Inflationssorgen schocken die Märkte nur kurz – DAX vor der nächsten turbulenten Woche?

Auf einen einfachen Nenner gebracht, lässt sich die letzte Handelswoche mit „äußerst turbulent“ beschreiben.

Während in der ersten Wochenhälfte nach einem überraschend starken Anstieg der US-Inflation auf 4,2 Prozent die Märkte auf Talfahrt gingen, reichten den Anlegern Beschwichtigungen von zahlreichen FED-Offiziellen, das der Leitzins trotz starker Zunahme der Teuerungsrate auf absehbare Zeit nicht steigen wird, um am Donnerstag und insbesondere Freitag zu deutlich niedrigeren Kursen an den Markt zurückzukehren.

In Punkten ausgedrückt rutschte der DAX im Wochentief bis auf 14.816 Punkte ab, beendete die Woche aber nach einem starken Freitag dennoch mit einem kleinen Plus von 0,1 Prozent bei 15.416 Zählern.

Neben der Aussicht auf eine unverändert laxe Geldpolitik von FED, EZB & Co wirkten sich vor allem hervorragende Bilanzkennzahlen sowie Wachstum signalisierende Konjunkturdaten (ZEW-Indikator, Einkaufsmanagerindex, Industrieproduktion, Kapazitätsauslastung) in der zweiten Wochenhälfte positiv auf den Aktienmarkt aus.

Nervosität der Anleger bleibt weiter hoch – Schwankungsbreite auch

Eine hohe Volatilität dürfte auch in der kommenden Handelswoche das Ergebnis der Richtungssuche der Anleger sein.

Für weiter steigende Kurse spricht momentan die unverändert expansive Geldpolitik der Notenbanken, die billionenschweren Konjunkturprogramme rund um den Globus sowie die wachsende Kauflaune der Anleger nach dem Überwinden der Corona-Pandemie.

Auch seitens der Charttechnik stehen die Signale noch auf grün, d.h. der langfristige Aufwärtstrend ist nach wie vor intakt.

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Dagegen spricht vor allem die in den letzten Wochen aufgekommenen Inflationssorgen. Nach Ansicht vieler Experten könnte ein weiterer starker Anstieg der Teuerungsrate die Notenbanken veranlassen, mittelfristig wieder an der Zinsschraube zu drehen.

Das ist nicht nur Gift für den Anleihemarkt, sondern besonders auch für technologielastige Aktien.

Aber auch die inzwischen recht ambitionierten Bewertungsniveaus, die nicht abebben wollende Diskussion um Steuererhöhungen in den USA oder immer neue Rekordschulden aufgrund der Corona-Pandemie erhöhen bei Dividendentiteln die Wahrscheinlichkeit auf eine – möglicherweise deutlichere – Korrektur.

„Preissensible“ Konjunkturdaten im Fokus der Anleger

Anleger sollten deshalb in den nächsten Tagen besonders bei den Konjunkturdaten genauer hinzuschauen, die Hinweise auf eine mögliche zukünftige Preisentwicklung geben, beispielsweise am Donnerstag die deutschen Erzeugerpreisen für den April.

Ebenfalls sehr wichtig dürften die am Mittwoch veröffentlichten Minutes zur letzten FOMC-Sitzung sowie am Donnerstag die US-Frühindikatoren sein.

Nachfolgend eine kurze Übersicht über wichtige Konjunkturdaten der nächsten Woche:

Montag –  USA: Empire State-Index Mai

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Dienstag –  EU: BIP-Schätzung 1. Quartal 2021; USA: Baubeginne und Baugenehmigungen April

Mittwoch –USA: FOMC Minutes

Donnerstag – DE: Erzeugerpreise April; USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe Woche, Philadelphia FEX-Index, Frühindikatoren April

Freitag – DE: Einkaufsmanagerindex Mai; EU: Einkaufsmanagerindex Mai; USA: Verkauf bestehender Häuser April

Bei der Bilanzberichtssaison ist dagegen der Höhepunkt inzwischen überschritten, die meisten Unternehmen aus DAX, MDAX & Co haben in den letzten Tagen schon ihre Quartalszahlen präsentiert.

Zu den Nachzüglern, die in der kommenden Handelswoche noch Zahlen vorlegen, gehören Aumann, Eckert & Ziegler (Montag), Dermapharm, SFC Energy, Voltabox und Singulus (Dienstag), Aurubis und Sixt Leasing (Mittwoch) sowie Bertrandt, CTS Eventim, Einhell, Gigaset, InTiCa und Südzucker (Donnerstag).

Was sagt die Charttechnik?

Seit Erreichen des neuen Rekordhochs des DAX bei 15.504 Punkten hat sich der deutsche Leitindex in den letzten vier Wochen in einer Range zwischen diesem Hoch und 14.810 Punkten auf der Unterseite bewegt.

Da das auch für die letzte Woche zutraf, hat sich an den charttechnisch wichtigen Marken aus der letzten Woche nur wenig geändert.

Auf der Oberseite liegt der nächste signifikante Widerstand beim bisherigen Rekordhoch von 15.504 Punkten (Widerstand I), der nächste erkennbare dann bei 15.540 Punkten (Widerstand II).

Die erste wichtige Unterstützung auf der Unterseite ist aktuell im Bereich bei 15.320/50 Punkte (Unterstützung I) erkennbar, danach bei 15.220/40 Punkten (Unterstützung II) und bei 15.085/90 Punkten (Unterstützung III), bevor wieder die Runde Marke von 15.000 Punkten in den Blickpunkt rückt.

Asiatische Börsen tendieren zum Wochenstart uneinheitlich

Gemischte Vorgaben kommen zum Wochenstart von den wichtigsten asiatischen Handelsplätzen:

Der Nikkei verliert aktuell 0,9 Prozent auf 27.824 Punkte, der Hang Seng legt dagegen 1,1 Prozent auf 28.027 Punkte zu und der Shanghai A Index gewinnt sogar 1,8 Prozent auf 3.658 Punkte.

DAX vor behauptetem Wochenstart

Blickt man eine halbe Stunde vor Handelsstart auf die vorbörsliche Indikation, dann dürfte der DAX in etwa auf Höhe seines Freitags-Schlusskurses in die neue Handelswoche starten:

Die Deutsche Bank berechnet den DAX aktuell mit 15.408 Punkten, beim CFD Broker CMC Markets wird der Germany30 momentan bei 15.405 Punkten gehandelt.

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