Knorr-Bremse-Aktie: Starker Auftragseingang im Q1!

Knorr-Bremse: Profitabilität von weltwirtschaftlicher Entwicklung geprägt.

Starke Ergebnisse 

– Auftragseingang profitiert von höherer Kundennachfrage und wächst deutlich um 17,3 % auf 2,1 Mrd. EUR (Q1 2021: 1,8 Mrd. EUR); Auftragsbestand wächst trotz erheblicher Störungen in den internationalen Lieferketten um 18 % auf ein Rekordniveau von 6,0 Mrd. EUR

– Umsatz bleibt mit 1,67 Mrd. EUR (Q1 2021: 1,69 Mrd. EUR) trotz volatiler Marktentwicklung rund um den Globus nahezu stabil; EBIT-Marge bei 10,9% (Q1 2021: 14,9%) trotz Kostensteigerungen und Coronavirus-Entwicklungen in China

– Konzernweites Ergebnisoptimierungsprogramm gestartet, um gestiegene Rohstoff- und Energiepreise sowie Versorgungsengpässe bei der Verfügbarkeit von Schlüsselkomponenten zu kompensieren

– Prozess zur Prüfung des Verkaufs der Konzerntochter Kiepe Electric hat begonnen

– Operative Prognose für 2022: Knorr-Bremse bestätigt Gesamtjahresprognose

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Die Knorr-Bremse AG, Weltmarktführer für Bremssysteme und führender Anbieter weiterer sicherheitskritischer Systeme für Schienen- und Nutzfahrzeuge, hat heute die Ergebnisse für das erste Quartal 2022 veröffentlicht.

Frank Weber, Finanzvorstand und Interims-Sprecher des Vorstands der Knorr-Bremse AG: ‚Knorr-Bremse hat im ersten Quartal 2022 trotz einer derzeit außerordentlich schwierigen Situation auf den Weltmärkten solide Ergebnisse erzielt. Der insgesamt gute Start in das laufende Jahr mit einem hohen Auftragseingang spiegelt die hohe Kundennachfrage sowie den anhaltenden Trend zur grünen Mobilität wider. Wir haben verschiedene Maßnahmen eingeleitet und erwarten daraus eine positive Entwicklung für das Gesamtjahr. Dennoch sind wir in diesem Jahr mit großen globalen Herausforderungen konfrontiert: Insbesondere die anhaltenden Lieferengpässe, die hohe Inflation und die Auswirkungen des schrecklichen Krieges in der Ukraine mit den damit verbundenen Sanktionen gegen Russland haben unser Geschäft belastet. Darüber hinaus haben wir auch die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie in China zu spüren bekommen. Diesen Herausforderungen begegnen wir bereits mit gezielten Maßnahmen, die in erster Linie einen Preisausgleich für unsere Systeme und Produkte sowie interne Kostensenkungsmaßnahmen umfassen.

Auftragseingang weiter auf Rekordkurs, Umsatz trotz volatilem Marktumfeld nahezu stabil

Der Auftragseingang der Knorr-Bremse AG konnte im ersten Quartal 2022 erneut deutlich gesteigert werden und lag mit 2.109,3 Mio. EUR um 17,3 % über dem Vorjahreswert (Q1 2021: 1.798,9 Mio. EUR). Der Auftragsbestand stieg um 18,0 % auf 5.998,0 Mio. EUR (Q1 2021: 5.084,4 Mio. EUR) und lag damit deutlich über dem Vorjahr. Trotz der sich weltweit verschlechternden Konjunkturaussichten konnte Knorr-Bremse im ersten Quartal 2022 einen nahezu konstanten Umsatz in Höhe von 1.699,4 Mio. EUR (Q1 2021: 1.691,5 Mio. EUR) erzielen. Vor allem in Europa und Nordamerika blieb die Nachfrage in beiden Geschäftsbereichen konstant hoch.

Der Free Cashflow belief sich im ersten Quartal auf -231,3 Mio. EUR und entwickelte sich wie geplant. Dies ist vor allem auf den Aufbau von Vorräten zurückzuführen, um Lieferengpässen entgegenzuwirken und der erwarteten positiven Umsatzentwicklung in den kommenden Quartalen Rechnung tragen zu können. Die operative EBIT-Marge ist mit 10,9 % im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q1 2021: 14,9 %) vor allem aufgrund der massiven Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in China mit seiner Null-Covid-Politik gesunken. Darüber hinaus wirken sich Preissteigerungen bei Rohstoffen, Energie und Komponenten sowie die hohe Inflation im Allgemeinen negativ aus.

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Konzernweites Gewinnoptimierungsprogramm gestartet

Knorr-Bremse hat auf diese gesamtwirtschaftliche Entwicklung bereits reagiert und Maßnahmen zur Ergebnisoptimierung beschlossen: Ziel ist es, die wirtschaftlichen Auswirkungen der hohen Inflation durch Preisausgleiche gegenüber den Kunden und ein konzernweites Kostensenkungsprogramm vollständig zu berücksichtigen. Entsprechende Verhandlungen mit den Kunden sind zum Teil bereits erfolgreich abgeschlossen und werden sich in den kommenden Quartalen positiv auswirken. Zusätzlich wurde Mitte April das konzernweite Profit & Cash Protection Program (PCPP) zur konsequenten Kostenoptimierung gestartet. Das Programm umfasst sowohl kurz- als auch langfristige Maßnahmen.

Im Rahmen der Ergebnisoptimierung überprüft Knorr-Bremse auch regelmäßig die eigene Portfoliostruktur, um sich von Beteiligungen an Unternehmen zu trennen, die nicht mehr in die Unternehmens- und Profitabilitätsstrategie passen. In diesem Zusammenhang hat der Vorstand der Knorr-Bremse AG beschlossen, auch den Verkauf der Tochtergesellschaft Kiepe Electric zu prüfen, um die Profitabilität des Knorr-Bremse Konzerns weiter zu steigern. Allein durch den Verkaufseffekt erwartet Knorr-Bremse bis 2025 eine Verbesserung der EBIT-Marge des Schienenfahrzeugbereichs um 60-90 Basispunkte. Kiepe Electric bietet Lösungen und Konzepte für einen schadstoffarmen öffentlichen Nahverkehr für Straßenbahnen, Regionalzüge und Busse. Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 100 Mio. EUR. Der Erhalt der Arbeitsplätze bei Kiepe Electric wird in den Verhandlungen mit potenziellen Käufern eine wichtige Rolle spielen.

Der Geschäftsbereich Schienenfahrzeugsysteme (RVS) erwartet eine steigende Nachfrage

Der Auftragsbestand der Sparte RVS stieg im ersten Quartal 2022 um 15,2 % auf 4.180,6 Mio. EUR (Q1 2021: 3.629,9 Mio. EUR). Der Auftragseingang der Sparte stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 51,3% auf 1.080,5 Mio. EUR (Q1 2021: 714,0 Mio. EUR). Trotz der Herausforderungen durch die Coronavirus-Pandemie profitierte Knorr-Bremse von der grundsätzlich positiven Entwicklung der Bahnindustrie weltweit: Nach Auftragsverschiebungen in den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren erwartet der Bereich RVS im Jahresverlauf eine weiter steigende Nachfrage. Gleichzeitig ist die Situation in China für die Sparte RVS aufgrund der dortigen Coronavirus-Politik und der Investitionszurückhaltung der Märkte erwartungsgemäß schwierig.

Der Umsatz der Division RVS sank im ersten Quartal 2022 um -3,8% auf 775,0 Mio. EUR (Q1 2021: 805,5 Mio. EUR). Die operative EBIT-Marge lag mit 15,7% erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert von 18,0%. Neben Herausforderungen in der Lieferkette und Kostensteigerungen belastet das anhaltend niedrige Passagieraufkommen aufgrund der Covid-19-Pandemie vor allem das OE-Geschäft in China.

Der Unternehmensbereich Commercial Vehicle Systems (CVS) verzeichnet weiter steigende Auftragseingänge

Der Unternehmensbereich Commercial Vehicle Systems (CVS) erzielte im ersten Quartal mit 1.831,8 Mio. EUR einen um 24,8% höheren Auftragsbestand als im Vorjahresquartal (Q1 2021: 1.468,0 Mio. EUR) und erreichte damit ein neues Rekordniveau. Dagegen sank der Auftragseingang um -5,1% auf 1.029,9 Mio. EUR (Q1 2021: 1.569,3 Mio. EUR).

Der Umsatz im Geschäftsbereich CVS blieb im ersten Quartal 2022 mit 894,9 Mio. EUR nahezu auf dem gleichen Niveau (Q1 2021: 886,3 Mio. EUR). Die operative EBIT-Marge lag mit 8,5% unter dem Vorjahreswert von 13,1%. Darin spiegeln sich das geringere Volumen der Neufahrzeugproduktion insbesondere in China, das um mehr als die Hälfte zurückging, sowie Kosteneffekte aus Lieferengpässen und Inflationsdruck wider. In den übrigen Kernmärkten Europa, Nordamerika und Asien (insbesondere Indien) blieb die Nachfrage nach Neufahrzeugen nahezu konstant, während die geringere Zahl der Neufahrzeuge zu einem Anstieg des Ersatzteilgeschäfts führte.

Knorr-Bremse bestätigt Gesamtjahresprognose für 2022

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2022, die am 24. Februar 2022 veröffentlicht wird, wird bestätigt. Die finanziellen Auswirkungen des russischen Krieges in der Ukraine lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig und abschließend beurteilen. Dementsprechend sind in der Prognose keine direkten negativen Auswirkungen enthalten. Die Guidance steht weiterhin unter dem Vorbehalt weitgehend stabiler Wechselkurse, dass es keine wesentlichen Rückschläge im Zusammenhang mit Covid-19 gibt und dass sich die geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegenüber der aktuellen Situation nicht wesentlich verschlechtern. Darüber hinaus erwartet Knorr-Bremse, dass die Schwierigkeiten durch internationale Lieferengpässe anhalten.

Vor diesem Hintergrund bleiben die Erwartungen von Knorr-Bremse für das Geschäftsjahr 2022 mit einem Umsatz zwischen 6.800 Mio. EUR und 7.200 Mio. EUR, einer operativen EBIT-Marge zwischen 12,5 % und 14,0 % sowie einem Free Cashflow zwischen 500 Mio. EUR und 600 Mio. EUR unverändert.

Knorr-Bremse spendet 1,3 Mio. EUR zur Unterstützung der Hilfsmaßnahmen im Krieg in der Ukraine

Der Vorstand der Knorr-Bremse AG hat die russischen Angriffe auf die Ukraine scharf verurteilt und im Einklang mit den jüngsten Sanktionen auch klare Konsequenzen für das eigene Geschäft gezogen. Dies betrifft u.a. den Ausstieg aus dem Joint Venture KB KAMA, auch wird kein Neugeschäft (OE) akquiriert. Gleichzeitig hat sich Knorr-Bremse entschlossen, den betroffenen Menschen in der Ukraine sowie den Flüchtlingen mit einer internen Spendenaktion konkret zu helfen: Dank der hohen Beteiligung der Belegschaft und großzügiger Einzelspenden, die vom Unternehmen aufgestockt wurden, kamen insgesamt mehr als 1,3 Millionen Euro zusammen. Mit diesem Geld unterstützt Knorr-Bremse unter anderem die Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes und des UN-Kinderhilfswerks UNICEF in der Ukraine. Darüber hinaus hat sich Knorr-Bremse der Initiative „Job Aid for Ukrainian Refugees“ angeschlossen und hilft den Flüchtlingen mit eigenen Angeboten bei der Integration in Deutschland und bei der Suche nach einem Arbeitsplatz.

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Knorr-Bremse
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