2G Energy Aktie: Auftragseingang versiebenfacht auf 422,4 Millionen

2G Energy verzeichnet dank US-Rechenzentren ein Rekordquartal und treibt die Ammoniak-Technologie voran. Die Prognosen für 2026 bleiben bestätigt.

Auf einen Blick:
  • Rekordaufträge durch US-Rechenzentren
  • Ammoniak-Technologie erfolgreich getestet
  • Umsatzprognose für 2026 bestätigt
  • Dividende von 0,21 Euro je Aktie

Der Kraft-Wärme-Kopplungs-Spezialist 2G Energy verzeichnet eine dynamische Geschäftsentwicklung, die maßgeblich von einem massiven Auftragsplus im Bereich der Rechenzentren getrieben wird. Gleichzeitig erweitert das Unternehmen durch eine erfolgreiche Technologiekooperation seine Möglichkeiten bei der Nutzung von Ammoniak zur Stromerzeugung.

Rekord-Auftragseingang durch US-Rechenzentren

Das Unternehmen konnte seinen Auftragseingang im zweiten Quartal 2026 auf ein historisches Niveau heben. Wie 2G Energy am 30. Juli mitteilte, belief sich das Ordervolumen im Berichtszeitraum auf 422,4 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahresquartal, in dem 54,1 Millionen Euro verbucht wurden, entspricht dies nahezu einer Versiebenfachung des Volumens.

Besonders kräftig fielen die Bestellungen in Nordamerika aus. Allein US-Rechenzentren steuerten 350,3 Millionen Euro zum Ergebnis bei. Auch außerhalb des nordamerikanischen Marktes konnte das Unternehmen zulegen und verzeichnete bei den Bestellungen einen Zuwachs von 57 %. Für das gesamte erste Halbjahr 2026 ergibt sich damit ein Auftragseingang von 479,4 Millionen Euro, nach 110,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Durchbruch bei der Ammoniak-Technologie

Parallel zum operativen Wachstum erzielt das Unternehmen Fortschritte in der technologischen Weiterentwicklung seiner Anlagen. Gemeinsam mit dem Partner Amogy wurde am 3. August die erfolgreiche Fertigstellung integrierter „Ammonia-to-Power“-Tests in einer Anlage in Houston bekannt gegeben.

Diese Lösung ermöglicht es, Strom aus Ammoniak zu gewinnen, wobei die Systeme flexibel entweder mit Ammoniak oder mit Erdgas betrieben werden können. Medienberichten zufolge ist diese Technologie insbesondere für die Energieversorgung von Rechenzentren konzipiert, die eine CO2-freie und grundlastfähige Stromquelle benötigen. Die Partnerschaft zielt darauf ab, die Dekarbonisierung in diesem energieintensiven Sektor voranzutreiben.

Bestätigte Prognosen und anstehende Dividende

Angesichts der starken Auftragslage blickt das Management optimistisch auf die kommenden Jahre. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 wird weiterhin das obere Ende der Umsatzprognose von 490 Millionen Euro angestrebt, bei einer erwarteten EBIT-Marge zwischen 9,5 und 10,5 Prozent. Für das Jahr 2027 stellt das Unternehmen einen Umsatz von 570 bis 620 Millionen Euro sowie eine Marge von über 11 Prozent in Aussicht.

Anleger partizipieren zudem kurzfristig an der Entwicklung: Für das abgelaufene Geschäftsjahr schüttet 2G Energy eine Dividende von 0,21 Euro je Aktie aus. Der Ex-Tag für diese Zahlung ist der 20. August, die Auszahlung erfolgt am 24. August. Am Kapitalmarkt spiegelt sich die positive Grundstimmung wider.

Die Aktie notiert derzeit bei 57,35 Euro und legte heute um 2,14 % zu. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursgewinn bereits auf 63,16 %. Weitere Details zur langfristigen Strategie wird das Unternehmen voraussichtlich am 1. Oktober im Rahmen eines Kapitalmarkttages vorstellen.

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