Die Adidas-Aktie zieht zum Ende der Woche wieder kräftig, nachdem es am Dienstag infolge einer Abstufung durch die Bank of America (BofA) noch deutlich nach unten gegangen war.
Kaufen sich die Chinesen bei Puma ein?
Profitieren kann das Papier einerseits vom Kurssprung beim Konkurrenten Puma, nach der Meldung, dass der chinesische Sportartikelhersteller den 29-prozentigen Anteil der Pinault-Familie kaufen will. Das gibt nicht nur der Raubkatze deutlichen Auftrieb, sondern zieht auch andere Sportartikelwerte mit nach oben.
Apple Chart
Dazu kommt eine positive Analysteneinschätzung. Bernstein Research hat das Kursziel für die Adidas-Aktie von 235 auf 270 Euro angehoben und die Einstufung auf Outperform belassen. Daraus resultiert ein mögliches Upside-Potenzial von fast 60 Prozent. Für die Analystin Anessha Sherman ist Adidas einer der Favoriten der Branche. Sie sieht für die Marke vor allem im US-Bekleidungs- und Fachhandel Chancen.
Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt aktuell bei 230,60 Euro – fast 37 Prozent über dem derzeitigen Niveau.
WM als Kurstreiber?
Für Kursfantasie sorgt auch die im Sommer stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada. Adidas stattet zahlreiche Top-Teams aus wie den amtierenden Weltmeister Argentinien, Frankreich, aber auch (noch) Deutschland.
Wie geht es für die Adidas-Aktie weiter?
Fundamental gesehen ist die Aktie durchaus attraktiv bewertet mit einem Forward-KGV von 15 und einer Dividendenrendite von 2,6 Prozent.
Doch das Chartbild ist weiter schwer angeschlagen. Erst bei einem Sprung über die 200-Tage-Linie (SMA200), die sich aktuell bei 187,05 Euro befindet, würde sich dieses aufhellen.
