Abbott Laboratories-Aktie: Warum in den Keller?

Mit einem Kursverlust von 10% erlebte die Abbott Laboratories-Aktie gestern einen der schlechtesten Tage ihrer Börsengeschichte. Warum rauschte sie in den Keller?

Auf einen Blick:
  • Umsatz im vierten Quartal unter der Markterwartung
  • Überdurchschnittliches Ergebniswachstum für 2026 erwartet
  • Eintritt in Krebsdiagnostik durch Übernahme von Exact Sciences

Mit einem Kursverlust von über zehn Prozent erlebte die Abbott Laboratories-Aktie am gestrigen Donnerstag einen der schlechtesten Handelstage ihrer Börsengeschichte. Was schickte die Aktie des US-Pharmakonzerns so tief in den Kurskeller?

Das hört sich doch alles gut an

Auslöser des Kursturzes der Abbott Laboratories-Aktie war die Vorlage der Zahlen für das Schlussquartal 2025. Zwar traf der Pharmariese mit einem Gewinn je Aktie in Höhe von 1,50 US-Dollar die Prognose der Analysten. Der Umsatz von knapp 11,5 Milliarden Dollar lag allerdings signifikant unter der Markterwartung von 11,8 Milliarden.

Erfreulich entwickelten sich jedoch wichtige Ergebniskennzahlen. Die bereinigte Bruttomarge erhöhte sich um 20 Basispunkte auf 57,1 Prozent und die bereinigte operative Marge stieg um 150 Basispunkte auf 25,8 Prozent.

Für das laufende Jahr rechnet Abbott mit einem organischen Umsatzwachstum zwischen 6,5 und 7,5 Prozent. Der Gewinn je Aktie soll überdurchschnittlich um ca. 10 Prozent auf eine Zielspanne von 5,55 bis 5,80 US-Dollar zulegen.

Neue Perspektiven

Abbott plant die Einführung neuer Produkte, darunter Biosimilars und Ernährungsprodukte. Zudem wird der Pharmakonzern mit der Akquisition von Exact Sciences der Sprung in den Markt für Krebsdiagnostik schaffen.

Mit einem Forward-KGV von 19 ist die Abbott Laboratories-Aktie für einen wachsenden, hochprofitablen Pharmakonzern mit exzellenten Perspektiven nicht sonderlich hoch bewertet. Es hat den Anschein, als hätte die Börse mit dem gestrigen Kurssturz ein wenig überreagiert auf die enttäuschte Umsatzerwartung.

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