Die Aktie der britischen Beteiligungsgesellschaft 3I Group verzeichnete zuletzt eine spürbare Erholung und setzte sich damit von den Unsicherheiten des Frühjahrs ab. Maßgeblicher Treiber dieser Entwicklung sind positive Signale bei der wichtigsten Portfoliogesellschaft Action sowie ein konsequent umgesetztes Aktienrückkaufprogramm, das das Vertrauen der Investoren stärkt.
Stabilisierung bei der Kernbeteiligung Action
Medienberichten zufolge stützten verbesserte Verkaufszahlen der Einzelhandelskette Action die jüngste Kursentwicklung. Das Unternehmen Action nimmt eine zentrale Rolle im Portfolio der 3i Group ein und macht rund 75 Prozent des Gesamtwerts der Beteiligungen aus.
Nachdem die Jahresergebnisse im Mai noch eine gewisse Vorsicht bei den Konsumenten in den wichtigen Märkten Frankreich und Deutschland sowie Schwächen in saisonalen Kategorien offenbart hatten, deuten neuere Daten auf eine Trendwende hin.
Analysen zufolge stabilisierten sich die Verkäufe bei Action im Juli, nachdem bereits der Juni ungewöhnlich stark ausgefallen war. Diese operative Festigung ist für die 3i Group von entscheidender Bedeutung, da die Bewertung der gesamten Gruppe maßgeblich an der Ertragskraft der Discounter-Kette hängt.
Die Anleger reagierten erleichtert auf die Anzeichen, dass die Konsumzurückhaltung in Europa das Wachstum der Kernbeteiligung weniger stark dämpft als zunächst befürchtet.
Fortschritte beim 750-Millionen-Pfund-Rückkaufprogramm
Parallel zur operativen Entwicklung treibt das Management die Kapitalrückführung an die Aktionäre voran. Wie das Unternehmen am vergangenen Montag mitteilte, wurden in der Zeit vom 10. bis zum 14. August weitere 1.122.010 Stammaktien im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms erworben.
Die Transaktionen erfolgten zu einem volumengewichteten Durchschnittspreis von etwa 27,96 Pfund. Die zurückgekauften Anteile sollen im Anschluss eingezogen werden, um den Gewinn pro Aktie für die verbleibenden Anteilseigner zu steigern.
Das gesamte Rückkaufprogramm ist auf ein Volumen von bis zu 750 Millionen Pfund ausgelegt. Bis zum Ende der vorletzten Woche hat die Gesellschaft bereits kumuliert 18.325.818 Anteile zurückgekauft, wofür insgesamt rund 441 Millionen Pfund aufgewendet wurden.
Durch diese Maßnahme verringerte sich die Anzahl der Stimmrechte weiter. Bereits in der vorangegangenen Berichtswoche vom 3. bis zum 7. August hatte das Unternehmen knapp 947.000 Aktien vom Markt genommen.
Ergänzt wird dieses Signal des Vertrauens durch interne Aktienbewegungen: Wie Reuters berichtete, erhielt Simon Borrows am 12. August im Zuge der Zuteilung eines leistungsbezogenen Vergütungsplans 155.184 Stammaktien, die jedoch einer Haltefrist bis Juni 2028 unterliegen.
Analysteneinschätzung und Marktreaktion
Die institutionelle Seite bewertet die aktuelle Lage der 3i Group ebenfalls positiv. Die Analysten von UBS bekräftigten am 17. August ihre Kaufempfehlung für den Wert. Das Analysehaus sieht das Kursziel weiterhin bei 3.200 Pence. Als Begründung führten die Experten unter anderem Daten aus ihrem hauseigenen Consumer Transaction Monitor an, welche die Stabilisierung der Verkaufstrends bei Action bestätigten.
An der Börse spiegelte sich dieser Optimismus in den vergangenen Wochen deutlich wider. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei einem Schlusskurs von 33,56 €. Damit verzeichnete der Titel über einen Zeitraum von 30 Tagen ein Plus von 9,2%.
Mit diesem Kursniveau notiert das Papier nun wieder leicht über seinem 200-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 33,30 € liegt. Dies unterstreicht den kurzfristigen Erholungstrend, nachdem die Aktie seit Jahresbeginn zeitweise unter Druck geraten war.
Die Kombination aus operativer Stabilisierung bei der wichtigsten Tochter und der fortlaufenden Reduzierung des Aktienkapitals scheint die Basis für die aktuelle Kursfestigung zu bilden.
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