Kauf SAP für das Burggraben-Depot – Details zur preislichen Unterbewertung im Artikel

SAP hat einen äußerst großen Burggraben. Es gibt einen häufig benutzten Spruch: „Einmal SAP, immer SAP“. Wenn ein Unternehmen sich einmal für die Software von SAP entschieden und implementiert hat, bedeutet dies i.d.R. dass das Unternehmen bei dieser Software bleibt, da die Software sämtliche Bereiche des Unternehmens durchdringt und ein Wechsel auf eine andere Software sehr aufwendig und kostenintensiver wäre, als auf der bestehenden Software zu bleiben. Viele Großunternehmen benutzen SAP daher seit Jahrzehnten. Insgesamt hat SAP über 300.000 Unternehmenskunden!

Eine preisliche Unterbewertung der Aktie ist gegeben nach:

– Discounted Cash-Flow Verfahren (klassisches Value-Verfahren): 19% Unterbewertung
– KGVe-Verfahren von Benjamin Graham (Lehrvater von Warren Buffett): 26% Unterbewertung

Nach dem KGV-Verfahren ist die Aktie noch 3% überteuert, aber da der Burggraben bei SAP so groß ist, bin ich bereit dieses Risiko einzugehen, da der Depotanteil des Kauf nur 0,54% ist.

Gekauft wird immer in mehreren Tranchen. Die erste Tranche i.d.R. bei fairer Bewertung, die zweite i.d.R. bei 10% Unterbewertung, die dritte i.d.R. bei 20% Unterbewertung etc. Wenn man nur zwei Tranchen pro Aktie kaufen kann, sollte der erste Kauf erst bei einer Unterbewertung von mindestens 10% bei KGV und Discounted Cashflow-Verfahren erfolgen.

Kursziel: Das durchschnittliche Kursziel der Analysten aller Investment-Banken für die nächsten 12 Monate liegt 28% über dem jetzigen Kurs.

Einstufungen der Analysten:
0 Sell
0 Underweight
4 Hold
2 Overweight
16 Buy

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Depotanteil des Kaufs im Burggraben-Depot: 0,54%

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Erläuterung zur Handelsstrategie:
Burggraben-Aktien sind Warren Buffetts Lieblingsinvestments und haben ihn reich gemacht. Das Burggraben-Depot ist ein Real-Geld Depot, verfolgt die Value-Strategie und hat eine deutlich bessere Wertentwicklung als der DAX erzielt. Beim Value-Investing werden Aktie gekauft, wenn sie günstig sind. Value-Strategien erzielen höhere Performances als der Markt.

Gekauft wird immer in mehreren Tranchen. Die erste Tranche i.d.R. bei fairer Bewertung, die zweite i.d.R. bei 10% Unterbewertung, die dritte i.d.R. bei 20% Unterbewertung etc. Wenn man nur zwei Tranchen pro Aktie kaufen kann, sollte der erste Kauf erst bei einer Unterbewertung von mindestens 10% bei KGV, KGVe und Discounted Cashflow-Verfahren erfolgen.

Verkäufe erfolgen i.d.R. bei Überbewertung. Aufgrund der Value-Handelsstrategie (günstig kaufen, teuer verkaufen) wird eine höhere Performance als der Markt erzielt.

Verfahren Value-Bewertung:
Zur Bestimmung, ob eine Aktie günstig ist, gibt es unterschiedliche Verfahren:

KGV-, KGVe- und KUV-Verfahren:
Das KGV-Verfahren geht auf die Wall-Street-Legenden David Dodd & Benjamin Graham (Lehrmeister von Warren Buffett) zurück. Hier wird das aktuelle KGV mit dem historischen KGV-Durchschnitt verglichen. Liegt das aktuelle KGV unter dem historischen Durchschnittswert, ist eine Aktie i.d.R. günstig.
Analog dazu die Vorgehensweise bei KGVe und KUV-Verfahren – hier wird ebenfalls der jeweils aktuelle Wert mit dem historischen Durchschnitt verglichen.

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Das KGV wird errechnet aus dem derzeitigem Aktien-Kurs und den Unternehmens-Gewinnen der letzten 12 Monate. Das KUV wird durch den aktuellen Kurs und den Umsatz des Unternehmens in den letzten 12 Monaten ermittelt.
Das KGVe wird bestimmt aus dem derzeitigem Aktien-Kurs und der Unternehmensgewinn-Schätzung der Analysten (Durchschnitt der Schätzungen aller Analysten der Investment-Banken) für das aktuelle Jahr.

Der historische Durchschnitt wird meistens mit den letzten 7 Jahren ermittelt. In einigen Fällen – wenn sich das Unternehmen gewandelt hat – ist es besser nur die letzten ca. 3 bis 5 Jahre zu nehmen. Unter gewissen Umständen ist auch ein Zeitraum von bis zu 10 Jahren sinnvoll.
Starke Abweichungen beim Gewinn aufgrund von Sondersituationen in einzelnen Jahren werden bereinigt, d.h. solche Jahre werden nicht bei der Durchschnittsbildung berücksichtigt.
Wenn ein KGV oder KUV zu stark von Jahr zu Jahr in der Vergangenheit schwankt, macht eine Durchschnittsbildung keinen Sinn, da in diesem Fall ein Durchschnittswert nicht aussagekräftig ist. Daher sollte das KGV- und KUV-Verfahren in diesem Fall nicht benutzt werden.

Discounted Cashflow Verfahren:
Das Discounted Cashflow Verfahren (DCF) ist ebenso ein klassisches Value-Verfahren. Es bestimmt den fairen Wert einer Aktie u.a. anhand dem geschätzten Unternehmens-Wachstum in der Zukunft.

Definition Burggraben-Unternehmen:
Eine Burg ist gut geschützt, wenn sie einen großen Burggraben hat. Es ist für Angreifer dann schwerer, die Burg einzunehmen und zu zerstören.

Übertragen auf Firmen ist der Burggraben eines Unternehmens eine starke Marke, ein starker Bekanntheitsgrad verbunden mit hoher Kundenbindung, ein Monopol oder eine monopolartige Stellung, hohe Wechselkosten für den Kunden, Netzwerkeffekte, (technisches) Know-How, eine starke Marktstellung oder ein sonstiger Wettbewerbsvorteil.

Wenn ein Unternehmen eines dieser Merkmale aufweist, so ist es schwer für andere Unternehmen, das Burggraben-Unternehmen anzugreifen, also seine Marktstellung durch Konkurrenzprodukte zu schwächen. Burggraben-Unternehmen sind dadurch sicherer als andere Unternehmen. Gleichzeitig steigt der Kurs von Burggraben-Aktien stärker als der von Unternehmen, die keinen oder nur einen kleinen Burggraben haben.

FAQ (Frequently Asked Questions):
Wie ist die WKN?
Die WKN erhält man durch Eingabe des Aktiennamens bei einer Finanzseite wie z.B. Onvista

Wie ist der Kaufkurs?
Value-Investing ist kein Daytrading, daher ist die Kursschwankungen innerhalb eines Tages nicht wichtig.

Werden alle Käufe und Verkäufe des Depots veröffentlicht?
Alle Transaktionen des Depots werden veröffentlicht.

Die Aktie wurde vor kurzem verkauft. Warum wird sie jetzt wieder gekauft?
Beim Value-Investing werden Aktien wieder gekauft, wenn sie gefallen und günstig sind.

Wie kann eine Aktie bei Verkauf im Minus sein, wenn sie bei Unterbewertung gekauft wurde? Wie kann der Gewinn einer Aktie kleiner als die Überwertung zum Zeitpunkt des Verkaufs sein?
a) Wechselkurseffekte können sich (negativ) auf die Performance auswirken.
b) Wenn sich die Gewinne oder Gewinnaussichten eines Unternehmens seit dem Kaufzeitpunkt verschlechtert haben, verändert dies den fairen Preis einer Aktie, so dass die Aktie bei Kauf unterbewertet und bei Verkauf überbewertet sein kann.

Warum wird die Aktie verkauft? Sie kann in der Zukunft steigende Kurs aufweisen.
Beim Value-Investing werden Aktien günstig gekauft und teuer verkauft. Auf diese Weise erzielt man eine höhere Performance als wenn man eine Aktie kauft und nie verkauft.

Weitere Fragen?
Der Trade wird auch in der Börsen-Community Aktien-Club Facebook platziert. Unter dem Post können Sie Ihre Frage stellen.

Aufklärung über mögliche Interessenskonflikte, Haftungsausschluss & Risikohinweis:
Der Autor ist in den genannten Wertpapieren investiert, da es sich um ein Real-Geld Depot handelt.
Die Trades dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapieres dar.
Entscheidungen zu Käufen und Verkäufen dürfen Sie nur nach Ihrer eigenen Analyse und nicht basierend auf unseren Informationen treffen. Es wird keine Verantwortung für Konsequenzen übernommen, die durch die Verwendung unserer Informationen entstehen.
Der Kauf von Wertpapieren ist mit hohen Risiken behaftet.“

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