2G Energy Aktie: 400 Millionen übertreffen Vorjahresumsatz

2G Energy vermeldet historischen Auftragseingang von 400 Millionen Euro, während der Aktienkurs einbricht. US-Rechenzentren treiben das Wachstum.

Auf einen Blick:
  • Auftragseingang von 400 Millionen Euro
  • US-Rechenzentren als Wachstumsmotor
  • Umsatzprognose 2026 bei 490 Millionen
  • Neue Produktionsstätte seit März aktiv

Rekordnachfrage trifft auf einen harten Rücksetzer an der Börse. Während 2G Energy den höchsten Auftragseingang der Konzerngeschichte feiert, gerät die Aktie unter Druck. Vor allem das US-Geschäft mit Rechenzentren erweist sich dabei als massiver Wachstumstreiber.

In der ersten Jahreshälfte sammelte der Spezialist für Kraft-Wärme-Kopplung Aufträge über 400 Millionen Euro ein. Dieser Wert übertrifft bereits jetzt den gesamten Neuanlagen-Umsatz des Vorjahres von 229,1 Millionen Euro. Dennoch notiert die Aktie bei 64,80 Euro — ein Tagesminus von über sieben Prozent.

Rechenzentren treiben das US-Wachstum

Die Nachfrage aus dem US-amerikanischen Rechenzentrumssektor befeuert die Auftragsbücher. Nach der Umwandlung eines ersten Großauftrags über 100 Millionen Euro im Mai sicherte sich das Unternehmen weitere Abschlüsse im dreistelligen Millionenbereich. Diese dezentralen Gaskraftwerke ermöglichen eine netzunabhängige Stromversorgung für Serverfarmen.

Parallel dazu wächst das Geschäft in Europa stabil weiter. Vor allem in Deutschland sorgt die Biogas-Flexibilisierung für einen hohen Nachfrageschub. Zusätzlich akquirierte 2G Energy im zweiten Quartal neue Projekte aus der internationalen Bergbauindustrie im mittleren zweistelligen Megawatt-Bereich.

Vorstand bestätigt optimistische Prognosen

Angesichts der vollen Bücher hält das Management an seinen Zielen fest. Für 2026 plant der Vorstand einen Umsatz von rund 490 Millionen Euro. Die EBIT-Marge soll dabei zwischen 9,5 und 10,5 Prozent liegen.

Für das Jahr 2027 peilt 2G Energy sogar Erlöse von bis zu 620 Millionen Euro an. Die operative Marge soll dann auf über 11 Prozent klettern. Ein Book-to-Bill-Verhältnis von mindestens 2,5 unterstreicht die aktuelle Dynamik bei den Bestelleingängen.

Um die Flut an Aufträgen abzuarbeiten, nutzt das Unternehmen seit Ende März eine neue Produktionsstätte. Weitere Details zur strategischen Entwicklung folgen im August auf der ordentlichen Hauptversammlung.

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