Infineon-Aktie: Sind jetzt alle verrückt geworden?

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Was ist da bloß los? Am Dienstagnachmittag verzeichnete die Infineon-Aktie ein Minus von 6 Prozent auf 31,6 Euro (Stand: 16:15 Uhr). Dabei hatte das Unternehmen nur wenige Stunden zuvor einen Quartalsbericht veröffentlicht, der eigentlich Mut machen sollte.

Infineon-Aktie: Q1 besser als gedacht – Prognose erhöht

Demnach erzielte der deutsche Chip-Hersteller im zweiten Quartal des Geschäftsjahres einen Umsatz von 2,7 Milliarden Euro – ein Drittel mehr als im Vorjahresquartal. Das Segmentergebnis schnellte gar um 72 Prozent auf 470 Millionen Euro nach oben. Der Konzern konnte damit bei beiden Kennzahlen die Prognosen der vom Unternehmen befragten Analysten übertreffen.

Und auch für das gesamte Geschäftsjahr zeigte sich der Chip-Spezialist optimistisch. So prognostiziert Infineon für die 12 Monate per Ende September einen Umsatz von 11 Milliarden Euro. Zuvor hatte das Unternehmen etwas weniger angepeilt.

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Bei der operativen Marge (Segmentergebnis-Marge) erwartet Infineon nun rund 18 Prozent. Zuvor hatte man hier eine Marge von 17,5 Prozent in Aussicht gestellt.

Alle wollen Chips

Infineon führt die optimistischere Einschätzung auf die weitere Erholung der Autobranche zurück, die Halbleiter-Chips des Konzerns bezieht. Gleichzeitig sorge die branchenübergreifend boomende Chip-Nachfrage für zusätzliche Wachstumsimpulse. Beinahe rund um den Globus wird derzeit händeringend um Computerchips gekämpft.

Diese sind inzwischen unabdingbar für das Wohlergehen der Weltwirtschaft. Entsprechend groß ist das Potenzial für Chip-Hersteller wie Infineon, die ihre Produktionskapazitäten in den kommenden Monaten und Jahren massiv ausbauen wollen.

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Aber warum verlor die Infineon-Aktie am Dienstag trotzdem?

Hierfür gibt es diverse mögliche Gründe. Zum einen das schwache Börsenumfeld. Der Dax verzeichnete am Dienstagnachmittag zur selben Zeit ein Minus von 2,1 Prozent. Die Infineon-Aktie zeigte sich mit einem Verlust von 6 Prozent allerdings überproportional schwach.

Marktexperten vermuten, dass manche Anleger angesichts der starken Signale anderer Halbleiterkonzerne noch mehr erwartet hatten. Analysten der Commerzbank betonten, dass die Zahlen und der Ausblick „vermutlich nicht gut genug“ seien, „um in dem aktuellen Umfeld noch zu begeistern“.

Demnach überraschten die höher gesteckten Jahresziele am Markt nicht mehr so stark. Das Wachstum bei Infineon allerdings ist intakt wie eh und je. Langfristig dürften dem Konzern angesichts des immensen globalen Chip-Bedarfs und der guten Reputation glorreiche Zeiten bevorstehen.

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Infineon Forum

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https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Der-Boersen-Tag-am-Donnerstag-6-Mai-2021-article22536
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Fundamental ist alles im Lack. Auch Leerverkäufer drehen mal Schönen Tag
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nicht gut aus! Überhaupt nicht! Sonnengott - bitte melden! :-)))
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