ABB hat am Donnerstag die chinesische Blockade des geplanten Robotikverkaufs an SoftBank bestätigt. Das Verbot betrifft den Erwerb des ABB-Robotikgeschäfts in China; der geplante Verkauf der Robotiksparte hat einen Unternehmenswert von 5,38 Mrd. US-Dollar. Nach Angaben von ABB stehen beide Unternehmen in engem Dialog und arbeiten weiter an der Transaktion.
Chinesisches Verbot belastet die Transaktion
SoftBank hatte ABB darüber informiert, dass Chinas Auslandsinvestitions-Sicherheitsprüfungsstelle den Erwerb untersagt hat. Damit gefährdet die Entscheidung den geplanten Verkauf der Robotiksparte. Die ABB-Aktie fiel am Donnerstag um 4,2 Prozent; dpa-AFX nannte die Blockade des Verkaufs an SoftBank als Auslöser.
Einem gestern veröffentlichten Reuters-Bericht zufolge erwogen die Unternehmen weitere Optionen, darunter einen anderen Käufer. ABB und SoftBank kommentierten den Bericht nicht.
Am Freitag stieg die Aktie um 0,8%. Diese Kursbewegung folgte auf den Rückschlag nach Bekanntwerden des chinesischen Verbots.
Neue Aufträge und anstehende Termine
Neben der Verkaufstransaktion meldete ABB am Montag zwei Aufträge von Southwest Aluminum (Group) Co., Ltd. Das Unternehmen soll integrierte Automatisierungs-, Prozesssteuerungs- und Digitalsysteme für zwei Kaltwalzwerke in China liefern. Die Anlagen sollen bis Ende 2027 in Betrieb genommen werden.
Die Aufträge betreffen damit die Ausstattung chinesischer Industrieanlagen, während sich die behördliche Untersagung auf SoftBanks geplanten Erwerb des Robotikgeschäfts in China bezieht.
Als nächster angekündigter Anlegertermin steht am 18. November der ABB Group Capital Markets Day in New Berlin in den USA an. Die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2026 ist für den 28. Januar 2027 angekündigt.
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