Medikamentenforscher wie Immunic: Neue Raketen?

Liebe Leser,

Sie haben in den vergangenen Tagen hinreichend Impfstoff-Nachrichten zum Corona-Virus gehört. Es sieht gut aus, wenn die Zahlen für den Impfstoff von BioNTech / Pfizer aus Israel stimmen. Der Impfstoff könnte sogar vor einer hohen Infektiösität schützen, so die aktuellen Vermutungen. Derzeit sieht es so aus, als warteten die Börsen hier ab.

Es gibt allerdings einen zweiten Bereich, der in den kommenden Wochen und Monaten im Sektor BioTechnologie starke Entwicklungschancen bietet – auch mit Blick auf die Corona-Pandemie. Dies sind die Wirkstoffforscher, die sich mit Medikamenten beschäftigen.

hier ist offenbar noch viel Spielraum nach oben, so etwa bei Regeneron, jenem Hersteller, der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schon 200.000 Dosen des Therapie-Medikaments Regn-Cov2 verkauft hat. Noch warten wir hier auf die Zulassung durch die EU-Zulassungsbehörde EMA.

Nun gibt es weitere Unternehmen, die hier einige Chancen bieten.

Immunic, WKN: A2PHD4

Dazu zählt unter anderen auch das Unternehmen Immunic. Dieses Unternehmen ist im sogenannten Nasdaq-Biotechnology-Index notiert, hat seinen Sitz allerdings in Deutschland. Bei mittelschwer Erkrankten (Corona-Virus-Infizierten) soll der Wirkstoff IMU-838 eingesetzt werden. Der wiederum soll sowohl entzündungshemmend wie auch antiviral wirken.

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Auch helfe der Wirkstoff, heißt es, die Immunabwehr zu reaktivieren. Derzeit wird der Wirkstoff in der Phase 2 den üblichen Studien unterzogen. Noch im ersten Quartal sollen Ergebnisse dazu vorliegen, heißt es. Dann ist – wie bei den Impfstoffen – die Phase 3 angezeigt, in der nicht nur 200 Teilnehmer getestet würde, sondern deutlich mehr.

Aktuell soll der Wirkstoff, wie es heißt, „präklinisch“ schon eine antivirale Wirkung gegen das Virus gezeigt haben. Auch gegenüber anderen Krankheiten, so die Studie, sei bereits eine gute Sicherheit und auch Verträglichkeit nachgewiesen worden.

Der Wirkstoff IMU-838 soll den Angaben zufolge in Zukunft jedoch nicht nur gegen Covid-19 eingesetzt werden, sondern auch schwerwiegendere andere Erkrankungen lindern oder heilen helfen. Dazu zählen HIV, Multiple-Sklerose oder auch Hepatitis C. Für die weitere Forschung im Zusammenhang mit diesem Wirkstoff hatte das Unternehmen Immunic bereits Angebote für die Zeit nach dem Börsengang eingeholt Gut 90 Millionen Euro.

Auf Basis der Datenlage lässt sich bei solchen Produkten niemals von außen beurteilen, ob die vielversprechenden Ansätze oder auch Erwartungen in der weiteren Fortsetzung der Studien nachgewiesen werden können. Zudem lässt sich ebenso wenig vorhersagen, ob in der klinischen Anwendung die Erfolge in einer größeren Masse dann ebenso – ohne nennenswerte Unverträglichkeiten – zu erwarten wären. Dieses Risiko also müssen Investoren bei diesem Wert kennen und einkalkulieren.

Die Börsen aber sind offenbar recht optimistisch. Denn immerhin hat das Unternehmen bereits einen Börsenwert in Höhe von etwa 300 Millionen Euro, auch wenn das Unternehmen absehbar noch keine Gewinne einfahren wird.

Die Aktie hat zudem seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie und den Lockdowns bereits ein nennenswertes Comeback geschafft. Dies wiederum zeigt, dass das Kurspotenzial durchaus interessant sein könnte.

Immunic, WKN: A2PHD4

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Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Sie sehen, dass die Aktie in den vergangenen Wochen unter Druck geraten ist. Dies war eine Korrektur nach einem äußerst scharfen Gewinn. In diesem Sinne kann sich hier auch eine neue Einstiegsgelegenheit ergeben, meinen Beobachter.

Technische Analysen letztlich überzeugt

Dennoch eröffnen sich durchaus interessante Chancen. Denn die mittel- und langfristigen Trends sind bei diesem Wert weiterhin in Ordnung. Die Aktie hat den sogenannten GD100 überwunden. Dies ist der gleitende Durchschnitt für die vergangenen 100 Tage und zeigt die Richtung an, die sich aus den mittelfristigen Entwicklungen herauslesen lässt.

Demnach ist der Abwärtstrend noch nicht erreicht. Dies bestätigt auch ein Blick auf die charttechnische Entwicklung. In Höhe von etwa 13,50 bis 14,00 Euro sind Unterstützungen aufgebaut worden, die dem Wert durchaus helfen können.

Einen Ausbruch wie Anfang Februar 2021 sollte die Aktie nur bei außergewöhnlichen Nachrichten erleben -dann sollten Sie als Investor allerdings höchste Vorsicht an den Tag legen. Hier sind in diesem Stadium keine Nachrichten zu erwarten, die eine derartige Kursexplosion rechtfertigen könnten.

Technische Analysten betonen zudem, dass es gelungen ist, den GD200 bei 13,40 Euro noch weiter zu überwinden. Darin sehen diese Analysten ein Zeichen dafür, dass der langfristige Trend unverändert positiv und damit intakt ist. Die Aktie hat zudem sowohl das langfristige Momentum über 250 Tage zu seinen Gunsten nach oben gedreht wie auch die relative Stärke über 250 Tage im Hausse-Modus belassen.

Diese Zeichen zeigen, dass die Aktie klar im allgemeinen Aufwärtstrend verharrt. Wirtschaftlich jedoch ist der Wert – weil die Medikamente erst entwickelt werden müssen – weiterhin deutlich überbewertet.

Weitere Chance: RedHill Biopharma

Eine weitere Chance in diesem Segment eröffnet sich für das Unternehmen RedHill Biopharma aus Israel. Dieses Unternehmen hat einen Wirkstoff namens Opaganib herausgegeben. Dieser Wirkstoff wiederum soll zum einen entzündungshemmend für die Zellen sein, wenn das Corona-Virus im Körper aufgenommen worden ist.

Zudem soll der Wirkstoff auch die Vermehrung der Viren unterstellen. Dies wäre vermutlich in zweierlei Hinsicht wertvoll. Die Viruslast im Körper wäre – dann wohl deutlich – reduziert. Dies wird den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen und die schweren Erkrankungen im Erfolgsfall reduzieren helfen.

Auch hängt an der Virenlast die Übertragbarkeit. Möglicherweise also ist hier ein Wirkstoff gefunden, der bei der Eindämmung der gesamten Pandemie helfen kann. Dabei ist das Medikament in einer internationalen Phase 2 / Phase-3-Studie. Im zweiten Quartal dieses Jahres sollen die entsprechenden Daten dafür vorliegen.

Die ersten Ergebnisse der Studie sind – vom Unternehmen – als positiv bezeichnet worden. Bestätigt sich dieser Befund nun in den weiteren Studien, wird es in den kommenden Monaten möglicherweise zu einer Notfallzulassung analog zu den Impfstoffen gegen das Corona-Virus kommen. Dann könnte sogar der Kampf gegen Mutationen aus Großbritannien oder Brasilien erfolgreich verlaufen. Die Ergebnisse sollen bereits zeigen, dass der Wirkstoff hier erfolgreich sei, heißt es.

Jetzt wird es spannend. Noch ist nicht klar, ob das Ergebnis sich in den Studien bestätigen wird. Wer sich hier rechtzeitig positioniert, kann jedoch eine interessante Wette gewinnen. Die Kurse werden mit dem Verlauf der kommenden Wochen und dem Nachrichtenflow möglicherweise recht intensiv schwanken.

Deshalb bietet es sich an, hier mit Stop-Loss-Limits oder mit Einstiegslimits für den Fall fallender Notierungen zu arbeiten. Zudem sollten Sie bei einem Kauf die Aktie stets beobachten. Der Nachrichtenflow ist relativ dünn. Dennoch: Die vielversprechenden bisherigen Ergebnisse lassen nach Meinung einiger Beobachter sogar von einer Kursverdopplung träumen. Die WKN:; A1KBQX.

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