Kryptos: Ohne Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) geht es nicht!

Viele Anzeichen deuten auf eine weitere Bitcoin-Kursrallye im Winter hin. Doch welche Kursziele sind realistisch?

Letzte Woche stellte ich an dieser Stelle den Fahrplan für den Bitcoin (BTC) – und damit die „Mutter aller Kryptowährungen“ – von Twitter-User „PlanB“ vor. Dessen Stock-to-Flow (auch: Stock2Flow) Modell sah für August einen Bitcoin-Kurs von 47.000 und für September einen Bitcoin-Kurs von 43.000 US-Dollar vor und lag damit ziemlich gut.

Getreu dieses Fahrplans erwartet er nun für Oktober 63.000 US-Dollar, für November 98.000 US-Dollar sowie für Dezember sogar 135.000 US-Dollar. Ich halte insbesondere die 135.000 US-Dollar bis Jahresende für sehr ambitioniert, wenngleich bei Kryptowährungen nichts unmöglich erscheint. Vor einer Woche lag der Kurs des Bitcoin übrigens noch bei 54.000 US-Dollar.

Inzwischen sind es etwa +10% mehr, der aktuelle Kurs liegt oberhalb von 59.000 US-Dollar. Bis zum für Oktober genannten „Kursziel“ von 63.000 US-Dollar ist es somit gar nicht mehr weit. Doch was könnte der Trigger dafür sein, dass auch die 98.000 US-Dollar im November sowie 135.000 US-Dollar im Dezember erreicht werden könnten? Nun, seit heute Nacht wissen wir es!

Um dies jedoch erläutern zu können, muss ich etwas weiter ausholen…

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Krypto-Bullen warten seit Jahren auf einen ETF…

Denn ein großer Trigger für viele Krypto-Bullen ist schon seit Jahren die Zulassung eines Bitcoin ETF. Zwar gibt es weltweit bereits solche Konstrukte. Aber bis dato noch nicht auf dem größten Kapitalmarkt der Welt, den Vereinigten Staaten von Amerika. Dort weigerte sich die zuständige Regulierungsbehörde Securities and Exchange Commission (kurz: SEC) bisher standhaft, einen solche zu genehmigen.

Erst kürzlich äußerte sich der noch recht neue SEC-Chef Gary Gensler noch einmal zu diesem Thema. Seiner Ansicht nach hatte seine Behörde in der Vergangenheit richtig gehandelt, als diese einen solchen ETF immer wieder abgelehnt habe. Auch weiterhin sehe er die Zulassung eines Bitcoin oder Krypto ETF daher nicht. Allerdings deutete er ebenfalls an, was er als SEC-Chef sich vorstellen könnte.

Denn das Problem bei einem Bitcoin ETF sei, dass die Krypto-Börsen à la Binance, Coinbase oder Kraken – anders als die Wall Street – noch gar nicht oder zumindest nicht ausreichend reguliert seien. Dies sehe aber bei der Chicago Mercantile Exchange (CME) und damit den offiziellen Bitcoin Futures anders aus. Daher hätte die SEC mit einem Bitcoin Future ETF kein Problem.

Mit diesen Aussagen gab Gary Gensler den ETF-Anbietern quasi die Steilvorlage, welche diese natürlich umgehend aufgriffen. So wurden schon kurze Zeit nach diesem Interview die ersten Anträge auf Zulassung eines Bitcoin Future ETF bei der SEC eingereicht. Heute Nacht, um kurz nach vier Uhr deutscher Zeit, lief dann tatsächlich die Meldung über die Ticker, dass die SEC wohl den ersten Bitcoin Future ETF genehmigt habe.

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Konkret soll dieser schon nächste Woche in den USA an den Start gehen. Zwar ist dies immer noch nicht der lang ersehnte Bitcoin ETF, aber besonders groß sind die Unterschiede zwischen einem Bitcoin Future ETF und einem Bitcoin ETF nicht. Kein Wunder also, dass diese Nachricht an den Krypto-Märkten gefeiert wurde. Die Frage ist trotzdem wie nachhaltig die Kursgewinne aufgrund der Zulassung dieses ETFs am Ende sein werden.

Bitcoin-Netzwerk hat die Probleme überwunden

Ich vermute, dass es kurzfristig durchaus nochmal zu kleinen Rücksetzern kommen könnte. Aber ich betone nochmal: kleinen Rücksetzern. Grundsätzlich nämlich halte ich die Kursgewinne für fundamental gerechtfertigt und damit nachhaltig. Folglich dürfte „PlanB“ auch im Oktober durchaus richtig liegen, ein Kursziel von 63.000 US-Dollar ist inzwischen sogar eher konservativ.

Entscheidend wird jedoch anschließend sein, dass der Bitcoin auch neue Allzeithochs generieren kann. Zur Erinnerung: Das bisherige Allzeithoch von rund 65.000 US-Dollar wurde beim Bitcoin am 14. April, dem Tag des Coinbase-IPOs, erzielt. Besonders im Mai ging es dann aufgrund wirrer Äußerungen von Tesla-Chef Elon Musk auf Twitter sowie dem Mining-Crackdown in China deutlich abwärts.

Aus fundamentaler Sicht war allerdings der Mining-Crackdown in China deutlich schlimmer als Elon Musks Twitter-Gewitter. Denn in dessen Folge sank die Hashrate, die ein Indikator für die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks ist, um mehr als 50%. Die gute Nachricht jedoch: Inzwischen hat sie sich bereits wieder nahezu vollständig erholt und wirklich unsicher war das Bitcoin-Netzwerk nie!

Bitcoin und Ethereum geben den Takt vor!

Stellen sich die Kursgewinne im Bitcoin und Ethereum zuletzt, wie ich erwarte, als nachhaltig dar, können wir uns freuen. Denn schon zuletzt sahen wir Kurssprünge in einigen Altcoins. Der gesamte Krypto-Markt wird aber nur bullish weiter durchstarten können, wenn die beiden „Bluechips“ mitziehen. Dies scheint nun langsam sicher zu sein.

Mit anderen Worten: Ob der Bitcoin im November auf 98.000 und im Dezember auf 135.000 US-Dollar steigt, weiß ich nicht. Ich halte die 135.000 US-Dollar bis Jahresende unverändert für ambitioniert. Aber Kursgewinne in Richtung des bisherigen Allzeithochs sind schon recht kurzfristig, in den nächsten zwei bis drei Wochen, denkbar.

Geht es dann über 65.000 US-Dollar auf neue Allzeithochs, liegt das nächste Kursziel bei 78.000 bis 80.000 US-Dollar. Oberhalb von 80.000 US-Dollar sind dann sogar 100.000 US-Dollar möglich. Ethereum dürfte über 4.000 in Richtung seines Allzeithochs bei über 4.400 US-Dollar steigen. Oberhalb von 4.400 US-Dollar winken dann 5.000 sowie anschließend 5.400 bis 5.500 US-Dollar. Letztlich rechne ich hier aber sogar mit Kurszielen von bis zu 6.500 US-Dollar bis Jahresende.

Die letzte Woche an dieser Stelle angesagte Megarally von Bitcoin und Co. scheint also tatsächlich anzulaufen. Wenn dem so ist, sind Sie als Leser dieses Newsletters mal wieder von Anfang an dabei. In diesem Sinne hoffe ich, dass Sie mit meiner Arbeit zufrieden sind, und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Wenn Sie für dieses noch eine Lektüre suchen, hätte ich eine Idee: „Kryptotrading“ von Sascha Huber.

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