2G Energy Aktie: CEO Hofelich kauft bei 65,10 Euro

Die Aktie von 2G Energy fällt unter die 50-Tage-Linie, während das Unternehmen dank KI-Boom Rekordaufträge verbucht. Analysten sehen Potenzial.

Auf einen Blick:
  • Kursrutsch unter gleitenden Durchschnitt
  • Rekordaufträge durch KI-Rechenzentren
  • CEO kauft eigene Aktien zurück
  • Analysten sehen Kurspotenzial bis 80 Euro

Rekordaufträge im Rücken, fallende Kurse im Depot. Bei 2G Energy klaffen operative Stärke und charttechnische Schwäche derzeit auseinander. Anleger nehmen nach der massiven Rally des vergangenen Jahres Gewinne mit.

Charttechnik unter Druck

Die Aktie verlor am Mittwoch deutlich an Boden und fiel auf 63,85 Euro. Damit rutschte das Papier unter den gleitenden Durchschnitt der vergangenen 50 Tage. Dieser Indikator verläuft aktuell bei 64,69 Euro und dient vielen Tradern als Kompass für den kurzfristigen Trend.

Der Rücksetzer erfolgt nach einer Phase extremer Stärke. Seit Jahresbeginn verbucht der Titel noch immer ein Plus von über 80 Prozent. Marktbeobachter werten die aktuelle Schwäche daher eher als technisch bedingte Korrektur denn als fundamentalen Vertrauensverlust.

Boom durch KI-Infrastruktur

Operativ läuft es für den Spezialisten für Kraft-Wärme-Kopplung rund. Besonders das Geschäft in Nordamerika floriert. Betreiber von Rechenzentren benötigen für ihre KI-Infrastruktur enorme Mengen an Energie und setzen dabei verstärkt auf dezentrale Lösungen von 2G Energy.

Die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Im ersten Halbjahr sammelte das Unternehmen Bestellungen über 400 Millionen Euro ein. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 111 Millionen Euro bedeutet das fast eine Vervierfachung des Volumens.

Vertrauensbeweis der Führung

CEO Pablo Hofelich nutzte die jüngsten Kursrücksetzer bereits für Zukäufe. Er erwarb im Juli über 1.000 eigene Aktien zu einem Preis von 65,10 Euro. Damit investierte der Vorstandschef auf einem Niveau, das über dem aktuellen Marktkurs liegt.

Analysten stützen diesen Optimismus. SMC-Research hob das Kursziel jüngst auf 80 Euro an. Die Experten von First Berlin sehen den fairen Wert bei 73 Euro. Allerdings mahnen beide Häuser eine konsequente Verbesserung der Gewinnmargen an, um die Bewertung dauerhaft zu rechtfertigen.

Im August findet die Hauptversammlung in Ahaus statt. Aktionäre entscheiden dort über den Dividendenvorschlag von 0,22 Euro je Aktie. Sollte die Unterstützung bei 63 Euro nicht halten, liegt das nächste charttechnische Ziel beim 100-Tage-Durchschnitt von 53,68 Euro.

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