New Deal: 3 Infrastruktur-Aktien für den Biden-Plan!

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Der amerikanische Präsident Joe Biden geht in die Vollen! Nachdem er schon ein Konjunkturpaket von 1,9 Billionen Dollar durch den US-Kongress brachte, hat er nun den nächsten Plan vorgestellt. Sein Ziel:

Er will die vielerorts marode Infrastruktur des Landes modernisieren und gleichzeitig dabei Arbeitsplätze schaffen. So trägt das neue Ausgabenprogramm auch den ambitionierten Namen „American Jobs Plan“ und soll unter dem Strich rund 2,2 Billionen Dollar kosten. Davon eingeplant sind derzeit rund 650 Milliarden Dollar für die Instandsetzung und Modernisierung der Verkehrs-Infrastruktur inklusive des Ausbaus der Elektromobilität. Weitere 650 Milliarden Dollar sollen in den Bau und Instandhaltung von Schulen und Wohnungen investiert werden.

Man mag darüber streiten, ob die Demokraten, wie ihnen ja immer wieder vorgeworfen wird, nur das Geld ausgeben verstehen und nicht das verantwortungsvolle Haushalten. Tatsache ist, dass einerseits Amerika in der Hochtechnologie absolute Spitze ist, andererseits die klassische Infrastruktur in großen Teilen auf dem Stand der sechziger und siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts steht.

Vor diesem Hintergrund ist es für Investoren sehr interessant, dass hier ein riesiges Auftragsvolumen auf entsprechend positionierte Unternehmen wartet. Wobei man geradezu eine klassische Bottom-Up-Überlegung anstellen kann. Denn wer wird sozusagen an erster Stelle von diesem Infrastrukturprogramm profitieren? Aus meiner Sicht natürlich vor allem die Firmen, die Baumaschinen und anderes zugehörige Equipment anbieten. Deshalb im Folgenden drei Unternehmen, die hier mit am besten für einen Auftragsboom positioniert sind.

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Caterpillar: Der Marktführer

Ein Caterpillar-Bagger “Excavator CAT” auf einer Baustelle in St. Petersburg, Russland. (Bild: shutterstock)

Infrastruktur-Projekte bedeuten klassisches Baugeschehen. Und das ist ohne Caterpillar kaum denkbar, gerade auch in Amerika. Das Unternehmen ist nicht nur der bekannteste Hersteller von Baumaschinen und entsprechenden Transportfahrzeugen, sondern umsatzmäßig mit fast 42 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auch unangefochtener Marktführer.

Zur Produktpalette gehören Asphaltfertiger, Bagger, Rohrlege-Fahrzeuge, Lader bzw. Kipper und was sonst noch so auf einer Großbaustelle benötigt wird. Indes: Natürlich musste auch Caterpillar im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie einen kräftigen Rücksetzer verbuchen. Der Gewinn ging auf Jahresbasis um gut 40 Prozent zurück und der Umsatz sackte um rund 22 Prozent ab.

Doch in diesem und auch im kommenden Jahr wird im Markt mit einer deutlichen Verbesserung gerechnet. Wobei die Erwartungen aus meiner Sicht noch nicht die neuen Chancen aus dem Infrastruktur-Paket von Joe Biden mit einberechnet haben. Hier sollte eine deutliche Sonder-Konjunktur möglich sein.

Indes: Investoren sollten bei ihren Überlegungen auch im Hinterkopf haben, dass rund ein Viertel der Umsätze im asiatischen-pazifischen Raum generiert werden, gut 7 Prozent allein in China. Das macht Caterpillar sicherlich etwas anfälliger gegenüber entsprechenden politischen Spannungen zwischen den USA und dem Reich der Mitte. Dennoch sollte die Aktie in einer Top-Liste mit Bezug auf die Infrastruktur-Fantasien in Amerika nicht fehlen.

Chart Caterpillar
Chart Caterpillar © Tradingview

Was sich ja auch sehr sichtbar im Aktienkurs widerspiegelt, der seit März letzten Jahres einen äußerst stabilen Aufwärtstrend ausbilden konnte. Angesichts einer immer noch vertretbaren Gewinnbewertung – das geschätzte KGV 2022 liegt bei rund 21 – sollte der Trend weiter halten können.

Cummins wirft die Motoren an

Cummins-Logo vor dem Eingang der Fertigungsstätte in Arden Hills, Minnesota. (Bild: shutterstock)

Beim Thema Infrastruktur kommt man vielleicht nicht unbedingt gleich auf Cummins zu sprechen. Dennoch bildet dieses Unternehmen einen essenziellen Teil dieser Spekulation. Im Kern ist das Unternehmen bekannt für seine Motoren, die hauptsächlich in schweren Maschinen zum Einsatz kommen. Dazu gehören landwirtschaftliche Maschinen genauso wie Busse und Trucks, aber auch Bau- und andere industrielle Fahrzeuge.

Dabei hat Cummins inzwischen auch das Thema neue Antriebssysteme für sich entdeckt, insbesondere das Thema Wasserstoff. Unter anderem gehören zum Produktportfolio auch inzwischen Züge auf der Basis von Brennstoffzellen.

Den Großteil des Geschäftes macht man mit über 53 Prozent in Amerika, weitere 14 Prozent im Mainland China, was natürlich auch hier die politische Komponente nicht außer Acht lässt. Hinsichtlich der Zahlen hatte Cummins ebenfalls im letzten Jahr einen Corona-Delle zu verbuchen. Doch diese soll sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr ausgebügelt bzw. in neues Wachstum umgemünzt werden können. So rechnet der Markt-Konsens damit, dass Cummins im kommenden Jahr mit einem Gewinn je Aktie von 16,53 Dollar das Corona-Tief von 12,18 Dollar je Aktie deutlich hinter sich lassen kann.

Chart Cummins
Chart Cummins © Tradingview

In der Aktie hat sich ebenfalls ein starker Aufwärtstrend ausgebildet. Dieser wird flankiert mit einer relativ moderaten Gewinnbewertung von unter 16 für 2022. Damit sind die Grundlagen vorhanden, dass hier die positive Tendenz fortgeführt werden kann.

CNH Industrial: Breit aufgestellt

Das Kerngeschäft von CNH Industrial umfasst Produktion und Vertrieb von Investitionsgütern wie Nutzfahrzeugen. (Bild: shutterstock)

Ein sozusagen europäisch-amerikanisches Gemeinschaftsprojekt ist CNH Industrial. Den Kern des Unternehmens bildeten die Unternehmen Case und New Holland sowie Fiat Industrial. Unter dem Dach sind derzeit Marken wie Iveco, Magirus und New Holland zu finden. Die Bandbreite der Produkte reicht von Bau-Equipment über Nutzfahrzeuge bis hin zu landwirtschaftlichen Maschinen.

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Das Unternehmen machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 26 Milliarden Dollar. Das war zwar ein deutlicher Abschlag gegenüber dem Vorjahr, aber vor allem der Corona-Pandemie geschuldet. In diesem Jahr soll es erwartungsgemäß wieder auf das Niveau von 2019 gehen mit der Möglichkeit, 2022 ein Umsatzwachstum von rund 5 Prozent zu erreichen.

Chart CNH Industrial
Chart CNH Industrial © Tradingview

Gleiches gilt auch für die Profitabilität. Nach einem schweren Rückschlag in der ersten Jahreshälfte 2020 hatte sich der Konzern wieder gewinnmäßig deutlich verbessern können. Für dieses Jahr wird mit einem Gewinn je Aktie von 0,80 Dollar gerechnet, der sich 2022 auf 0,99 Dollar je Aktie verbessern könnte. Auf dieser Basis liefert CNH mit einem geschätzten KGV von gut 16 eine recht moderate Bewertungsbasis.

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die dieses Jahr hingelegt haben. Leider zu früh. Hab über Sparpläne erst 3,16 Aktien eingesammelt
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David Driscoll discusses Caterpillar https://www.bnnbloomberg.ca/video/david-driscoll-discusses-c
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Mit einem Umsatz von 53 Mrd. Dollar ist Caterpillar Weltmarktführer auf den Gebieten Baumaschienen,
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