Kaffee: Dieses Potenzial ist kochend heiß!

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Er ist der Muntermacher unserer Gesellschaft: Für viele Menschen ist der Kaffee längst nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Allein in Deutschland konsumiert jeder Bürger durchschnittlich 166 Liter Kaffee pro Jahr – im Laufe eines Lebens sind es gar 77.000 Tassen (via Statista).

Entsprechend groß sind die Mengen an Abfall, die durch den regen Kaffeekonsum entstehen. Denn: Ist das Heißgetränk einmal aufgebrüht, verbleibt der Rest als Kaffeesatz, der in der Regel im Müll landet. Bei der Herstellung eines Kilogramms löslichen Kaffees entstehen so zwei Kilogramm feuchter Kaffeesatz.

Fraunhofer-Forscher wollen Kaffeesatz als Rohstoffquelle nutzbar machen

Gerade hier ergibt sich aber enormes Potenzial. Allein in der Europäischen Union entstehen durch Kaffeesatz eine Million Tonnen an Reststoffen pro Jahr. Diese nutzbar zu machen, würde die Kreislaufwirtschaft massiv stärken. Ein Ansatz, der auch von der Fraunhofer-Gesellschaft bzw. deren auf Verfahrenstechniken fokussierten Einrichtung „UMSICHT“ verfolgt wird.

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Gemeinsam mit Partnern will das Forscherteam in den kommenden Jahren im Rahmen des Projekts „Inka“ diverse Verwertungsmöglichkeiten für Kaffeesatz entwickeln und bewerten. Dabei wollen sich die Wissenschaftler vor allem auf die in der Gastronomie und dem Gewerbe anfallenden Kaffeereste konzentrieren. Die in Privathaushalten entstehenden Abfälle seien aufgrund schneller Schimmelbildung kaum sammelbar.

Ziel des Projekts sei die Ausarbeitung einer kommerziellen Methode zur Überführung des Kaffeesatzes in wertvolle Zwischenprodukte. Dabei will man nicht nur prüfen, inwieweit diese Intermediate als Rohstoffe für biobasierte Produkte genutzt werden können. „UMSICHT“ zufolge könnte die Weiterverwendung des Kaffeesatzes auch die Eigenschaften diverser Endprodukte verbessern und dazu dienen, andere, wenig verfügbare Rohstoffe zu ersetzen.

Potenzial für Chemie- und Papierbranche

Beispielsweise könnte das im Kaffeesatz enthaltene Öl aufgetrennt werden, um es zu einem wertvollen Intermediat für die Chemieindustrie umzuwandeln. Konkret könnte es dann als biobasierter Baustein in der Kunststoffsynthese genutzt werden, etwa bei der Herstellung von Weichmachern.

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Der um das Öl bereinigte Kaffeesatz wiederum könnte als alternative Rohstoffquelle für die Karton- und Papierbranche dienen, so die Forscher weiter. Ähnlich wie Papierfasern beinhaltet der entölte Kaffeesatz Cellulose. Nach einer Verkleinerung könnte dieser somit die klassischen Cellulose-Lieferanten wie Baumwolle oder Holz ersetzen – zumindest aber die Abhängigkeit von diesen Rohstoffen verringern.

In Kooperation mit der Firma BellePapier GmbH sollen nun entsprechende Verfahren in der Praxis getestet werden. „Wir sind sehr neugierig, welche Potenziale sich mit diesem neuen Werkstoff heben lassen“, so BellePapier laut der Pressemitteilung von „UMSICHT“. Das Unternehmen gilt als renommierter Partner der Papierbranche und bietet dieser Lösungen zur Prozess- und Produktoptimierung.

Die Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft haben jedenfalls Großes vor: Das maßgebliche Ziel sei ein industrielles Scale-Up. Damit sollen die Laborergebnisse auf einen größeren Maßstab gebracht und schließlich marktreif werden. Hierfür will „UMSICHT“ auch Stoffstromanalysen erstellen, die eine Kostenabschätzung der Kaffeesatz-Verfahren ermöglichen sollen.

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