Klares Wort: Der Inflationsschock

Die Inflation ist ein neues Problem - die EZB nun äußert sich mit brisantem Ausblick. Vorsicht!

Liebe Leser,

die Europäische Zentralbank sieht sich nach den Bundestagswahlen offenbar nicht mehr genötigt, noch ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Nach Auskunft ihrer Direktorin Isabel Schnabel wird der „Preisdruck hoch bleiben“ – auch im kommenden Jahr. Die Töne sind neu. Zuvor war stets eine Erleichterung nach kurzem Anstieg versprochen worden.

„Völlig abklingen“ muss die Preisdynamik nicht

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Es wäre überraschend, wenn die EZB direkt formulieren würde, dass die Inflationsrate sich auf einem doppelt so hohen Niveau etablieren wird wie von der Zentralbank bei 2 % eigentlich avisiert. Das Ganze liest sich verklausulierter, aber dennoch recht eindeutig. Frau Schnabel also lässt die Menschen wissen:

„Es wäre voreilig zu behaupten, dass die derzeitige Preisdynamik nächstes Jahr völlig abklingen wird“.

Frau Schnabel ist ohnehin offenbar Fan einer hohen Inflationsrate. So ließ sie sich am 21. August 2021 zitieren, dass sie mittelfristig sogar die Gefahr einer „zu geringen Inflation im Blick“ habe. Überhaupt werde sich, hieß es dann am 13. September, der Inflationsanstieg wieder abschwächen.

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Sehen wir uns die Chronologie an:

Im August befürchtet Frau Schnabel von der EZB, die Inflationsrate werde zu niedrig ausfallen. Im September kündigt sie an, der Inflationsanstieg werde sich wieder abschwächen. Im Oktober dann sieht sie die Inflation im Jahr 2022 nicht zwingend als gebändigt an.

Die EZB ist für die Inflationsrate als geldschaffendes Institut verantwortlich, so weit die Geldmenge fü die Inflationsentwicklung maßgeblich ist. Der Einfluss der Banken wie auch der Zentralbank allerdings ist nicht so mechanisch, wie stets behauptet wird.

Dies gibt Frau Schnabel im Laufe der Zeit hier durchaus zu. Im Kern hat die EZB die Inflationsrate bei weitem nicht so gut einschätzen und steuern können, wie sie selbst es sich erhofft hat. Die Inflationsrate ist, in anderen Worten, weitgehend außer Kontrolle geraten.

Im Normalfall würde sie sich tatsächlich wieder einpendeln. Höhere Inflationsraten würden im Normalfall von einer reduzierten Geldmenge bzw. höheren Zinsen begleitet. Werden Kredite teurer, ist die Nachfrage danach geringer, was wiederum die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen senken sollte. Diese Vorstellung greift in diesem Fall etwas zu kurz.

Die Inflation kommt auch von außen. In den USA verliert der Dollar durch die nächsten Schuldenrekorde an Kaufkraft. Damit sowie durch die hohe Rohstoffnachfrage etwa in China werden Produkte generell am internationalen Markt, die zumeist in Dollar gehandelt werden, teurer. Die Importpreise lassen sich durch die EZB jedoch nicht regeln, es sei denn, sie schwächt auch den Euro wiederum durch niedrige Zinsen.

Genau das geschieht bei uns. Hohe Importpreise, eine Dollar-Inflation und als Antwort niedrige Zinsen in der Euro-Zone – das ist der Mix, aus dem die Inflationsbombe gebaut wird. Sie sollten wissen, dass dieser Kreislauf sich fortsetzen kann. Dann wäre es gut, hätten Sie etwa substanzstarke Aktien und / oder Gold im Depot.

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