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Jenoptik AG: CFO Hans-Dieter Schumacher über den Verkauf der Vincorion

Der CFO der Jenoptik im Interview mit Börsenradio.de. Es geht um den verkauf von Vincorion, sowie eine starke Nachfrage bei Herstellern von Halbleitern.

Die Börsen Radio Network AG hat in einem Interview mit dem CFO der Jenoptik gesprochen. Dabei hat CFO Hans-Dieter Schumacher einen detaillierteren Einblick in das 1. Quartal 2022/23 und den Verkauf der Vincorion gegeben.

Hans-Dieter Schumacher: Mein Name ist Hans Dieter Schumacher. Ich bin der Finanzvorstand der Jenoptik AG aus dem wunderschönen und sehr warmen Jena.

Peter Heinrich: Gut gefüllte Auftragsbücher. Jenoptik hebt die Prognose für das Geschäftsjahr 2022 an. Sie bündeln Ihr Geschäft jetzt in drei Bereiche. Wir haben schon mal berichtet, aber für die Hörer noch mal: Ihr Automobil Geschäft heißt jetzt Non-Photonic Portfolio. Smart Mobility Solutions unter früheren Lichteinheiten, jetzt unter dem Begriff Advanced Photonic Solutions zusammengefasst. Starten wir mit den Energiekosten. Benötigen Sie Gas in der Produktion? Wenn ja, wie viel und wie viel mehr müssen Sie für Energie ausgeben?

Hans-Dieter Schumacher: Ich komme sofort auf diese Frage zurück. Gestatten Sie mir nur eine kleine Korrektur. Wir steuern jetzt unser Geschäft in der neuen Division Advanced Photonic Solutions. Die beinhaltet nicht die Smart Mobility Solutions, auch nicht die Non-Photonic Portfolios. Es gibt also drei Bereiche, das ist die Advanced Photonic Solutions, dann das Smart Mobility Solutions Geschäft, die Blitzer, die die Straßen sicherer machen. Das war das frühere Light and Safety, das heißt jetzt nur Smart Mobility Solutions. Am Inhalt haben wir jedenfalls noch nichts geändert. Und dann haben wir das Autogeschäft herausgelöst und unter den Non-Photonic Portfolio Companies zusammengeführt.

Das ist im Wesentlichen unser Automobil Geschäft unter den Marken HOMMEL ETAMIC, INTEROB und Prodomax. Nur zur kleinen Korrektur.

Zu den Energiekosten: Die Energiekosten sind tatsächlich ein Thema. Die EU-Gas-Notfall-Planung zur Senkung des Gas-Verbrauchs ist gestern in Kraft getreten. Jetzt haben alle EU-Länder in den nächsten Monaten die Aufgabe, ihren Verbrauch zu reduzieren, um gegebenenfalls Versorgungsengpässe wegen eines möglichen Gas-Lieferstopps, vor allen Dingen von Russland, zu vermeiden. Die Jenoptik hat deswegen eine regelmäßig zusammentretende eine Task Force etabliert. Wir analysieren permanent unsere erforderlichen Mindestmengen, besprechen mögliche Maßnahmen, Priorisierung und alternative Lösungen, auch übrigens in enger Abstimmung mit unseren lokalen Versorgern um die jeweiligen Werke herum. Und wir haben einen Stufenplan für eine Absicherung unserer Bedarfe etabliert.

Man muss wissen, dass die Jenoptik nicht zu den energieintensiven Industrien gehört und Gas nur eigentlich indirekt über die Fernwärme benötigt sowie hier und da mal in den Produktionsprozess. Den Betrieb der Reinraum in Deutschland haben wir sichergestellt. Wir haben, um gegebenenfalls für unsere Menschen, für unsere Kolleginnen und Kollegen es warm zu haben, schon solche Geräte gekauft, die Sie vielleicht von Restaurants kennen, wo Sie abends draußen sitzen und dann so ein Feuer über Ihnen brennt. Die werden in unserem Fall dann mit Öl betrieben. Wir haben auch einige 100.000 Liter Öl gekauft und eingelagert und so ein paar Öfen, um dann eventuell sozusagen auf diesem einfachen Weg sicherzustellen, dass es bei uns warm genug ist.

Wir arbeiten mit externen Partnern zusammen, um den Einkauf von Energie laufend zu optimieren und natürlich mit dem Fokus auf erneuerbare Energien. Wir sind ständig mit unseren Hauptlieferanten im Kontakt, um die Liefer-Fähigkeit zu prüfen, mögliche Störungen in der Lieferkette frühzeitig zu erkennen und Alternativen zu finden. Ganz wichtig, wir haben ein Thema nur dann, wenn indirekt die Glasindustrie in Deutschland, die sehr stark am Gas hängt für ihren Produktionsprozess, wenn es da Probleme geben sollte und sozusagen die Glasherstellung unterbrochen wird, dann sind diese Öfen nicht mehr zu gebrauchen. Die sind zerstört. Die Öfen, die das Glas herstellen, das dauert dann mindestens ein Jahr, eher mehr, bis das wieder zurückkommt. Das wäre eine Katastrophe für unsere Industrie und auch für den deutschen Standort. Wir sind deswegen intensiv mit politischen Entscheidungsträgern, auch mit unserem Ministerpräsidenten hier in Thüringen, im Dialog. Und bei der Politik, bei den Entscheidungsträgern auch über das Land Thüringen hinaus, ist es ganz klar angekommen.

Wir gehen mal davon aus, dass erkannt ist, dass die Glasindustrie eine wichtige, eine systemrelevante Industrie ist, insbesondere in Zeiten des Chip-Mangels. Das ist also eher so ein indirektes Thema. Aber ja, die Energiekosten sind also und das Gas ist jetzt insgesamt nicht so unser Kernproblem. Wir geben da, wo es zu Kostensteigerungen kommt, Strom wird natürlich teurer, wir brauchen Strom für Klimaanlagen, das ist gar keine Frage. Das geben wir dann weiter, versuchen, das weiterzugeben. Das dauert eine gewisse Zeit, weil wir gewisse Zyklen haben, wo wir Preise anpassen. Wenn es zu stark wird, können wir da natürlich auch zwischendurch mal die Preise erhöhen. Das gelingt uns übrigens von Monat zu Monat im Quartal zwei schon deutlich besser. Im Quartal eins war das noch nicht der Fall und das wird nach vorne raus im Rest des Jahres auch zu weiteren positiven Effekten in unserer Marge beitragen, indem wir nämlich die gestiegenen Beschaffungskosten weitergeben. Insgesamt in der Supply Chain sind wir eigentlich ganz gut unterwegs.

Deshalb haben wir bewusst hohe Vorräte angelegt für die kritischen Komponenten – Elektronik-Komponenten, elektronische Bauteile und andere Dinge – und gehen eigentlich für den Rest des Jahres davon aus, dass es, wenn es nicht wesentlich schlimmer wird, um uns herum zu keinen großen und größeren Störungen kommen sollte bei der Jenoptik.

Peter Heinrich: Ja und wie viel mehr haben Sie jetzt an Kosten einkalkuliert für Energie? Ich meine, ist die höheren Kosten für Energie?

Hans-Dieter Schumacher: Das ist nicht signifikant. Für uns sind andere Dinge viel, viel kostentreibender. 75/80 % der Kosten bei der Jenoptik ist Material und Personal. Und Personal wird teurer werden. Die Tarife werden steigen gegen Ende des Jahres. Das ist dann für dieses Jahr auch nicht so relevant, natürlich für das nächste Jahr relevant. Das ist dann Gegenstand der Planungen für das nächste Jahr und der neuen Kalkulationen. Die Energiekosten sind bei uns nicht systemrelevant im Sinne von kostentreibend. Also insofern fließen die in die allgemeinen Preisanpassungen mit ein und sind abgedeckt.

Peter Heinrich: Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 1/3 auf 239 Millionen €. Dabei profitieren Sie weiter von einer hohen Nachfrage aus der Halbleiterindustrie. Nachfrage Wonach? Was brauchen die Hersteller von Halbleitern von Jenoptik?

Hans-Dieter Schumacher: Na ja, wir sind ja eine Halbleiterausrüstungsindustrie. Das heißt, wir beliefern als OEM-Lieferant solche bekannten namhaften Firmen, vor allen Dingen in der Halbleiterausrüstung wie ASML aus Holland, und ASML ist global gesehen der Weltmarktführer in dem Bereich. Mit circa 80 % Weltmarktanteil beliefert ASML die Industrie, die die Chips herstellt in ihren Fabs, mit den Maschinen und Anlagen, die ASML produziert. Und die Jenoptik wiederum, die liefert Komponenten zu optischen Systemen, zur Wafer-Positionierung, zur Oberflächen-Güte in dem Produktionsprozess.

Das heißt, wir wachsen mit der zunehmenden installierten Basis, weil neue Fabriken gebaut werden oder weil die neue EUV-Technologie zur Herstellung der neuesten Chip-Generation, weil dort intensiv investiert wird. Da wachsen wir mit, aber auch die Kern-Technologie, die sogenannte DUV, die heutige Technologie brummt und wächst, weil heutzutage der Chip, der da benötigt wird, zum Beispiel im Kühlschrank, in Staubsaugern, in allen möglichen Haushaltsgeräten eingebaut wird. Die Autoindustrie braucht Chips und auch die Elektroautos brauchen sogar noch mehr Chips. Das heißt, wir wachsen da mit dem Bedarf mit und das decken wir indirekt über unsere Kunden ab, sozusagen. Und das treibt die Nachfrage.

Das ist nicht das Thema Smartphone in erster Linie. Das ist auch nicht das Thema Laptops. Das ist mehr so die Digitalisierung um uns herum, auch in der Medizintechnik, in der Biophotonics, wenn es darum geht, mit digitalen Hilfsmitteln Zahnarzt-Abläufe zu optimieren, zum Beispiel den Abdruck eines Zahnes mit einem Handheld zu machen, in dem eine Kamera und eine Optik verbaut ist, statt einen Abdruck zu machen, auf den Sie dann 14 Tage warten und hoffen, dass es dann 100 % passt. Mit diesem digitalen Abdruck Ihres Zahnes ist es in wenigen Tagen 100 % passend erledigt, schmerzfrei und schnell. Das sind alles so die Dinge, die unser Wachstum treiben.

Peter Heinrich: Was brachte jetzt das erste Halbjahr bzw. Q2 für einen Konzern-Gewinn?

Hans-Dieter Schumacher: Ja, unser EBITDA im Konzern stieg deutlich an, insgesamt haben wir in den ersten sechs Monaten 69 Millionen € erwirtschaftet. Es sind genau 69,6 Millionen €. Das ist eine EBITDA-Marge von 15,6 %. Im Vorjahr waren es 66,6 Millionen, was 20,2 % entspricht. Im Vorjahr war aber ein Einmal-Effekt enthalten aus den Zukäufen von Trioptics und Interob. Im Zusammenhang mit den Kaufpreis Komponenten gab es einen außerordentlichen Ertrag von 18,4 Millionen €. Wenn Sie den eliminieren, dann war das Vorjahr bei 48 Millionen. Dann ist es ein Anstieg von 44,4 %.

Die relative Marge im Vorjahr war also 14,6 und jetzt ist sie 15,6 %. Und das ist natürlich eine tolle Entwicklung. Mit diesem Anstieg um 44,4 % sind wir deutlich stärker im Ergebnis gewachsen als im Umsatz, der mit 35,8 % gewachsen ist, auf 447,2 Millionen €. Insofern kann man schon sagen, dass das erste Halbjahr und insbesondere das zweite Quartal – da kommen nämlich 48,6 Millionen von den 69,6 Millionen her. Und das vergleicht sich mit 34 Millionen im Quartal zwei des Vorjahres. Da haben wir einen deutlichen Impuls bekommen. Das ist aber bei der Jenoptik üblich. Üblicherweise steigert sich jetzt von Quartal zu Quartal, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, unsere Profitabilität und unser Free Cashflow, Auch unser Wachstum.

Weil wir das sehen und weil wir auch einen hohen Auftragsbestand, einen außerordentlichen sogar haben –

ich bin jetzt acht Jahre bei der Jenoptik und mit 710 Millionen € habe ich noch keinen so hohen Auftragsbestand zum ersten Halbjahr gesehen – gehen wir davon aus, dass wir deutlich stärker wachsen und noch profitabler sein werden, als wir es bisher angenommen haben. Deswegen haben wir auch unseren Ausblick für das Jahr 2022 nach oben angehoben heute.

Peter Heinrich: Da ist doch jetzt genau der richtige Zeitpunkt, den Ausblick für den Kapitalmarkt noch mal zu nennen.

Hans-Dieter Schumacher: Ja, wir wollen jetzt für das ganze Jahr 930 bis 960 Millionen € Umsatz machen. Bisher haben wir gesagt mindestens 20 % auf 750 Millionen €. 750,7 Millionen wäre so ungefähr 900 Millionen € gewesen. Und wir wollen beim EBITDA deutlich gegenüber dem Vorjahr ohne Einmaleffekte – es waren dort 25,2 Millionen – wollen wir die EBITDA Marge zwischen 18 und 18,5 % haben. Bisher haben wir gesagt rund 18 %. Das Vorjahr war übrigens 16,7. Also wir springen von 16,7 auf 18 bis 18,5 %. Als ich 2015 hergekommen bin, haben wir 13,9 % EBITDA-Marge gemacht. Man sieht also, die Jenoptik hat sich über all die Jahre deutlich in der Profitabilität nach oben entwickelt.

Peter Heinrich: Zum letzten Mal in den Zahlen mit dabei war Ihr Militärtechnik Geschäft mit dem Namen Vincorion. Käufer ist der Fonds Star Capital, Partnership. Ja, Sie haben irgendwie lange dahin gearbeitet. Ist der Deal jetzt abgeschlossen? In trockenen Tüchern? Geld auf dem Konto?

Hans-Dieter Schumacher: Ja, da sage ich doch mal „Yes, Sir“. Exakt. Am 30 Juni 2022 haben wir die Veräußerung von Vincorion an Star Capital, die in den UK sitzen, geclosed, wie man das in meiner Sprache sagt. Das heißt, wir haben alle Bedingungen, die zwischen Signing und Closing noch abzuarbeiten waren, erfüllt. Es ist auch am 30.6. der Kaufpreis an uns geflossen. Den haben wir auch verbucht. Das ist auch die Verschuldung der Jenoptik deutlich runtergegangen. Und damit war es für uns zwingend notwendig, im Quartal zwei, 30.6 ist immer noch Quartal zwei, Vincorion komplett aus der Bilanz zu nehmen. Sie finden die Vincorion ab jetzt und nach vorne raus nur noch in der Gewinn- und Verlustrechnung. Im Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereich.

Dort haben wir noch einen kleinen Verlust im ersten Halbjahr von rund 2 Millionen € realisiert und verbucht. Das hat was mit den Verlusten im ersten Halbjahr in den Vincorion zu tun, die leicht höher waren als von uns vermutet.

Also unterm Strich ist der Deal gelaufen, Vincorion ist in neuen Händen. Ich selbst war bei einer Verabschiedung der Mannschaft oben in Wedel, habe mich mit dem Topmanagement der Vincorion und dem neuen Eigentümer getroffen und wir haben auf eine gute Zukunft für unsere Kolleginnen und Kollegen bei Vincorion angestoßen und sozusagen das Closing miteinander ein bisschen im kleineren Kreis gefeiert. Also ja, das Militärgeschäft der Jenoptik ist verkauft und aus den Büchern der Jenoptik.

Peter Heinrich: Eine Spalte in den Büchern wird noch interessant werden. Zur Jahresbilanz, sagen Sie noch mal schnell: Was hat der Verkauf an Gewinn eingebracht?

Hans-Dieter Schumacher: Der Verkauf hat leider zu einem kleinen Buchverlust geführt. Aber wir haben als Enterprise Value einen Wert von etwa 130 Millionen € erzielen können. Der realisierte Equity Value liegt deutlich darunter im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Vincorion hatte übrigens zum Zeitpunkt des Verkaufs etwa 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einen Umsatz von 145 Millionen €. Wir haben nach vorne heraus in den nächsten zwei Jahren noch die Chance, über sogenannte Earn-out-Komponenten insgesamt noch mal zweimal zweieinhalb, also 5 Millionen € mehr zu bekommen. Zum Bilanz-Stichtag 30.6. haben wir 65 Millionen € bezahlt bekommen, die wir zum Schuldentilgen genutzt haben. Und deswegen ist die Verschuldung deutlich gesunken.

Peter Heinrich: Wo liegt sie derzeit?

Hans-Dieter Schumacher: Die liegt derzeit bei 511 Millionen €, nach fast 500, knapp 550 Millionen €. Und wir haben damit einen Leverage, das heißt ein EBITDA auf Basis der letzten zwölf Monate in Relation zu dieser Nettoverschuldung, von knapp 3,16. Und das war am Jahresende noch 3,46. Das heißt, wir haben einen deutlichen Fortschritt gemacht. Wenn unsere Guidance, so wie wir sie heute veröffentlicht haben, sich realisieren lässt, dann werden wir deutlich unter die Dreier-Marke wieder kommen. Und die Dreier Marke ist für uns deswegen wichtig, weil sie in der Bankenwelt, im Kapitalmarkt die Linie zwischen Investment Grade und Non Investment Grade markiert. Und natürlich möchten wir als Jenoptik immer Investment Grade bleiben und sehr gute Konditionen mit den Banken haben.

Peter Heinrich: Herr Schumacher, ich bedanke mich recht herzlich. Eine Schlussfrage habe ich doch noch. Wo gehen Sie noch mal hin?

Hans-Dieter Schumacher: Ich traue mich das gar nicht zu sagen. Aber ich möchte tatsächlich kürzertreten. Ich bin über 20 Jahre jetzt als Finanzvorstand aktiv bei drei Firmen, acht Jahre davon bei der Jenoptik hier in Jena. Das ist für mich seit acht Jahren jedes Wochenende 1100 Kilometer hin und zurückfahren. Und das tue ich, weil wir haben zu Hause drei Söhne und schon zwei Enkel und viele Freunde und das Schwäbische Meer und die Alpen. Nichts gegen Thüringen und den Thüringer Wald und die wunderschöne Gegend hier und die tollen Menschen. Aber dieser Job ist nicht spurlos an mir und meinem Körper vorbeigegangen. Ich bin Opa. Ich möchte mein Leben eher sozusagen in der zweiten Reihe beruflich jetzt fortführen.

Das heißt, ich werde Aufsichtsrats-, Beirats-Mandate haben und mich hier und da mit Partnern einbringen, um anderen zu helfen, sich weiterzuentwickeln. Aber ich strebe zumindest nicht mehr nach der ersten Reihe wieder als Finanzvorstand in einem Unternehmen an. Ich möchte wirklich kürzertreten. Ich denke, man soll gehen, wenn es am schönsten ist. Heute, wenn ich um mich schaue, sind einige Menschen bei der Jenoptik traurig über diese Entscheidung. Das freut mich, weil es mir natürlich signalisiert, dass wir gut und loyal und erfolgreich miteinander gearbeitet haben. Aber wissen Sie, zu viele Menschen verpassen den Punkt, wann es Zeit ist, das Zepter weiterzureichen. Acht Jahre waren eine tolle Zeit. Wir haben viel verändert, viel bewegt bei der Jenoptik. Die Firma Jenoptik ist nicht mehr so, wie sie war, als ich kam.

Ich kann das guten Gewissens in neue Hände übergeben, dann können neue Akzente passieren. Acht Jahre ist eine lange Zeit. Das ist eine schöne Zeit und ich freue mich jetzt auf das, was vor mir liegt. Und als allererstes jetzt mal auf den kommenden Sommerurlaub.

Peter Heinrich: Herr Schumacher, danke Ihnen, danke auch für die Offenheit und Ihnen. Ja, alles Gute.

Hans-Dieter Schumacher: Ich danke Ihnen auch. Auf Wiederhören.

Das Interview wurde im original von der Börsenradio Network AG von Vorstand Peter Heinrich geführt.

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