MDax: Nemetschek-Aktie im Check – langfristige Renditen für Sie möglich!

Hoffnung für den MDax: Lesen Sie hier, warum die Nemetschek-Aktie langfristig auf dem besten Wege ist.

In Zeiten von Panik und Angst lieferte der Mittwoch für den deutschen Aktienmarkt endlich wieder ein etwas satteres Plus. So verzeichnete der MDax am Mittag ein Plus von 1,57 Prozent auf 25.021 Punkte. Angesichts der schieren Flut an Problemen, mit denen sich die Börse aktuell konfrontiert sieht, war das durchaus ein schönes Lebenszeichen.

Wichtig für Sie als Anleger: Gelöst sind die Probleme allerdings noch lange nicht. Noch immer schwebt das Damoklesschwert einer Rezession über dem Kapitalmarkt – gepaart mit den Ängsten vor einem dauerhaften russischen Gaslieferstopp.

Im Folgenden die größten Gewinner und Verlierer des MDax am Mittwochmittag

Unternehmen Branche Zeitpunkt Veränderung
Delivery Hero Onlinedienste 06.07.2022, 13:00 Uhr +6,00 %
Nemetschek Software 06.07.2022, 13:00 Uhr +4,35 %
Aroundtown Immobilien 06.07.2022, 13:00 Uhr +4,17 %
TeamViewer Software 06.07.2022, 13:00 Uhr +4,10 %
Jungheinrich Maschinenbau 06.07.2022, 13:00 Uhr +3,71 %

Unternehmen Branche Zeitpunkt Veränderung
Fraport Flughäfen 06.07.2022, 13:00 Uhr -3,24 %
Uniper Energieversorgung 06.07.2022, 13:00 Uhr -1,85 %
Gerresheimer Verpackungen 06.07.2022, 13:00 Uhr -1,76 %
Duerr Maschinenbau 06.07.2022, 13:00 Uhr -1,12 %
Freenet Telekommunikation 06.07.2022, 13:00 Uhr -1,11 %

Insgesamt standen zum angegebenen Zeitpunkt 40 der 50 MDax-Werte im Plus. Gerade auch bei Unternehmen, die zuvor deutliche Einschnitte verzeichnet hatten, ging es am Mittwoch bergauf. Darunter der Ticketverkäufer CTS Eventim, der Industriezulieferer Jungheinrich, der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen und nicht zuletzt der Software-Anbieter Nemetschek.

MDax: Nemetschek-Aktie ebnet Baubranche die Zukunft

Heute wollen wir uns einmal eben diesen näher anschauen. Denn Nemetschek ist einer der aussichtsreichsten Konzerne im MDax. Ein Potenzial, das viele wahrscheinlich gar nicht auf dem Schirm haben.

Vereinfacht gesagt: Nemetschek ist daran beteiligt, die Baubranche zu revolutionieren und in die Zukunft zu führen. Das in den 60er Jahren gegründete Unternehmen bietet Softwarelösungen, um Gebäude effizienter zu machen – und das in allen Phasen und Bereichen der Branche.

BIM: MDax-Aktie Nemetschek vernetzt Bauakteure

Das Kernprodukt von Nemetschek ist eine sogenannte Bauwerksdatenmodellierung (BIM). Dabei handelt es sich um eine digitale Plattform, auf der sämtliche an Bauprojekten beteiligten Akteure Zugriff auf alle relevanten Daten erhalten.

Das heißt im Klartext: Über die BIM-Software können zum Beispiel Architekten und Ingenieure vor dem Bau eines Gebäudes dieses digital modellieren – also ein 3D-Modell erstellen. Doch damit nicht genug: Die Plattform kann den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes abbilden. So lassen sich darüber zum Beispiel Daten zum künftigen Strom- oder Wasserverbrauch haargenau prognostizieren.

Allein das ist für die Baubranche sicherlich eine wichtige Erleichterung. Der Clou von BIM liegt allerdings darin, dass eben alle Akteure Zugriff auf die exakt gleichen Daten haben: angefangen bei den Architekten und den Ingenieuren über die Designer, Statiker, Stahlbauer, Immobilienbetreiber bis hin zu den Hausmeistern und Handwerkern.

BIM: mehr Sicherheit und Effizienz – weniger Kosten

Das löst gleich zwei Probleme auf einmal. Erstens: In einem Immobilien- oder Infrastrukturprojekt kommen so viele Daten zusammen, dass einige davon in einem analogen Verfahren oftmals verloren gingen. In der Folge mussten die Akteure umständlich bei den anderen Beteiligten die fehlenden Informationen nachfragen, was Bauprojekte immer wieder extrem verzögert hatte.

Zweitens: Eben diese Verzögerung ist extrem teurer. Über die BIM-Software lassen sich Gebäude unterm Strich somit mit einem wesentlich geringeren finanziellen Risiko planen, bauen und betreiben.

Mega-Wachstum möglich

Kein Wunder also, dass die Baubranche diese digitale Vernetzung in den letzten Jahren immer stärker nachgefragt hat. Und auch für die Zukunft stehen dem Markt gigantische Wachstumszahlen bevor. Nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Brand Essence wird der BIM-Markt bis 2028 jährlich um satte 15,3 Prozent auf 18,73 Milliarden Dollar anwachsen.

Nemetschek jedenfalls dürfte hier einen großen Teil des Kuchens abgekommen. Denn der Konzern aus München ist einer der weltweit führenden Anbieter, wenn es um die Vernetzung der Bauakteure geht. Aber schauen Sie sich einfach die Umsatzentwicklung des Unternehmens an (gerundet):

  • 2013: 186 Mio. Euro
  • 2014: 219 Mio. Euro
  • 2015: 285 Mio. Euro
  • 2016: 337 Mio. Euro
  • 2017: 396 Mio. Euro
  • 2018: 461 Mio. Euro
  • 2019: 557 Mio. Euro
  • 2020: 597 Mio. Euro
  • 2021: 682 Mio. Euro

Auffällig ist nicht nur, dass das Wachstum in den letzten vier Jahren deutlich angezogen hat, sondern auch, dass man während der Corona-Pandemie auf Jahressicht keine Rückgänge hinnehmen musste.

MDax: Nemetschek-Aktie mit beachtlichen Q1-Zahlen

Zuletzt zeigten sich die Münchner ebenfalls stark. So erzielte man allein im ersten Quartal 2022 ein Umsatzplus von 21,3 Prozent auf 192 Millionen Euro. Besonders wichtig: Die Umsätze mit den Subskriptionsverträgen schossen um knapp 60 Prozent auf 45,2 Millionen Euro nach oben. Dabei handelt es sich um ein Angebot ähnlich dem Abo-Modell, bei dem Kunden gegen eine regelmäßige Gebühr einen umfassenden Software-Service erhalten. Subskriptionsverträge jedenfalls sorgen bei Nemetschek für Planungssicherheit.

Auch positiv: Das operative Ergebnis EBITDA legte in Q1 um fast 41 Prozent auf 69,8 Millionen Euro zu. Die EBITDA-Marge lag somit bei lukrativen 36,3 Prozent (+5,0 Prozentpunkte).

Für das Restjahr zeigte sich Nemetschek übrigens zuversichtlich. So will man die Umsätze in einer Bandbreite von 12 bis 14 Prozent erhöhen. Lediglich bei der EBITDA-Marge könnte es im Vergleich zu Q1 einen Rückgang auf 32 bis 33 Prozent geben.

Achtung Risiko: das Schreckgespenst Rezession

Wichtig für Sie: Nemetschek ist von der Baubranche abhängig und die wiederum hängt an der Konjunktur. So mussten die Münchner die gesamte Prognose unter Vorbehalt stellen. Denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung infolge des Ukraine-Kriegs steht auf der Kippe. Sollte es tatsächlich zu einer Rezession kommen, könnte das die Nachfrage vonseiten der Baubranche empfindlich belasten.

Diese Ängste sind der Grund, warum die Nemetschek-Aktie in den letzten Monaten schwer unter Druck geriet. Seit Jahresbeginn verlor das Papier unterm Strich rund 42 Prozent an Wert – trotz einiger Ausbruchsversuche.

Das Risiko rund um die Aktie ist also nicht zu vernachlässigen. Das sollten Sie unbedingt im Hinterkopf behalten. Achten Sie jetzt vor allem auf den 28. Juli. An diesem Tag will Nemetschek nämlich seine Halbjahresbilanz vorstellen. Diese könnte einen Vorgeschmack liefern, wie der Konzern die aktuellen Krisen verkraftet.

MDax: langfristiges Potenzial für Nemetschek-Aktie

Langfristig aber steht Nemetschek eine rosige Zukunft bevor. Die digitale Vernetzung der Baubranche hat begonnen und lässt sich wohl nicht mehr aufhalten. Als führender Anbieter im BIM-Sektor ist der MDax-Konzern hervorragend aufgestellt, um daran kräftig zu verdienen.

Das sehen übrigens auch die meisten Analysten so. Laut Marketscreener liegt das durchschnittliche Kursziel der Experten für die Nemetschek-Aktie bei 88,47 Euro. Das wäre ein Plus von 46 Prozent im Vergleich zum Kursniveau von Mittwochmittag und eine Rückkehr zu alter Stärke.

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