Kryptos: Die Ruhe vor dem Sturm!

Vor fast einem Monat, im Newsletter vom 17. Juni, fragte ich schon einmal: „Bitcoin (BTC) und Co.: Ist das die Ruhe vor dem (nächsten) Sturm?“ Seinerzeit schrieb ich, dass die Beruhigung an den Krypto-Märkten gut, aber auch erforderlich gewesen ist. Zugleich legte ich jedoch den Finger in die Wunde und warnte vor erneuter Euphorie. Denn eine Bodenbildungsphase kann zäh sein – und genau das sehen wir zurzeit.

Allerdings mehren sich derzeit die Anzeichen, dass wir schon bald wieder eine größere Kursbewegung sehen könnten. So habe ich ja bereits letzte Woche an dieser Stelle auf die sich stark verengenden Bollinger Bänder im Bitcoin-Chart hingewiesen. Diese zeigen prinzipiell eine bevorstehende deutliche Kursbewegung an, enthalten sich aber was die Richtung dieser Kursbewegung angeht.

Daher stellt sich auch mir inzwischen fast nicht mehr die Frage, wann es zu einer dynamischen Kursbewegung kommt, sondern in welche Richtung diese geht: nach oben oder nach unten. Wenn ich ehrlich bin, sagt mir mein Bauchgefühl, dass es eher nochmal abwärts gehen dürfte. Allerdings wäre ein solcher, möglicherweise nochmaliger, Sell Off wohl in erster Linie psychologisch getrieben.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bitcoin?

Denn die Fundamentaldaten geben einen nochmaligen solchen Ausverkauf nicht her, wie ich Ihnen nun aufzeigen werde!

Die Bitcoin-Miner kehren zurück…

So gab es für den „Krypto Crash“ zuletzt zwei Gründe: Der Hauptgrund war der wankelmütige Elon Musk, aber er alleine war es nicht. Denn die Kommunisten in der Volksrepublik China nutzten die von Musk ausgelöste Situation (Unsicherheit, im Branchenjargon FUD (für: Fear, Uncertainty and Doubt; zu Deutsch: Angst, Unsicherheit und Zweifel), griffen sogar dessen plötzliche Umweltbedenken auf und gingen hart gegen sogenannter Miner in ihrem Land vor.

Dies führte dazu, dass die Hashrate des Bitcoin-Netzwerks, die man durchaus als eine Kennzahl für dessen Sicherheit ansehen kann, innerhalb kürzester Zeit von Rekordständen jenseits der 180 Millionen TH/s auf unter 85 Millionen TH/s einbrach. Allerdings war das Netzwerk damit immer noch sicher. Denn zum Vergleich: Im „Krypto Hype“-Jahr 2017 lag diese zwischen 2,5 Millionen und 13,2 Millionen TH/s. Nichtsdestotrotz war diese Entwicklung natürlich unschön.

Anzeige

Gratis PDF-Report zu Bitcoin sichern: Hier kostenlos herunterladen

In der Folge kam es denn auch zum größten Einbruch der Difficulty (Schwierigkeitsgrad des Mining) in der Geschichte des Bitcoin. Diese nämlich brach um circa 28% ein. Allerdings scheinen die aus China vertriebenen Miner, auch weil das Mining nun wieder einfacher und damit profitabler geworden ist, inzwischen reihenweise wieder ans Netz zu gehen. Denn allein seit Anfang Juli legte die Hashrate wieder um rund +15% auf inzwischen über 96 Millionen TH/s zu.

Blockchain-Analysten von Glassnode eher bullish

Grundsätzlich folgt der Bitcoin langfristig der Hashrate, wenngleich natürlich nicht immer sofort. Die Beziehung ist hier eher, wie die zwischen Aktienmarkt und Wirtschaft, die André Kostolany bekanntlich immer, wie die Beziehung zwischen Herrchen und Hund beschrieb. Mal läuft der Hund voraus, mal hinterher, aber da beide durch eine Leine verbunden sind entfernen sie sich nie zu weit voneinander. Meines Erachtens ein sehr treffender Vergleich.

Womit ich abschließend noch zum Ergebnis der Blockchain-Analysten von Glassnode kommen möchte. Diese haben festgestellt, dass große Bitcoin-Hodler, also sogenannte Wale, in den letzten Wochen massiv Bitcoin zugekauft haben. Ferner haben sie ihre neu erworbenen Coins massenhaft von den (Krypto-)Börsen abgezogen, im Durchschnitt flossen rund 2.000 Bitcoins pro Tag von diesen ab. Dies war in der Vergangenheit immer ein positives Zeichen.

Denn wer Bitcoin kauft und seine Coins dann von den (Krypto-)Börsen in seine eigene(n) Wallet(s) zieht, scheint diese ja kurzfristig nicht mehr verkaufen zu wollen. Stellt sich eigentlich nur noch die Frage warum die Kursentwicklung zuletzt dann nicht besser war. Nun, auch dafür gibt es vielleicht einen Grund, nämlich Grayscale. Dieser „Fonds“ nämlich könnte kurzfristig bis zu 16.000 Bitcoins auf den Markt werfen (müssen), wovor sich viele Anleger fürchten.

Ich denke jedoch, dass der Krypto-Markt dies absorbieren können müsste. Zudem wäre das auch „nur“ eine Erklärung für die schlechte Performance des Bitcoins. Zuletzt hat aber die lange Zeit stabilere Nummer 2 des Krypto-Marktes, Ethereum (ETH), diesen underperformt. Insofern denke ich nicht, dass diese Erklärung für den zuletzt alles andere als erfreulichen Kursverlauf richtig ist.

Wenn Sie aber trotzdem mehr darüber erfahren möchten, lesen Sie hier weiter: https://www.blocktrainer.de/grayscale-unlocking/

Sollten Bitcoin Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg?

Wie wird sich Bitcoin jetzt weiter entwickeln? Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Anleger lieber verkaufen? Die Antworten auf diese Fragen und warum Sie jetzt handeln müssen, erfahren Sie in der aktuellen Bitcoin-Analyse.

Trending Themen

Warum die meisten Aktienhändler scheitern!

Erwartungen: Verstehen Sie Ihr Ziel. Verstehen Sie es wirkli...

Anlagemöglichkeiten: Keine Lust auf Aktien?

Falls Sie sich aufgrund der jüngsten Nachrichten über den ...

Dividenden-Aktien: Diese 6 sollten Sie kennen!

In Phasen der Börsenschwäche können Anleger immer noch Re...

Terra-Kollaps: Vitalik Buterin reagiert!

In einem Tweet am Samstag schlug der Ethereum-Experte Anthon...

Vorsorgetipps für Millennials: Darauf solltet ihr achten!

Nehmen wir an, Du fängst jetzt an, 100 Euro pro Monat zu in...

Wohnungsbau: Steigende Hypothekenzinsen!

Mehr Immobilienkäufer nahmen trotz steigender Zinsen Hypoth...

Inflation: Experten reagieren

Der SPDR S&P 500 ETF Trust SPY ist in den vergangenen Ta...

Tether: Löst sich vom Dollar?!

Der führende Stablecoin Tether verlor nach dem Kollaps von ...

NFT-Markt: Ein toter Markt?

Nachdem NFTs den Markt im Jahr 2021 im Sturm erobert hatten,...