Abbott Laboratories: Ernüchterung nach den Zahlen!

Abbotts Umsatz im vierten Quartal bleibt deutlich hinter Analystenerwartungen zurück, vor allem die Segmente Nutrition und Diagnostics schwächeln. Die Aktie verlor daraufhin stark an Wert.

Auf einen Blick:
  • Umsatz im Q4 deutlich unter Prognosen
  • Nutrition-Segment mit starkem Umsatzeinbruch
  • Vorsichtige Prognose für das laufende Jahr
  • Aktienkurs verliert wichtige Chartunterstützung

Die Abbott Laboratories-Aktie ist in der vergangenen Woche am Donnerstag mit einem großen Gap von rund 5,5 Prozent auf der Oberseite in den Handel gestartet. Ausschlaggebend dafür waren die Zahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr.

Realität bleibt hinter Erwartungen zurück

Die am 22. Januar vorgelegten Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 trafen den Markt an einer empfindlichen Stelle, beim Umsatz. Im vierten Quartal setzte Abbott Laboratories 11,46 Milliarden US-Dollar um. Das entspricht einem Plus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, lag jedoch deutlich unter den Erwartungen. Analysten hatten rund 11,8 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Die Abweichung von etwa 350 Millionen US-Dollar war schlicht zu groß, um ignoriert zu werden. Organisch wuchs der Konzern lediglich um 3,8 Prozent. Auf der Ergebnisseite präsentierte sich das Bild deutlich stabiler. Das ausgewiesene Ergebnis je Aktie lag mit 1,34 US-Dollar im Rahmen der Erwartungen. Das bereinigte EPS bewegte sich zwischen 1,12 und 1,18 US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der Umsatz auf 45,8 Milliarden US-Dollar, organisch ein Plus von 7,1 Prozent. Das EPS stieg auf 4,61 US-Dollar und legte damit um knapp zehn Prozent zu.

Der Grund für die deutliche Kursreaktion lag vor allem in der Segmententwicklung. Besonders der Bereich Nutrition enttäuschte. Mit 1,94 Milliarden US-Dollar Umsatz brach das Segment um fast neun Prozent ein. Preissenkungen und rückläufige Volumina belasteten, es handelte sich um eines der schwächsten Quartale seit Langem. Auch der Bereich Diagnostics lieferte keine Entlastung. Der Umsatz sank hier um 2,5 Prozent auf 2,46 Milliarden US-Dollar.

Mit Blick nach vorn legte das Management eine Guidance für 2026 vor, die am Markt als vorsichtig, aber nicht defensiv eingeordnet wird. Für das erste Quartal erwartet Abbott ein EPS zwischen 1,12 und 1,18 US-Dollar und liegt damit leicht unter dem Konsens von rund 1,20 US-Dollar. Auf Jahressicht peilt der Konzern ein organisches Umsatzwachstum von 6,5 bis 7,5 Prozent an. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll auf 5,55 bis 5,80 US-Dollar steigen, was einem Zuwachs von rund 20 Prozent gegenüber 2025 entspräche. Gleichzeitig machte das Management deutlich, dass insbesondere Nutrition und Diagnostics im ersten Halbjahr weiter unter Druck stehen dürften.

Abbott Laboratories-Aktie im Chart-Check

Durch den starken Abverkauf und das große Gap wurden wichtige Unterstützungszonen unmittelbar unterschritten. Auch wenn Kurse Gaps häufig wieder schließen, fungieren diese Bereiche nun als Widerstandszonen. Die erste Zone liegt zwischen 111 und 112 US-Dollar. Sie ergibt sich aus den Tiefs Ende 2024 und Anfang 2025. Die zweite Widerstandszone auf der Oberseite liegt oberhalb des Gaps und reicht von 119,5 bis 122,5 US-Dollar. Auf der Unterseite befindet sich jedoch noch eine Unterstützungszone zwischen 99,5 und 102 US-Dollar. Sollte der Markt den Widerstand bei 111 US-Dollar überwinden, würde das für ein erstes bullishes Signal und ein mögliches Gap-Close sprechen. Eine Abweisung an dieser Zone würde dagegen eher für weiter fallende Kurse in Richtung der unteren Unterstützungszone sprechen. Hier die Aktie im Tageschart.Abbott Laboratories

Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/rKi3BsML/

Sollte es an der Widerstandszone bei rund 111 US-Dollar zu einer Abweisung kommen, könnte sich daraus eine Short-Chance ergeben. Das Kursziel läge in diesem Fall an der darunterliegenden Unterstützungszone. Schließt der Markt das Gap, könnten nach dem Gap-Close erneut fallende Kurse folgen, was ebenfalls eine kurzfristige Short-Chance bieten würde.

Die untere Unterstützungszone würde ich hingegen für mögliche Kaufchancen im Blick behalten. Auf der Oberseite könnte ein Überschreiten der Widerstandszone eine Kaufmöglichkeit darstellen. Entscheidend wäre dabei, dass der Kurs diese Zone anschließend nicht erneut nach unten durchbricht.

Ihr Konrad

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