Kommt jetzt der Bärenmarkt?

Es wird ungemütlich für die Bullen. Der Bärenmarkt erhebt sein Haupt!

Liebe Leserin, lieber Leser,

es tut sich Einiges am Aktienmarkt, das keineswegs das Gefallen der Bullen finden kann.

Notierte der S&P500 in den USA am 4. Januar noch bei 4793 Zählern, sehen wir aktuell nur noch einen Indexstand von 4482 Punkten. Das sind satte -311 Punkte oder rund -6,5%, die seit Monatsanfang zu Buche stehen.

Ist das der Beginn eines Bärenmarktes?

Das ist schon eine Bewegung, die wir ernsthaft zur Kenntnis nehmen müssen. Es stellt sich nun die Frage, ob diese Abwärtsbewegung sich nun in Form eines Bärenmarktes fortsetzt oder ob wir nur ein „Atemholen“ vor der nächsten Aufwärtsbewegung sehen.

Hoch bewertet, wirklich?

Das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des S&P500 liegt aktuell bei rund 25. vergleiche ich das mit dem durchschnittlichen KGV in den Jahren 1991 bis 2011 von 26,42, sehen wir hier noch keine Überbewertung.

Im Laufe der langen Geschichte des S&P500 wurde dem Index ein immer höheres KGV zugebilligt. So lag diese wichtige Kennziffer im Zeitraum zwischen 1871 bis 1990 bei nur 13,46. Unter diesem Aspekt sähen wir heute eine deutliche Überbewertung. Irgendwie hilft uns das nicht weiter, um eine endgültige Entscheidung zu treffen.

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Betrachten wir das aktuelle Zinsniveau. Hier sehen wir aktuell einen US-Leitzins von 0 bis 0,25%. Das bedeutet, dass ein Anleihenkäufer rund 400 Jahre warten muss, bis die Zinszahlungen sein Kapital verdoppeln.

Das ist dermaßen absurd lange, dass der S&P500 dazu im Vergleich eher günstig wirkt. Alleine die Dividendenzahlungen der in diesem Index enthaltenen Werte schlägt den aktuellen Zins um Längen. Natürlich darf man das nicht 1:1 vergleichen. Zwar unterliegen auch Anleihen auch Kursschwankungen. In der Regel sind aber Aktien deutlich volatiler.

Um es klar zu sagen: Ein endgültiges Urteil ist hier kaum zu fällen. Aber eine signifikante Überbewertung des S&P500 drängt sich mir hier nicht auf.

Fragen wir doch mal den Bullish-Percent-Index

Wenn wir fundamental nicht so richtig weiterkommen, bietet sich der Blick auf den Bullish-Percent-Index an. Dabei handelt es sich um das täglich berechnete Verhältnis der Aktien in einem Point&Figure-Kaufsignal zu allen Werten des S&P500.

Aktuell befinden sich nur 51,40% der Aktien in einem Kaufsignal. Allerdings waren es Anfang Januar noch über 74%. In den vergangenen Tagen hat der Markt also deutlich an Kraft verloren. Gleichzeitig wurde der überkaufte Zustand, der bei Werten über 70% per Definition auftritt, abgebaut.

Der Bullish-Percent-Index befindet sich jetzt im Status Bear-Alert. Das bedeutet, dass eine klare Gefahr für weitere Kursverluste besteht. Massive Käufe sind nun nicht zielführend. Sollte der Bullish-Percent-Index weiter absinken, finden wir ab 46% den Status „Bear-Confirmed“ vor. Dann sehen wir uns einem Bärenmarkt gegenüber.

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Noch ist es nicht soweit. Allerdings kann ich klar sagen, dass ich seit einigen Tagen jegliche Käufe eingestellt und die Stopps der bestehenden Positionen enger gefasst habe.

Wann ist wieder Kaufzeit?

Ich kann Ihnen diese Frage nicht im Sinne eines Zeitraumes beantworten. Was ich aber klar sagen kann: Wenn der Bullish-Percent wirklich in den kommenden Tagen oder Wochen bis auf unter 30% sinken sollte, werde ich erste Aktienpositionen kaufen. Denn dann liegt eine überverkaufte Lage vor. Diese Aktien werde ich dann aufstocken, sobald sich ein aufsteigender Trend im Bullish-Percent-Index etabliert. Natürlich werde ich Ihnen das auch an dieser Stelle mitteilen.

Warum schwächeln die Aktienmärkte gerade jetzt?

Man muss ja fairerweise festhalten, dass die Performance des S&P500 in den vergangenen Monaten mehr als „bullenfreundlich“ war. So legte der amerikanische Index allein in den vergangenen 12 Monaten um mehr als 16% zu.

Das liegt deutlich über der durchschnittlichen Performance von rund 10% der vergangenen 30 Jahre. Da ist es ganz natürlich, dass viele Anleger auch einmal „Kasse machen“. Gleichzeitig mehren sich die Signale, dass die extrem lockere Geldpolitik der vergangenen Jahre zumindest teilweise ein Ende findet. Bei höheren Zinsen werden dann Anleihen wieder attraktiver und stehen damit in deutlicherer Konkurrenz zum Aktienmarkt.

Und dann ist da noch Corona

Viele Nationen sehen sich mit der Omikron-Variante des Virus einer massiv steigenden Zahl an Neuinfektionen gegenüber. Wie viele Hospitalisierungen daraus resultieren werden, ist aktuell noch nicht klar. Zwar verläuft Omikron wohl leichter, aber die hohe Anzahl an Neuinfizierten kann dennoch zu einer Häufung schwerer Fälle führen.

Es nützt halt wenig, wenn sich die Anzahl der schweren Fälle prozentual drittelt, wenn sich gleichzeitig die Zahl der Kranken verfünffacht. Ich habe die Zahlen hier nur zur Verdeutlichung der Problematik angeführt. Es gibt einfach schlichtweg noch keine belastbaren Daten.

Auch wenn der „Kelch“ vieler schwerer Fälle mit Krankenhausbehandlung oder gar Versorgung auf der Intensivstation ausbleiben sollten, gibt es eine fast triviale Gefahr. Bereits jetzt melden Firmen extrem hohe Krankenstände. Und mit Mitarbeitern, die krank zu Hause im Bett liegen, lassen sich weder Produkte herstellen noch Dienstleistungen erbringen.

Und das wird sich auch auf die geschäftlichen Ergebnisse der Aktiengesellschaften auswirken. Und auch hier können wir nur raten, welchen Umfang die Krankmeldungen haben werden.

Unsicherheit allenthalben

Unsicherheit ist Gift für die Börsen. Wenn sich nun nach einer gewissen Zeit die weitere Entwicklung besser abschätzen lässt, werden die Aktienmärkte wieder zur Stärke zurückfinden. Allerdings ist eben noch nicht klar, wie lange das dauern wird. Es bleibt also spannend!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Jörg Mahnert

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