Die britische Beteiligungsgesellschaft 3I Group treibt ihr Aktienrückkaufprogramm über 750 Millionen Pfund zügig voran. Am Montag sicherte sich das Unternehmen eine weitere Tranche eigener Anteile für rund 40 Millionen Pfund und zog diese unmittelbar ein. Damit hat das Rückkaufvolumen seit dem Start der Maßnahme bereits die Marke von fast 600 Millionen Pfund erreicht.
Durch die fortlaufenden Einziehungen verringert das Management das Angebot an frei handelbaren Titeln am Markt. Dieser Schritt stärkt rechnerisch das Stimmrecht der verbleibenden Anteilseigner und unterstreicht die Absicht, überschüssige Barmittel diszipliniert an die Investoren auszukehren.
Millionen für eigene Anteile
Im jüngsten Schritt erwarb die Gesellschaft am Montag exakt 1.531.834 Stammaktien am Markt. Nach dem Vollzug dieser Transaktion bezifferte 3i Group die verbleibende Gesamtzahl der Stimmrechte auf 1.025.057.492. Das Unternehmen hatte das Rückkaufprogramm bereits in den vorangegangenen Handelstagen kontinuierlich bedient, um die angekündigte Gesamtsumme schrittweise abzuarbeiten.
Der Fokus vieler Investoren richtet sich ungeachtet der Kapitalmaßnahmen vor allem auf die operative Entwicklung im Beteiligungsportfolio. Als wichtigster Werttreiber gilt dabei die europäische Discountkette Action, deren Wachstumsdynamik an den Finanzmärkten aufmerksam verfolgt wird.
Gemischte Signale zur Kernbeteiligung Action
Skepsis äußerte etwa HL Select UK Income Shares: Medienberichten zufolge trennte sich der Fonds im zweiten Quartal vollständig von seiner Position an 3i Group. Als Begründung für den Ausstieg wurden Sorgen vor einer nachlassenden Expansion bei Action angeführt.
Die Analysten von UBS kamen am 17. September dagegen zu einer spürbar optimistischeren Einschätzung. Sie stuften den Titel weiterhin mit „Buy“ ein und begründeten dies mit wieder anziehenden Erlösen der Handelskette.
Anonymisierte Zahlungsdaten deuten demnach auf ein anhaltendes Umsatzplus in Deutschland und Frankreich hin. Für das Gesamtjahr prognostiziert UBS bei Action ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum von 4,2 Prozent sowie ein Gewinnplus von 11 Prozent.
Belastbare Fakten zum Geschäftsverlauf der Portfoliounternehmen dürften die offiziellen Halbjahreszahlen liefern, die das Management für November in Aussicht gestellt hat. Marktteilnehmer erwarten von diesem Bericht wichtige Aufschlüsse darüber, wie widerstandsfähig sich die Beteiligungen gegenüber der Konsumstimmung in Europa behaupten.
Kurs bleibt unter Vorjahresniveau
An den Aktienmärkten zeigte sich das Papier am Freitag gefestigt und beendete den Handel bei 31,12 Euro, was einem Zuwachs von 1,7 Prozent entspricht. Trotz dieser kurzfristigen Erholung notiert der Kurs rund 40 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
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