InTiCa Systems-Aktie: Geschäftsbericht 2021 veröffentlicht!

Die InTiCa Systems AG hat ihren Geschäftsbericht für 2021 veröffentlicht. Was Anleger dazu wissen sollten, haben wir für Sie zusammengetragen!

Die InTiCa Systems AG (Prime Standard, ISIN DE0005874846, Ticker IS7) hat heute den Geschäftsbericht veröffentlicht und die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 bestätigt. Zeitweise sah es so aus, als würde der Umsatz die 100-Millionen-Euro-Schwelle überschreiten. Letztlich lag der Konzernumsatz leicht darunter und InTiCa konnte seine Marge aufgrund der zunehmend angespannten Lieferketten und steigenden Rohstoffpreise in der zweiten Jahreshälfte nicht ganz halten. Dennoch war 2021 ein sehr erfolgreiches Jahr für die InTiCa Systems AG.

So äußert sich der Vorstand

‚Während unser Geschäftsmodell zu Beginn der Coronavirus-Pandemie seine Stabilität und Zukunftsfähigkeit unter Beweis gestellt hat, konnten wir im ersten Halbjahr 2021 unsere volle Leistungsfähigkeit abrufen. Rekordumsätze, eine deutliche Verbesserung der Rentabilität und steigende operative Cashflows zeigten deutlich, was in einem positiven Geschäftsklima möglich wäre. Die strategische Ausrichtung auf E-Solutions und die verstärkte internationale Ausrichtung erweisen sich immer wieder als Schlüsselfaktoren für die erfolgreiche Entwicklung in beiden Segmenten. Im Jahr 2021 haben wir mehrere neue Aufträge für Energiespeichersysteme akquiriert und an unserem Standort in Mexiko mit der Akquisition der ersten Industrieprojekte einen wichtigen Meilenstein erreicht. In 2022 wollen wir unsere Vertriebs- und Entwicklungskompetenz und -kapazität ausbauen‘, kommentiert Dr. Gregor Wasle, Vorstandsvorsitzender der InTiCa Systems AG die Geschäftsentwicklung.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Der Konzernumsatz stieg im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 34,7% auf 95,7 Mio. EUR (2020: 71,1 Mio. EUR). Damit lag der Umsatz am oberen Ende der prognostizierten Spanne von 85 bis 100 Mio. EUR. Beide Segmente trugen gleichermaßen zu diesem Anstieg bei. Im Segment Automotive stieg der Umsatz um 35,2 % auf 72,0 Mio. EUR (2020: 53,3 Mio. EUR). Der Anteil dieses Segments am Gesamtumsatz lag bei 75,2 % (2020: 75,0 %). Das Segment Industrie & Infrastruktur steigerte den Umsatz um 33,3 % auf 23,7 Mio. EUR (2020: 17,8 Mio. EUR).

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Der Rohertrag lag im Berichtszeitraum bei 34,7 Mio. EUR (2020: 27,1 Mio. EUR) und die Rohertragsmarge sank von 38,1% auf 36,3%. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) lag mit 9,3 Mio. EUR um 39,1 % über dem Vorjahreswert (2020: 6,7 Mio. EUR). Damit verbesserte sich die EBITDA-Marge auf 9,7% (2020: 9,4%). Auch das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) konnte im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 3,4 Mio. EUR (2020: 0,7 Mio. EUR) gesteigert werden. Die EBIT-Marge betrug 3,5 % (2020: 1,0 %) und lag damit am unteren Ende der prognostizierten Bandbreite. Das Finanzergebnis lag im Berichtszeitraum bei minus 0,6 Mio. EUR (2020: minus 0,6 Mio. EUR), so dass sich ein Vorsteuerergebnis von 2,8 Mio. EUR (2020: 0,2 Mio. EUR) ergab. Nach einem Steueraufwand von 0,9 Mio. EUR (2020: 0,3 Mio. EUR) ergibt sich ein Nettogewinn von 2,0 Mio. EUR (2020: Nettoverlust von 0,1 Mio. EUR).

Der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag 2021 bei 2,9 Mio. EUR (2020: 6,0 Mio. EUR). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf den Anstieg der Vorräte zurückzuführen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen zum 31. Dezember 2021 EUR 1,9 Mio. (31. Dezember 2020: EUR 1,5 Mio.). Darüber hinaus verfügt InTiCa Systems zum Stichtag über zugesicherte Kreditlinien in Höhe von EUR 15,9 Mio., die jederzeit in Anspruch genommen werden können. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag bei 33,7% und damit über dem Vorjahresniveau von 31,7%.

Ausblick

Das wirtschaftliche Umfeld ist derzeit von außergewöhnlichen Herausforderungen geprägt. Der Krieg in der Ukraine und die anhaltende Coronavirus-Pandemie mit erneuten Abriegelungen in Teilen Chinas führen zu anhaltenden Unterbrechungen der Lieferketten und sind durch die Störung der Rohstoffmärkte auch ein wesentlicher Faktor für steigende Produktionskosten und Marktunsicherheit. Ungeachtet dessen hat das Jahr 2022 für InTiCa Systems gut begonnen. Zwar konnten die durch Nachholbedarf getriebenen Rekordwerte des Vorjahreszeitraums nicht ganz erreicht werden, der Auftragsbestand und der Auftragseingang bei den Kunden lagen jedoch auch im ersten Quartal 2022 auf hohem Niveau. Nach den vorläufigen Zahlen lag der Konzernumsatz in den ersten drei Monaten 2022 bei 26,9 Mio. Euro (Q1 2021: 28,8 Mio. Euro). Auf der Ergebnisseite wird für das erste Quartal 2022 ein EBIT von rund 1,0 Mio. EUR erwartet (Q1 2021: 1,3 Mio. EUR).

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Während die Vorräte in einigen Feldern bereits vor dem Ausbruch des Krieges erschöpft waren, haben der Konflikt und Chinas Null-Covid-Strategie die Lieferketten weiter gestört. Versorgungsengpässe führen bereits zu Instabilitäten in der Produktion, einschließlich Produktionsausfällen an vielen Standorten deutscher OEMs. Weitere Probleme sind zu erwarten. Da InTiCa Systems die geplante Produktionsstätte in der Ukraine in absehbarer Zeit nicht in Betrieb nehmen kann, werden sich die erwarteten positiven Effekte für lohnintensive Produkte im Jahr 2022 nicht einstellen. Die Situation in der Ukraine wird laufend neu bewertet und je nach Situation werden alternative Möglichkeiten geprüft. Insgesamt bleibt ein proaktives Risikomanagement auch im Jahr 2022 wichtig. Darüber hinaus werden die Investitionen im Bereich E-Solutions auf der Basis von langfristigen Kundenaufträgen wieder verstärkt. Das Gesamtvolumen wird sich nach derzeitiger Planung auf rund 6,0 Mio. Euro belaufen. Insbesondere die Produktion eines innovativen Antennenprodukts und von Aktuatoren für Fahrwerkskomponenten soll sowohl in Tschechien als auch in Mexiko aufgebaut werden“, kommentiert Günther Kneidinger, Mitglied der Geschäftsleitung, den Ausblick der Gruppe.

Aus heutiger Sicht geht der Vorstand davon aus, dass unter Berücksichtigung der besonderen Herausforderungen des Jahres 2022 der Konzernumsatz relativ stabil bei 85,0 bis 100,0 Mio. EUR liegen wird, während die EBIT-Marge mit 2,5 bis 3,5 % leicht rückläufig sein wird. In Abhängigkeit von den Rohstoffmärkten soll die Materialaufwandsquote in beiden Segmenten nach Möglichkeit weiter optimiert werden und die Eigenkapitalquote stabil bleiben. Der Prognose für 2022 liegen die Annahmen zugrunde, dass die Coronavirus-Pandemie weltweit zurückgeht und der Krieg in der Ukraine nicht weiter eskaliert. Unvorhersehbare negative Effekte könnten Lieferanten betreffen, sich direkt auf InTiCa Systems auswirken oder die Kunden beeinträchtigen und dazu führen, dass die Erwartungen nicht erfüllt werden können.

Wachstumstreiber sind mehr denn je die Megatrends Elektrifizierung und Digitalisierung. Die Elektrifizierung mit einer durchgängigen Kopplung der klimarelevanten Sektoren – Energie, Industrie, Gebäude und Mobilität – ist unabdingbar, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen. Dies erfordert hohe Investitionen in Infrastruktur und intelligente Technologien. Der Fokus von InTiCa System liegt im Jahr 2022 auf neuen Projekten für Baugruppen und EMV-Filter im Bereich Automotive und ersten Projekten für Ladelösungen mit potenziellen Neukunden im Bereich Industrie & Infrastruktur.

InTiCa Systems will aber nicht nur seine Produkte kontinuierlich verbessern, auch die Organisationsstruktur soll auf dem neuesten Stand sein. Vorstand und Aufsichtsrat der InTiCa Systems AG haben daher kürzlich beschlossen, den Weg für eine Umwandlung des Unternehmens in eine europäische Aktiengesellschaft („Societas Europaea“, SE) zu ebnen, die als InTiCa Systems SE firmiert. InTiCa Systems möchte diese attraktive, moderne und international anerkannte Rechtsform für die weitere Entwicklung des Unternehmens nutzen. Eine Änderung in der Führungsstruktur ist nicht geplant. Die Änderung der Rechtsform setzt unter anderem voraus, dass die Hauptversammlung der InTiCa Systems AG dem geplanten Rechtsformwechsel und der damit verbundenen Satzung der künftigen InTiCa Systems SE zustimmt.

Über InTiCa Systems

InTiCa Systems ist ein in Europa führendes Unternehmen in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von induktiven Bauelementen, passiver analoger Schaltungstechnik und mechatronischen Baugruppen. Das Unternehmen ist in den Geschäftsfeldern Automobiltechnik und Industrietechnik tätig und beschäftigt rund 900 Mitarbeiter an den Standorten Passau (Deutschland), Prachatice (Tschechien) und Silao (Mexiko).

Das Geschäftsfeld Automobiltechnologie konzentriert sich auf innovative Produkte, die den Komfort und die Sicherheit von Autos erhöhen, die Leistung von Elektro- und Hybridfahrzeugen verbessern und den Kohlendioxidausstoß reduzieren. Das Geschäftsfeld Industrieelektronik von InTiCa Systems entwickelt und produziert mechatronische Baugruppen für die Solarindustrie und andere industrielle Anwendungen.

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