Kryptos: Geht es jetzt Binance an den Kragen?

Bevor ich zum heutigen Hauptthema, nämlich der weltgrößten Krypto-Börse Binance und deren aktuellen Schwierigkeiten, komme, möchte ich noch kurz einen Blick auf den Bitcoin (BTC) – als „Mutter aller Kryptowährungen“ – werfen. Denn hier gibt es eine recht interessante charttechnische Konstellation. Zwar befindet sich der Bitcoin immer noch in seiner Trading-Range zwischen 30.000 und 42.000 US-Dollar, aber…

Die sogenannten Bollinger-Bänder, benannt nach ihrem „Erfinder“ John Bollinger, haben sich zuletzt so verengt, dass sie weniger als 15% auseinander liegen. Ein kurzer Exkurs zu diesen Bollinger-Bändern: Diese wurden nach ihrem „Erfinder“, John Bollinger, benannt, verlaufen oberhalb und unterhalb des aktuellen Kurses und sind definiert als zwei Standardabweichungen des Simple Moving Average (SMA) des Underlyings, in diesem Fall also des Bitcoins.

Das letzte Mal zeigten sich diese Bollinger-Bänder so verengt im Dezember 2020 sowie im April 2021. Kurze Zeit später folgte jeweils eine starke Kursbewegung, wie sie die Bollinger-Bänder auch voraussagen. So kam es um den Jahreswechsel herum zu einer starken Kursrally und im Mai schließlich zum „Musk Crash“. Grundsätzlich sollen sich stark verengende Bollinger-Bänder auch nur eine starke Kursbewegung voraussagen können, nicht jedoch deren Richtung (bullish vs. bearish).

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Dennoch gehen Marktanalysten davon aus, dass sie aktuell wohl eher eine stark bullishe Kursbewegung ankündigen sollten. Denn nach dem „Musk Crash“ hat sich der gesamte Krypto-Markt zuletzt wieder beruhigt. Dies führte zu einer entsprechenden Stabilisierung und ausgehend von diesem Boden sollte es nun bald wieder weiter aufwärts gehen. Warten wir es mal ab!

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Binance unter Druck!

Womit ich beim heutigen Hauptthema, der weltgrößten Krypto-Börse Binance, angelangt bin. Diese nämlich geriet zuletzt verstärkt unter Druck. So gab die britische Finanzaufsicht FCA vor wenigen Wochen bekannt, dass Binance über keine Lizenzen für sein Angebot im Vereinigten Königreich verfüge und forderte das Unternehmen daher auf alle Aktivitäten, insbesondere die Marketing-Aktivitäten, im Vereinigten Königreich umgehend einzustellen.

Kurze Zeit später gab dann die Finanzaufsicht der Cayman Islands bekannt, dass Binance über keinerlei Berechtigungen verfüge, um ausgehend von den Cayman Islands den Handel mit Kryptowährungen anzubieten. Zuletzt folgte dann auch noch Kanada, wobei man dort sogar entsprechende Handelsverbote erließ. Bereits zuvor war Binance mit der japanischen Finanzaufsicht, der Finanzaufsicht von Malta sowie zu Jahresbeginn sogar mit der BaFin aneinandergeraten.

Das Problem von Binance ist, dass man seinerzeit – im Jahr 2017 – ähnlich überhastet aus China fliehen musste, wie das zuletzt bei den Bitcoin-Minern der Fall war. In der Folge hat man es daher versäumt sich so aufzustellen, dass man die hohen Anforderungen der entsprechenden Regulierungsbehörden genügt. Aus diesem Grund hatte dann kürzlich auch die britische Barclays Bank angekündigt keine Zahlungen an Binance mehr durchzuführen.

Binance aktuell wohl von SEPA abgeschnitten, aber…

Weiter gab Binance inzwischen bekannt, dass man vorübergehend keine Einzahlungen von Euro per Banktransfer mehr annehmen könne. Als Grund wurden hier Wartungsarbeiten genannt; es soll sich auch nur um ein vorübergehendes Problem handeln. Nachdem aber zuvor bekannt wurde, dass neben Barclays auch weitere britische Banken keine Zahlungen an Binance mehr auszuführen möchte, würde ich nicht unbedingt davon ausgehen, dass dies so richtig ist.

Vielmehr scheint es so, als habe man versucht die weltgrößte Krypto-Börse vom SEPA-System abzuschneiden, was erst einmal auch gelungen scheint. Binance reagierte jedoch umgehend und hat die Gebühren für Einzahlungen per Kreditkarte auf Null gesenkt sowie mit Jonathan Farnell einen neuen Direktor für Compiance(fragen) eingestellt. Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Risiken bei Nutzung der Krypto-Börse somit zuletzt gestiegen sind.

Was aber sollte man nun als Anleger tun? Nun, grundsätzlich ist Panik immer ein schlechter Ratgeber und hierfür gibt es auch keinen Grund. Allerdings gilt seit je her, dass man Coins/Tokens, in die man längerfristig investiert hat, generell nicht auf einer Krypto-Börse liegen lassen sollte. Das gilt auch weiterhin, aktuell bei Binance umso mehr. Noch aber sehe ich keinen Binance-Crash auf uns zukommen. Zumal ja auch der Binance Coin (BNB) – als guter Indikator – nicht auf Tauchstation gegangen ist.

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