A. O. Smith trennt sich von seinem China-Geschäft. Der Wasseraufbereiter und Boilerhersteller aus Milwaukee verkauft 81 Prozent an den Finanzinvestor CPE. Das Ergebnis einer Prüfung, die seit über einem Jahr lief.
Der Deal im Detail
Das China-Geschäft wird mit rund 400 Millionen Dollar bewertet, ohne Barmittel und Schulden. Rechnet man den Barwert der künftigen Lizenzzahlungen für die Marke hinzu, soll der Gesamtwert über 500 Millionen Dollar liegen. Die Lizenzvereinbarung läuft über mehrere Jahrzehnte.
A. O. Smith behält 19 Prozent an der chinesischen Holding und bleibt Markeneigentümer. Das Unternehmen will mit CPE bei Branding, Produktinnovation und Servicequalität weiter zusammenarbeiten. Kunden und Händler sollen von der Übergabe möglichst wenig spüren.
Obendrein kann der Konzern rund 80 Millionen Dollar an Barmitteln aus China abziehen, die bislang dort gebunden waren.
Geld für Aktionäre
Die Erlöse nach Steuern und die repatriierten Mittel will A. O. Smith vorrangig in Aktienrückkäufe stecken. Das passt zur bisherigen Kapitalrückgabe an die Aktionäre. Konkrete Volumina nennt das Unternehmen nicht, die Rückkäufe sollen erst nach Abschluss der Transaktion folgen.
Der Abschluss ist für die erste Jahreshälfte 2027 geplant. Zuvor müssen die Behörden zustimmen, zudem gelten die üblichen Vollzugsbedingungen. Goldman Sachs beriet A. O. Smith bei dem Verkauf.
Strategischer Schnitt
Die Entscheidung folgt auf die im Juli 2025 angekündigte Überprüfung strategischer Optionen. Der Verwaltungsrat sieht in der Transaktion mit CPE den besten Weg für Unternehmen und Aktionäre. Konzernchef Steve Shafer spricht von „erfahrenen lokalen Eigentümern“ und will Ressourcen auf die renditestärksten Felder lenken. Er verwies zugleich auf einen herausfordernden Markt in China.
CPE ist ein auf China spezialisierter Vermögensverwalter und hat zuletzt bereits das Burger-King-Geschäft in China mitgetragen.
Die Aktie schloss am Dienstag bei 62,06 Dollar, ein Plus von 0,24 Prozent. Am Donnerstag, 29. Oktober, legt A. O. Smith die Zahlen zum dritten Quartal vor. Die Telefonkonferenz beginnt um 10:00 Uhr Ortszeit (Eastern Daylight Time) und dürfte zeigen, wie der Konzern den China-Rückzug in seiner Prognose für das Gesamtjahr berücksichtigt.
A O Smith-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue A O Smith-Analyse vom 28. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten A O Smith-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für A O Smith-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
