, kündigte AbbVie zudem an, in den kommenden zehn Jahren rund 100 Milliarden US-Dollar in Forschung, Entwicklung und Sachanlagen am Standort USA zu investieren. Aktuell notiert die Aktie bei 217,11 USD. Trotz der stabilen operativen Entwicklung zeigt der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 16,8 momentan eine technisch stark überverkaufte Marktsituation an.
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