Abbott-Aktie: Gewinnprognose kassiert, Kurs quittiert es prompt!

Abbott übertrifft Quartalserwartungen, muss jedoch die Jahresgewinnprognose aufgrund der Kosten für die Akquisition von Exact Sciences nach unten korrigieren.

Auf einen Blick:
  • Q1-Gewinn je Aktie bei 1,15 Dollar, Schätzung lag bei 1,14 Dollar
  • Umsatz mit 11,16 Milliarden Dollar über den erwarteten 11 Milliarden
  • 2026er Gewinnprognose wegen Exact-Sciences-Deal um rund 20 Cent gesenkt
  • Aktie vorbörslich rund 2 Prozent im Minus

Abbott hat im ersten Quartal die Wall-Street-Schätzungen geschlagen. Marginal, zugegeben, aber geschlagen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,15 Dollar, die Analysten hatten 1,14 Dollar erwartet. Der Umsatz kam auf 11,16 Milliarden Dollar, also gut 160 Millionen mehr als prognostiziert. Geholfen hat dabei das Medizintechnikgeschäft, das größte Segment des Konzerns, und die neu übernommene Krebsdiagnostik-Sparte.

Trotzdem fiel die Aktie vorbörslich um rund 4 Prozent. Wer sich fragt, warum ein Quartal, das besser als erwartet ausfiel, mit Kursverlusten quittiert wird, der muss nur eine Zeile weiter lesen.

Abbott Laboratories Aktie Chart

Die Exact-Sciences-Rechnung kommt an

Abbott hatte im November vergangenen Jahres den Krebstest-Spezialisten Exact Sciences für 105 Dollar je Aktie übernommen, ein Deal mit einem Volumen von bis zu 23 Milliarden Dollar. CEO Robert Ford bezeichnete die Akquisition als Einstieg in einen schnell wachsenden Markt und sprach von einem weiteren Wachstumsgeschäft im Portfolio.

Nun kommt die Quittung. Die bereinigte Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 wurde auf 5,38 bis 5,58 Dollar je Aktie gesenkt, zuvor stand 5,55 bis 5,80 Dollar im Plan. Das sind rund 20 Cent weniger in der Mitte der Spanne. Abbott begründet das direkt mit den Kosten aus der Exact-Sciences-Übernahme.

Ford sagt „Wachstum“, der Markt sagt „zeig her“

Ford kann die Akquisition noch so oft als strategischen Coup verkaufen, denn die Anleger rechnen eben zuerst in Gewinn je Aktie. Und der schrumpft vorerst. Das Umsatzwachstumsziel von 6,5 bis 7,5 Prozent für 2026 bleibt zwar bestehen, doch das allein reicht offenbar nicht, um den Prognoseknick zu überdecken.

Große Übernahmen kosten erst einmal, bevor sie liefern. Das weiß jeder. Nur die Geduld der Anleger ist manchmal kürzer als der Integrationszeitraum eines 23-Milliarden-Deals.

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