Die Auftragsbücher von 2G Energy füllen sich rasant. Das Unternehmen verbuchte im dritten Quartal 2026 erneut ein Bestellvolumen von über 400 Millionen Euro. Angesichts dieses Schubs hebt der Vorstand die mittelfristigen Erlöserwartungen für die kommenden Geschäftsjahre deutlich an.
An der Börse sorgte die Meldung für deutliche Kursgewinne. Die Aktie legte heute um 6,8 Prozent auf 60,40 Euro zu. Damit beziffert sich der Börsenwert des Unternehmens auf 1,05 Milliarden Euro.
Großprojekte treiben das Neugeschäft
Haupttreiber der jüngsten Entwicklung sind infrastrukturelle Großaufträge. Ein bedeutender Teil des Neugeschäfts entfällt auf ein Rechenzentrumsprojekt mit einem Gesamtvolumen von 275 Megawatt. Bereits im Juli fixierte das Unternehmen zudem einen umfangreichen Vertrag im Bereich Mining.
Die wachsende Nachfrage nach dezentraler Energieversorgung für energieintensive Einrichtungen erweist sich als starker Impulsgeber. Insbesondere der Ausbau von Rechenzentren verlangt verlässliche Lösungen zur Eigenstromversorgung, um Engpässe in den öffentlichen Netzen zu umgehen.
Angehobene Zielmarken bis 2028
Vor diesem Hintergrund schraubt die Unternehmensführung ihre mittelfristigen Planungen nach oben. Für das Jahr 2027 rechnet das Management mit Erlösen zwischen 600 und 650 Millionen Euro. Zuvor war ein Korridor von 570 bis 620 Millionen Euro kommuniziert worden.
Gleichzeitig gab das Unternehmen erstmals eine konkrete Orientierung für das darauffolgende Jahr bekannt. Im Geschäftsjahr 2028 soll der Umsatz einen Zielbereich von 750 bis 850 Millionen Euro erreichen.
Für das laufende Jahr 2026 zeichnet sich ebenfalls ein solides Abschneiden ab. Der Vorstand geht davon aus, dass der Jahresumsatz das obere Ende der avisierten Spanne von 440 bis 490 Millionen Euro erreicht. Die EBIT-Marge soll sich im laufenden Jahr auf 9,5 bis 10,5 Prozent belaufen.
Starke Beschleunigung nach verhaltenem erstem Halbjahr
Die optimistische Prognose signalisiert eine erhebliche Belebung der geschäftlichen Dynamik im zweiten Halbjahr. In den ersten sechs Monaten 2026 belief sich die Gesamtleistung auf 184,0 Millionen Euro, was einem Rückgang um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach.
Auch auf der Ertragsseite waren die ersten sechs Monate von Zurückhaltung geprägt. Die EBIT-Marge erreichte zur Jahresmitte lediglich 0,6 Prozent nach 3,3 Prozent im Vorjahr.
Die zügige Abarbeitung des angeschwollenen Auftragsbestands entscheidet nun darüber, in welchem Tempo die geplanten Umsatzsprünge realisiert werden können. Für das Unternehmen gilt es, die hohe Auslastung effizient in die angestrebte operative Rentabilität zu überführen.
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