AbbVie-Aktie: Milliarden-Belastungen drücken auf das Ergebnis!

Der Pharmariese AbbVie rechnet im vierten Quartal mit Sonderkosten von 1,3 Milliarden Dollar, was die bereinigte Gewinnprognose deutlich unter Analystenschätzungen drückt.

Auf einen Blick:
  • Gewinnprognose für Q4 2025 auf 2,61-2,65 Dollar je Aktie gesenkt
  • Belastungen von 1,3 Milliarden Dollar durch Forschungsübernahmen
  • Analysten erwarteten ursprünglich 3,35 Dollar je Aktie
  • Jahresprognose auf 9,90-9,94 Dollar angepasst

AbbVie hat am Mittwoch mitgeteilt, dass das Unternehmen im vierten Quartal mit erheblichen Belastungen rechnet. Die Kosten für übernommene Forschungsprojekte und Meilensteinzahlungen summieren sich auf 1,3 Milliarden Dollar vor Steuern. Diese Sonderbelastungen drücken sowohl auf das Ergebnis nach US-GAAP als auch auf den bereinigten Gewinn je Aktie.

Die neue Prognose für das vierte Quartal 2025 liegt bei 2,61 bis 2,65 Dollar je Aktie auf bereinigter Basis. Das liegt deutlich unter den Erwartungen der Analysten, die mit 3,35 Dollar je Aktie gerechnet hatten. Für das Gesamtjahr 2025 passte AbbVie die Gewinnprognose auf 9,90 bis 9,94 Dollar je Aktie an.

Nicht die erste Belastung in diesem Jahr

Die aktuelle Belastung reiht sich in eine Serie von Sonderkosten ein. Bereits im dritten Quartal 2025 hatte AbbVie eine noch größere Belastung von 2,7 Milliarden Dollar aus Forschungsübernahmen und Meilensteinzahlungen verbuchen müssen. Diese wiederholten Sonderposten werfen die Frage auf, wie nachhaltig die Strategie des Unternehmens ist, Forschungsprojekte extern zuzukaufen.

Die Kosten für übernommene Forschungsprojekte entstehen typischerweise, wenn ein Pharmaunternehmen Entwicklungskandidaten von anderen Firmen erwirbt oder lizenziert. Meilensteinzahlungen werden fällig, wenn bestimmte Entwicklungsziele erreicht werden. Für Anleger bedeutet dies kurzfristige Ergebnisbelastungen bei der Hoffnung auf langfristige Erträge aus neuen Medikamenten.

AbbVie Inc. Aktie Chart

Übernahmegerüchte sorgten für Volatilität

Parallel zu den Quartalszahlen sorgte am 7. Januar 2026 ein Bericht des Wall Street Journal für Bewegung. Das Blatt hatte berichtet, AbbVie befinde sich in fortgeschrittenen Gesprächen über eine Übernahme von Revolution Medicines, einem Entwickler von Krebsmedikamenten mit einem Börsenwert von über 15 Milliarden Dollar. AbbVie dementierte die Spekulationen jedoch umgehend per E-Mail gegenüber Reuters.

Die Aktie von Revolution Medicines war zunächst um fast 30 Prozent gestiegen, gab im nachbörslichen Handel nach dem Dementi aber knapp 10 Prozent ab. AbbVie selbst verlor nachbörslich ein Prozent, nachdem die Papiere tagsüber noch vier Prozent zugelegt hatten.

AbbVie-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AbbVie-Analyse vom 09. Januar liefert die Antwort:

Die neusten AbbVie-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AbbVie-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

AbbVie: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)