Nebenwerte aktuell: Deutsche EuroShop – deutliche Belebung?

Wer es in der aktuellen Pandemielage Probleme hat(te) – das sind zum Beispiel „Shoppingcenter“, natürlich gerade in Zeiten des „lockdowns“.

Und ein Shoppingcenter-Investor par excellence ist die Deutsche EuropShop. Wenig überraschend geriet diese Aktie damals zu Beginn der Coronavirus-Pandemie massiv unter Druck. Stand der Kurs im Februar 2020 noch bei gut 25 Euro, so waren es im Verlauf des Jahres 2020 zwischenzeitlich sogar unter 10 Euro.

Man wurde älter und gelassener…das gilt wohl auch für einige Aktionäre/innen. Denn auch die Coronavirus-Pandemie hat die Welt nicht untergehen lassen (zumindest bisher) und wenn die „Shoppingcenter“ geöffnet haben, gehen dort durchaus weiterhin Menschen einkaufen.

Und die neuen Zahlen von Deutsche EuroShop zeigen:

Die Kundenfrequenzen in den eigenen Shoppingcentern lagen bei 75% des Vor-Corona-Niveaus.

Die Umsätze der Mieter entwickelten sich aber besser, denn sie lagen laut Deutsche EuroShop bei 90% des Vorkrisenniveaus.

Und das klingt doch schon deutlich besser. Ein Viertel weniger Kunden, aber die verbliebenen Kunden gaben durchschnittlich mehr aus. Per saldo ein Umsatzrückgang von rund 10%.

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Und: Die Mietzahlungen kommen wieder zuverlässiger. Im 1. Halbjahr 2021 wurden von den Mietern der Deutsche EuroShop den Unternehmensangaben zufolge 86% der Mietforderungen beglichen.

Dieser Wert ist im 3. Quartal – nach Mietanpassungen, also vielleicht einigen Mietsenkungen – auf 98% gestiegen.

Bei Immobilienaktien ist es sinnvoll, auf die Kennzahl FFO zu schauen, da dies eine passende Kennzahl für die Ertragskraft ist.

Und bei FFO hieß es in den ersten 9 Monaten 2021 bei der Deutsche EuroShop: FFO von 1,43 Euro/Aktie. Das war ein Minus von 2,7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Per 30.9.2021 standen rund 2,4 Mrd. Euro Eigenkapital in der Bilanz sowie 1,9 Mrd. Euro Verbindlichkeiten. Die Liquidität lag bei rund 306 Mio. Euro.

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Bei rund 61 Mio. Aktien sind das schon rund 5 Euro je Aktie „Cash“.

Die Marktkapitalisierung liegt aktuell unter dem Wert des bilanziellen Eigenkapitals.

Mit anderen Worten: Zu Kursen unter 10 Euro war die Aktie natürlich ein absolutes Schnäppchen. Im Nachheinein ist man schlauer.

Und auch jetzt zu wieder signifikant höherem Niveau ist sie gemessen an Kennzahlen wie Kurs-Buchwert-Verhältnis oder FFO nicht teuer.

Aber natürlich gibt es hier auch weiter das Risiko eines „lockdowns“, mit Zahlungsausfällen durch die Mieter. Und dann könnte es auch Wertberichtigungen beim Wert der Shoppingcenter geben – was das Eigenkapital wie Butter in der Sonne schmelzen lassen könnte.

Doch wer weiß schon, ob es zu neuen „lockdowns“ kommen wird…ich jedenfalls nicht. Ich selbst beobachte die Entwicklung bei der Deutsche EuroShop von der Seitenlinie aus.

Marktkapitalisierung = Zahl der Aktien multipliziert mit dem Aktienkurs.

Mit freundlichem Gruß!

Michael Vaupel

Diplom-Volkswirt / M.A.

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Klarstellung
Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktie zu verkaufen oder zu kaufen. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld - verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine.

Zum Autor
Michael Vaupel, Diplom-Volkswirt und Historiker (M.A.), Autor mehrerer Fachbücher. Seine Einstellung: „Gewinn um jeden Preis verachte ich. Natürlich möchte ich Gewinner-Investments und profitable Trades empfehlen. Doch keineswegs solche, welche die Umwelt oder die Gemeinschaft schädigen.“ Sein Finanzblog ist lesenswert: http://www.ethische-rendite.de