Kryptos: So machen es institutionelle Anleger!

Letzte Woche schrieb ich an dieser Stelle, dass mit dem „Krypto Crash, Teil 2“ die Korrektur des Krypto-Marktes wohl weitestgehend abgeschlossen sein dürfte. Ein letztes Tief, im Bitcoin (BTC) beispielsweise leicht unterhalb von 28.000 US-Dollar, wäre zwar noch möglich. Spätestens ab dann sollte es jedoch wieder aufwärts gehen. Was ist seitdem passiert?

Nun, am vergangenen Wochenende zeigten sich die Kryptowährungen in der Tat noch einmal schwach. So war der Bitcoin (BTC) am vergangenen Samstag drauf und dran erneut unter die 30.000 US-Dollar Marke zu fallen. Letztlich tat er es jedoch nicht mehr, sondern stabilisierte sich an dieser runden Marke. Ab Sonntag ging es dann sukzessive immer weiter nach oben.

So lag der Bitcoin (BTC), als „Mutter aller Kryptowährungen“, gestern im Tageshoch schon wieder über 36.500 US-Dollar. Heute sehen wir nun Gewinnmitnahmen, die ihn unter die runde 35.000 US-Dollar Marke gedrückt haben. Solche Rücksetzer wird es in naher Zukunft nach steigenden Kursen immer wieder geben. Denn leider haben sich zu viele neue Krypto-Anleger in den letzten Wochen die Finger verbrannt.

Diese werden daher weiterhin jede Kursrally an den Krypto-Märkten dazu nutzen ihre Positionen zu reduzieren oder gar liquidieren. Frei nach dem Motto: „Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!“. Obwohl jeder Anleger wissen sollte, dass man besser günstig kauft und teuer verkauft, machen diese Anleger somit – aus Angst! – das genaue Gegenteil. Manch einer, der sich schon auf dem Weg zum Krypto-Millionär sah, wird so auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. That’s life!

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Das „Smart Money“ handelt anders…

In erster Linie dürfte es sich bei diesen Angst-Verkäufern natürlich um private Kleinanleger handeln. Denn das „Smart Money“, zu dem man auch institutionelle Anleger zählt, handelt anders. So wurde vor wenigen Wochen eine Studie der Blockchain-Analysten von Glassnode veröffentlicht, die genau das gezeigt hat. So haben große Krypto-Halter („Hodler“) insbesondere zwischen Januar und April 2021 in steigende Kurse hinein ihre Positionen reduziert.

Das war sicherlich auch nicht in jedem Einzelfall eine gute Entscheidung. Schließlich stieg der Bitcoin (BTC) noch bis zum 14. April 2021 (Tag des Coinbase IPO) und Ether(eum) (ETH) sogar bis zum 12. Mai 2021 auf neue Allzeithochs. Aber das ist solchen Großinvestoren im Zweifel egal. Sie sind lieber etwas zu früh, aber dafür mit Gewinnen, aus einem Investment als solche Marktturbulenzen wie wir sie zuletzt bei den Kryptos gesehen haben, mitmachen zu müssen.

Während viele Kleinanleger shorten, greifen institutionelle Anleger nun zu

Doch das war nicht das komplette Ergebnis der Studie aus dem Hause Glassnode. Vielmehr fanden die Blockchain-Analysten heraus, dass seit dem Kurssturz große Bitcoin-Investoren wieder zukaufen. Während es also zwischen Januar und April 2021 noch eine Distribution von Kryptos, weg von den „Big Boys“ und hin zu den privaten Kleinanlegern, zu beobachten gab, sieht man nun das Gegenteil.

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Während also viele private Kleinanleger Verluste realisieren oder sogar versuchen diese durch aggressive Shortpositionen zu reduzieren, halten die „Big Boys“ die Hände auf. So wurden zuletzt allein zwischen 20.000 und 25.000 Bitcoins von privaten Kleinanlegern an diese „Big Boys“ verkauft. Auch wenn ich das Handeln der privaten Kleinanleger nicht nachvollziehen kann, ist das prinzipiell ein sehr gutes Zeichen.

Denn erstens ist lange bekannt, dass verstärkt institutionelle Anleger in die Krypto-Märkte wollen, ja hineindrängen. Diese haben sich lange Zeit gelassen, sind sich nun aber sehr sicher. Nur wollten sie natürlich Bitcoin (BTC) und Co. nicht auf oder am Allzeithoch kaufen. Die heftige Korrektur bietet diesen Profis daher nun eine ausgezeichnete Gelegenheit ihre Pläne endlich in die Tat umzusetzen.

Zweitens weiß man von institutionellen Anlegern, dass diese – wenn sie sich erst einmal eingekauft haben – so schnell nicht wieder aussteigen. Das würden sie nur dann tun, wenn sich bei einem Krypto-Projekt etwas grundsätzlich verschlechtern würde. Bei den meisten Krypto-Projekten war das zuletzt nicht der Fall, eher im Gegenteil.

Folgen Sie den institutionellen Anlegern!

So arbeiten viele Teams sehr hart und diszipliniert an der Weiterentwicklung ihrer Projekte. Der Unterschied ist quasi nur die Wahrnehmung der Anleger. Haben diese sich bis April/Mai nur auf die Chancen eines Projekts konzentriert, sehen sie inzwischen fast nur noch die Risiken. Die Wahrheit aber dürfte, wie fast immer, in der Mitte liegen.

Daher würde ich Ihnen unbedingt davon abraten derzeit dem „dummen Geld“ zu folgen und in steigende Kurse hinein noch Krypto-Bestände zu reduzieren. Noch dümmer dürfte es sein jetzt – nach dem Kurssturz! – Kryptos zu shorten. Lassen Sie solche Spielchen daher besser sein. Stattdessen sollten Sie den institutionellen Anlegern folgen und tendenziell an schwachen Tagen kaufen.

Wenn Sie mich nun fragen was, dann bleibt die Antwort jedoch die gleiche wie zuletzt: In erster Linie natürlich „Bluechips“ wie Bitcoin (BTC), Ether(eum) (ETH), Polkadot (DOT) oder sogar Cardano (ADA). Aber auch in der zweiten und dritten Reihe gibt es natürlich Möglichkeiten, ob nun Solana (SOL), Polygon (MATIC), NEO, Ontology (ONT) oder VeChain (VET). Wobei diese „Kaufliste“ keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

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