25 % Minus: Ist Oracle noch zu retten?

Die Aktie von Oracle fällt um ein Viertel. Cloud-Wachstum schwächelt, KI-Investitionen explodieren und weitere Risiken belasten Anleger massiv.

Auf einen Blick:
  • Oracle: Aktie seit Jahresbeginn 25 % im Minus
  • Massive KI-Ausgaben belasten Liquidität
  • Umsatzwachstum schwächer als erwartet
  • Sammelklage und Managementvertrauen unter Druck

Die Aktie von Oracle Corporation rutscht 2026 kräftig ab. Seit Jahresbeginn verliert das Papier rund 25 Prozent. Der Rückgang resultiert vor allem aus verlangsamtem Cloud-Wachstum und hohen Investitionen in die KI-Infrastruktur. Anleger zeigen sich verunsichert, da die Kosten den kurzfristigen Ertrag deutlich übersteigen.

Oracle kämpft mit einem massiven CapEx-Anstieg: Für 2026 sind rund 50 Mrd. Dollar geplant, 15 Mrd. mehr als zuletzt prognostiziert. Dieses Vorgehen belastet die Liquidität und erhöht die Schulden. Einige Investoren, wie Blue Owl Capital, haben daraufhin Finanzierungszusagen zurückgezogen. Zusätzlich läuft eine Sammelklage wegen angeblich irreführender Aussagen zu KI-Strategie und Finanzlage, die das Vertrauen in das Management weiter drückt.

Oracle Aktie Chart

Oracle: Umsatz verlangsamt sich

Zugleich verlangsamt sich das Umsatzwachstum. Trotz der hohen Ausgaben steigt der Umsatz nur moderat, während Margen unter Druck geraten. Offene Leasingverpflichtungen in Milliardenhöhe verschärfen die Belastung. Die Bilanz zeigt negative Free-Cashflow-Margen von über 20 Prozent. Operativ liegt Oracle bei knapp 32 Prozent Marge, doch die Kosten der Expansion übersteigen kurzfristig den Nutzen.

Historische Rückblicke verdeutlichen das Risiko: Bei früheren Krisen wie der Dot-Com-Blase fiel der Kurs um bis zu 77 Prozent, während andere Marktkorrekturen Einbußen zwischen 19 und 41 Prozent brachten. Das zeigt, dass selbst große Unternehmen wie Oracle stark schwanken können.

Für Anleger bedeutet das

Kurzfristig ist die Aktie hochvolatil und risikobehaftet. Langfristig könnte die AI-Expansion Chancen bieten, doch Investoren müssen Geduld und eine solide Risikostrategie mitbringen. Diversifikation bleibt entscheidend, um starke Schwankungen abzufedern. Wer auf Oracle setzt, spekuliert auf die erfolgreiche Umsetzung der teuren Wachstumsstrategie.

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