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MDAX – Lanxess-, K+S- und Sixt-Aktie: Das sind doch mal Kursziele!

Die Aktie von Lanxess beschloss den Mai mit einem Kurssprung, was einem Milliardendeal geschuldet war. Auch bei den MDAX-Werten K+S und Sixt geht es voran.

Leicht geschwächt beendete der MDAX den Monat Mai. Der zweitwichtigste deutsche Aktienindex nach dem DAX verlor 0,6 Prozent, blieb dabei jedoch hauchzart über der Grenze von 30.000 Punkten. Ein Wert allerdings stach am letzten Tag des Monats heraus: Die Aktie von Lanxess, Spezialchemiekonzern mit Sitz in Köln, war am späten Dienstag zweistellig nach oben geschossen, was einer aktuellen Nachricht geschuldet war. Da konnten K+S und Sixt bei weitem nicht mithalten, allerdings reichte es auch so für Platz zwei und drei im Index.

Lanxess kooperiert mit Investor Advent

Der Grund für den Sprung der Lanxess-Aktie: Der MDAX-Konzern und Advent International („Advent“), einer der größten Private-Equity-Investoren weltweit, gründen ein Gemeinschaftsunternehmen für technische Hochleistungs-Polymere. Beide Unternehmen haben am Dienstag einen Vertrag zur Übernahme des DSM Engineering-Materials-Geschäfts (DEM) vom niederländischen Konzern Royal DSM unterzeichnet, das in das neue Gemeinschaftsunternehmen eingebracht werden soll. Der Kaufpreis beträgt rund 3,7 Milliarden Euro und wird laut Lanxess durch das Joint Venture via Eigenkapital von Advent und Schulden finanziert.

Das Geschäft steht laut Mitteilung für einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von etwa 20 Prozent. DEM sei einer der weltweit führenden Anbieter von High-Performance-Spezialmaterialien, die in den Bereichen Elektronik, Elektrik und Konsumgüter eingesetzt werden, heißt es. Darüber hinaus bringt Lanxess seinen Geschäftsbereich High Performance Materials (HPM) in das Gemeinschaftsunternehmen ein. HPM sei „einer der führenden Anbieter von Hochleistungs-Polymeren, die insbesondere in der Automobilindustrie eingesetzt werden“.

Lanxess kündigt Aktienrückkauf-Programm an

„Mit diesem Schritt schärft LANXESS sein Geschäftsportfolio weiter, das nach Abschluss der Transaktion aus drei Spezialchemie-Segmenten besteht“, so die Mitteilung. Den Erlös aus der Transaktion will das Unternehmen zur Entschuldung einsetzen und damit seine Bilanz stärken. Darüber hinaus plant der Konzern ein Aktienrückkauf-Programm in Höhe von bis zu 300 Millionen Euro, was dem Aktienkurs noch einmal gut getan haben dürfte. Von zuvor 39,01 Euro ging es bis Xetra-Handelsschluss auf 43,37 Euro nach oben – ein Plus von mehr als elf Prozent. Am Mittwoch verbesserten sich die Papiere von Lanxess weiter, notierten am Vormittag bei etwas mehr als 44 Euro.

Ganz so groß war der Aufschlag von Sixt nicht. Die Papiere des Autovermieters zogen von 122,20 Euro noch am Montag zum Xetra-Handelsschluss am Dienstagabend auf bis zu 126,40 Euro an. Vor einer Woche noch war die Sixt-Aktie bis auf 112,50 Euro zurückgefallen. Das Plus seitdem beträgt somit merh als zwölf Prozent. Die gute Performance im etwas schwächelnden Marktumfeld dürfte einer Kaufempfehlung geschuldet gewesen sein.

Sixt-Kursziele bis 177 Euro

Hauck Aufhäuser Investment Banking hatte die Einstufung für die Stammaktien von Sixt am Dienstag auf „Buy“ mit einem Kursziel von 170 Euro belassen. Für den Sommer deute sich eine starke Reisesaison an und der Autovermieter dürfte deutlich von der Nachfrageerholung profitieren, schrieb Analystin Nicole Winkler laut Medienberichten. Trotz aktueller Lieferengpässe dürfte der Konzern in der Lage sein, für die wichtige Saison ein erstklassiges Angebot zusammenzustellen, hieß es. Überhaupt sind die Analysten bei Sixt St. zuversichtlich:

  • Deutsche Bank sieht die Aktie ebenfalls bei 170,00 Euro, 34 Prozent über dem Stand
  • Warburg Research erwartet 177,00 Euro, ein Kurspotenzial von 40 Prozent
  • die Berenberg Bank glaubt an 176,00 Euro, ein Plus von 39 Prozent

K+S profitiert von Düngemittel-Knappheit

K+S schließlich hatte sich am Dienstag von einem Kursstand bei 25,33 Euro noch am Montag auf zwischenzeitlich 26,80 Euro nach vorne gearbeitet – ein Plus von annähernd sechs Prozent. Auch hier hatte wohl eine aktuelle Einschätzung für Belebung gesorgt: Es war Michael Schäfer von Oddo BHF, der laut der Anlegerseite Der Aktionär ein Kursziel von 35 Euro für K+S aufrief. Nach starker Korrektur in den vergangenen Wochen sehe der Experte beim MDAX-Konzern „wieder fast ein Drittel Potenzial“.

Wie Schäfer in seiner Studie schrieb, dürfte sich an der anhaltenden Knappheit bei Düngemitteln, die seit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine als starker Kurstreiber für K+S gilt, so schnell nichts ändern, so der Bericht. Er werde deshalb „noch optimistischer für das Jahr 2023“. Darüber hinaus äußerte sich demnach auch der UBS-Experte Andrew Stott positiv zum Agrarmarktumfeld, das demnach bis ins Jahr 2023 hinein stark bleiben könnte – „mit Düngerherstellern als Profiteure“.

MDAX-Konzern Lanxess im Fokus der Analysten

Im Mittelpunkt allerdings standen zum Ende des Monats die Papiere von Lanxess. Mehrere Häuser meldeten sich nach Bekanntgabe des Advent-Deals – fast ausnahmslos positiv. Das Analysehaus Jefferies etwa hat die Einstufung für Lanxess auf „Buy“ belassen. Grund der Studie sei die angekündigte Gründung des Gemeinschaftsunternehmens für Hochleistungs-Kunststoffe. Finanziell bedeute dies „einen deutlichen Schuldenabbau für Lanxess“, schrieb Analyst Chris Counihan laut finanzen.net in einer ersten Reaktion. Das Kursziel für die Lanxess-Aktie setzte er auf 48,50 Euro.

Noch weitaus mehr erwartet die US-Bank JPMorgan: Sie hat Lanxess am Dienstag bei einem Kursziel von 62,50 Euro belassen, jedoch auch die Einstufung mit „Neutral“. Das überrascht, sieht die US-Bank doch ein weiteres Kurspotenzial von mehr als 40 Prozent. Mit der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens mit dem Finanzinvestor Advent zur Übernahme des Hochleistungs-Kunststoffe-Geschäfts von Konkurrent DSM treibe der Chemiekonzern seine Portfolio-Optimierung weiter voran, schrieb Analyst Chetan Udeshi in seiner Studie.

Nur Goldman Sachs ist derzeit etwas vorsichtiger. So stellen sich die weiteren Kursziele für Lanxess aktuell dar:

Kursziel Kurspotenzial
Goldman Sachs Group 45,00 Euro 1,6 %
Deutsche Bank 65,00 Euro 46 %
Baader Bank 60,00 Euro 35 %
Warburg Research 64,00 Euro 44 %

Quelle: finanzen.net

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Lanxess
DE0005470405
30,88 EUR
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