Landwirtschaft – Sachwert-Fonds für Krisenzeiten

Liebe Leser,

wir leben zweifelsohne in Krisenzeiten. Die Verschuldung steigt weltweit so hoch wie nie zuvor. Immer wieder sind Analysten der Meinung, wir würden vor einem Zusammenbruch des Geldsystems stehen. Die Meinung ist zwar extrem, aber zumindest kann die Schuldenwirtschaft in eine mächtige Inflationierung übergehen.

Sie sollten Sie gegen diese Entwicklung schützen, lesen Sie hier bereits zum wiederholten Male. Neben Gold-ETCs oder anderen Rohstoff-Investitionen für den Produktionsbereich können Sie allerdings auch in unsere Grundwirtschaft investieren: Die Landwirtschaft. Einen entsprechenden ETF sehen Sie heute.

Gewinne starten durch

Der derzeit bekannteste Wert im Landwirtschaftsbereich ist wahrscheinlich der US-Koloss John Deere. Das Unternehmen hat inzwischen mit seinen Traktoren und Mähdreschern nicht nur die Ackerbörsen überrollt, sondern auch die Börsen begeistert. Seit Wochen jagt der Kurs von einem unvorstellbaren Aktienhoch zum nächsten.

Die Aktie könnte schon bald zu teuer geworden sein. Dies hält zahlreiche private Investoren davon ab, jetzt noch zu investieren. Die Idee, in die Agrarwirtschaft zu investieren, bleibt indes richtig. Dies sehen Sie am ETF auf einen Index, der sich „Agribusiness“ nennt. Darin versammelt sind 70 Unternehmen, die in diesem Geschäftsbereich Geld verdienen.

iShares Agribusiness ETF, WKN A1JKQK, starke Entwicklung

Quelle: www.onvista.de,eigene Bearbeitung

Der Fonds auf den Index hat binnen der vergangenen drei Monate immerhin gleich 20,5 % zugelegt. In einem Jahr gewann der Index 62,5 %. Die Kurse haben sich selbstverständlich nach dem Corona-Schock im März 2020 erst massiv nach oben bewegt. Dennoch ist das Loch, das entstanden ist, hier nicht so groß wie bei vielen anderen Aktien-Sektoren.

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Die Kurse wurden auch und besonders hier von John Deere oder Deere & Co. getragen. Der Konzern hat durch die immensen Kursgewinne inzwischen einen Anteil in Höhe von 12 % am Index eingenommen. Damit ist die Aktie das am stärksten gewichtete Unternehmen in diesemBarometer.

8 % Corteva

Dabei hat das Unternehmen Corteva aus den USA fast gleich dahinter mit 8 % gleichfalls einen hohen Anteil. Sehr starke Einzelanteile sehen wir auch bei Archer Daniels Mid mit einem Anteil von 7,5 % und für Nutrien mit 7,3 %.

Nutrien kommt aus Kanada und ist ein Kaliumdüngehersteller – und damit im Geschäftsbereich deutlich von John Deere entfernt. Kaliumdüngemittel sind sozusagen die Software, während John Deere mit Landmaschinen die Hardware betreibt.

Weitere Unternehmen aus dem Index und aus dem ETF:

6,16 % nimmt Kubota Co. ein – dies ist ein Unternehmen aus Japan.

4,72 % gehen an Tyson Foods und damit schon wieder in die USA.

Aus den Niederlanden kommt das Unternehmen CNH Industrial mit einem Anteil in Höhe von 3,5 %.

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3,13 % nimmt der nächste US-Konzern für sich ein: FMC Corporation.

Hormel Foods – gleichfalls aus den USA – kommt auf einen Anteil in Höhe von 3,1 %.

Schließlich gehen 2,8 % nach Großbritannien an das Unternehmen von Associated British Foods.

Insgesamt sind 52,4 % des Fonds in den USA investiert. 10,4 % flossen nach Japan, während 8,1 % nach Kanada gegangen sind und 6,9 % nach Großbritannien. Die Branchen, die abgebildet werden:

  • Konsumgüter mit 44,8 %
  • Rohstoffe mit 29,8 %
  • Die Industrie mit 24,2 %

Weitere Daten zum ETF

Der ETF ist dabei vergleichsweise günstig. Sie können ihn in Deutschland im Wesentlichen an allen bedeutenden Börsenplätzen handeln, oft ist der Handel groß genug, um recht schnell zu kaufen oder zu verkaufen.

Dabei sind die laufenden Kosten (TER = Gesamtkostenquote p.a.) mit 0,55 % moderat, wenn Sie in Rechnung stellen, dass es hier um einen weltweit investieren Spezialfonds geht. Das Fondsvolumen beläuft sich auf 165 Millionen Euro.

Dies ist bedeutend, um zu vermeiden oder auszuschließen, dass einzelne Investoren durch größere Orders den ETF unter Druck setzen können. Da alle Aktien im ETF gehalten werden müssen, würde die Rückgabe größerer Anteile des ETFs an die Fondsgesellschaft sonst dazu führen, dass bedeutende Aktienpositionen abgegeben werden.

Der ETF bildet den Index zudem vollständig nach. Das heißt, es werden hier zumindest nach den derzeitigen Bedingungen keine Derivate eingesetzt, die typischerweise der Renditeoptimierung gelten.

Die Dividenden werden thesauriert, also nicht ausgeschüttet. Dies hat den Vorteil, dass Sie sich als Investor um die Wiederanlage relativ kleiner Beträge nicht (kostenintensiv) kümmern müssen. Die Fondsgesellschaft selbst erklärt zum ETF:

„Der Index misst die Wertentwicklung von einigen der größten börsengehandelten Unternehmen aus der ganzen Welt mit Geschäftstätigkeit im Bereich Landwirtschaft. Der Index enthält nur Unternehmen, die laut Branchenklassifizierungsstandard GICS (Global Industry Classification Standard) in die Bereiche Agrarprodukte, Ackerbau und Landmaschinen, Düngemittel und Agrarchemikalien sowie abgepackte Lebensmittel und abgepacktes Fleisch einzuordnen sind, und er setzt sich aus Indexwerten des S&P Global Broad Market Index zusammen. Damit diese Unternehmen für die Aufnahme in den Index in Betracht gezogen werden, müssen ihre Aktien an einem entwickelten Markt notiert sein und sie müssen Mindestanforderungen an die Marktkapitalisierung und Liquidität erfüllen.

neUnternehmen sind im Index nach der Marktkapitalisierung auf Free-Float-Basis gewichtet enthalten. Freefloat-Basis bedeutet, dass bei der Berechnung des Index nur Aktien herangezogen werden, die Anlegern zur Verfügung stehen, und nicht sämtliche ausgegebenen Aktien eines Unternehmens. Nicht darin enthalten sind Aktien, die von Kontrollgruppen, anderen börsengehandelten Unternehmen oder staatlichen Stellen gehalten werden, die Mehrheitsaktionäre sind oder dem Unternehmen nahe stehen. Die Marktkapitalisierung ist der Aktienkurs eines Unternehmens, multipliziert mit der Anzahl der ausgegebenen Anteile. Liquide Aktien bedeutet, dass sie sich bei normalen Marktverhältnissen leicht erwerben und veräußern lassen. Für die maximale Gewichtung jedes Unternehmens im Index gilt bei jeder Neugewichtung eine Obergrenze von 10 %. Aus diesem Grund kann die Gewichtung eines Unternehmens zwischen zwei Neugewichtungen des Indexes die Obergrenze von 10 % des Indexes übersteigen.

Fazit

Als Beimischung in einem Fondsdepot kann sich der Fonds aktuell in den Krisenzeiten, die sich in den kommenden Wochen und Monaten wegen der Verschuldung noch verschärfen werden, bewähren. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass Sie mit einem Depot, das sich hauptsächlich in diesem Bereich engagiert, das Risiko wiederum zu hoch einstellen würden.

Es wird in den kommenden Jahren eine sogenannte Branchenrotation geben, wenn die Konjunktur auch auf breiter Basis wieder stark Fahrt aufnimmt. Spätestens dann wird der Bereich der Landwirtschaft unterdurchschnittlich performen. Deshalb ist es gerade langfristig wichtig, auch in breitere Märkte – etwa Standardindizes wie den Dax und / oder den Dow Jones – zu investieren.

Mit freundlichen Grüßen,

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