Auf der Hauptversammlung am 2. Juni in Köln gibt es für Aktionäre von 7C Solarparken keinen Grund zur Vorfreude auf eine Ausschüttung. Der Vorstand will den Bilanzgewinn von 9,19 Millionen Euro vollständig auf neue Rechnung vortragen. Statt einer Dividende setzt der Solarparkbetreiber auf Aktienrückkäufe.
Die Aktie notiert bei 1,90 Euro – rund 6,4 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 2,03 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 18,5 Prozent zu Buche, auf Sicht der vergangenen zwölf Monate liegt das Papier aber noch 5,7 Prozent im Minus. Der RSI von 25 signalisiert eine überverkaufte Verfassung.
Rückkauf als neues Kapitalallokationsinstrument
Das Unternehmen strebt eine neue Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien an. Diese soll den Rückkauf von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals ermöglichen und bis Sommer 2031 laufen. Ziel ist es, die Aktienzahl bis 2030 auf unter 65 Millionen zu senken. Der jüngste Rückkauf im Mai 2026 zeigt, wie groß das Interesse ist: Auf das Angebot für maximal 1,74 Millionen Aktien zu 1,90 Euro gingen Angebote über mehr als 3,8 Millionen Stück ein – mehr als das Doppelte. Die Annahmequote wird voraussichtlich am 21. Mai veröffentlicht.
Gemischte Geschäftszahlen für 2025
Das operative Geschäft läuft besser als die Bilanz vermuten lässt. Der Umsatz stieg 2025 um vier Prozent auf 65,7 Millionen Euro. Das EBITDA kletterte auf 59,6 Millionen Euro – ein Plus von 26 Prozent und deutlich über der Prognose von 51 Millionen Euro. Allerdings rutschte das Unternehmen wegen hoher Wertminderungen sowie gestiegener Finanzierungs- und Steueraufwendungen in die roten Zahlen: unterm Strich stand ein Nettoverlust von 6,5 Millionen Euro.
Für 2026 zeigt sich das Management vorsichtiger. Die Prognose lautet auf 66,5 Millionen Euro Umsatz und ein EBITDA von 50 Millionen Euro – rund 16 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der erwartete Cashflow je Aktie liegt bei 0,50 Euro, die Nettoverschuldung soll zum Jahresende bei 91,9 Millionen Euro stehen.
Batteriespeicher als nächster Wachstumsschritt
Parallel zur Kapitalrückgabe treibt 7C Solarparken den Ausbau von Batteriespeichern voran. Acht Co-Location-Standorte befinden sich im Genehmigungsverfahren oder in fortgeschrittener Netzreservierung. Die ersten Installationen sind für 2027 geplant.
Ende März 2026 ging die 20-MWp-Dachanlage Reuden Süd ans Netz – mit einer staatlich garantierten Einspeisevergütung von 87 Euro pro MWh bis Mitte 2043. Daraus erwartet das Unternehmen jährliche Umsätze von mindestens 1,5 Millionen Euro. Für das laufende Jahr sicherte sich 7C Solarparken zudem einen Festpreisvertrag über 40 Euro pro MWh für ein 100-MWp-Portfolio im zweiten und dritten Quartal.
Die Hauptversammlung am 2. Juni entscheidet über die Gewinnverwendung und die neue Rückkauf-Ermächtigung. Der massive Überhang beim letzten Rückkauf spricht dafür, dass viele Aktionäre die Rückkaufstrategie unterstützen – auch wenn die Dividende dieses Jahr ausfällt.
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