Ihr Schmerzensgeld mit Kryptos: Erst die Schmerzen, dann das Geld!

Kein Geringerer als der große André Kostolany sagte einmal: „An der Börse gemachtes Geld ist immer Schmerzensgeld; erst kommen die Schmerzen, dann das Geld!“. Wichtig war ihm dabei auch, dass man an der Börse Geld macht und nicht etwa verdient. Denn wer Geld verdienen möchte, müsse dafür etwas leisten, arbeiten. Die Spekulation an der Börse aber war für ihn, wie wohl für jeden leidenschaftlichen Börsianer, keine Arbeit. Für André Kostolany war es sogar eine Kunst.

Ob man ihm da zustimmt oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich selbst sehe mich nicht unbedingt als Künstler, aber gut. Generell bin ich aber durchaus ein Kostolany-Schüler und weiß daher, dass er mit Kryptowährungen wohl auch nicht spekuliert hätte. Denn erstens handelte er nur mit Dingen, die er auch verstand, und zweitens war ihm, zumindest zum Ende seines beeindruckenden Lebens hin, eine gewisse Sicherheit sehr wichtig.

Kryptowährungen sind aber eben noch ein ganz junger Markt, die erste und bekannteste Kryptowährung, der Bitcoin (BTC) erblickte erst am 3. Januar 2009 das Licht der Welt. Die heutige Nummer 2, Ethereum, gibt es sogar erst seit 2015, wobei die ursprüngliche Version dem heutigen Ethereum Classic (ETC) entspricht. Denn nach einem Fehler in einem Smart Contract von TheDAO wurde das heutige Ethereum (ETH) ja zur Abwehr des Angriffs aus dem ursprünglichen heraus geforkt.

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Zudem investiert man, wenn man denn Geld in Kryptowährungen anlegt (wie es ein André Kostolany tat und beispielsweise auch ein Warren Buffett tut; das waren/sind ja Investoren und keine Trader!), in der Regel in sehr junge Unternehmen, Startups. Und was Kostolany davon hielt, konnte man sich in der „NDR Talk Show“ vom Freitag, dem 4. September 1998, anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=9I9dV2yPq3c

Der Neue Markt war tatsächlich teilweise ein Betrug

Obwohl ich ein Fan, um nicht zu sagen ein Kind des Neuen Marktes bin, kommt man rückblickend leider nicht umhin einem André Kostolany zumindest teilweise Recht zu geben. Denn tatsächlich war der Neue Markt teilweise ein Betrug. So wurden in der Regel im Zuge eines Börsengangs nur sehr wenige Aktien emittiert, um so einen guten Börsenstart und weiter steigende Kurse zu bekommen. Erst nach Aufnahme der Börsennotierung wurden dann weitere Aktien in die steigenden Kurse hinein veräußert.

Ähnlich lief es übrigens seinerzeit auch beim Börsengang der The NAGA Group ab, was ich stark kritisierte. Tatsächlich war – nachdem die Anfangseuphorie weg war – diese Aktie eher ein Rohrkrepierer. Inzwischen sieht es besser aus und ich hoffe, dass das so bleiben wird. Aber die Aktie war, ist und bleibt noch für längere Zeit ein sehr spekulatives Papier. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

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Bei Kryptowährungen sieht es in der Regel anders aus, aber…

Die Aktie von The NAGA Group ist dabei deshalb so spekulativ, weil es sich noch um ein vergleichsweise kleines Unternehmen handelt. Auch die Projekte hinter den meisten Coins und Tokens sind natürlich Startup-Projekte und dementsprechend hoch ist eben auch das Risiko. Aber auf der anderen Seite gilt auch: Wer von uns hätte nicht gerne schon kurz nach der Gründung in Facebook investiert? Das war seinerzeit aber nicht möglich, mit Hilfe von Kryptowährungen wird es das.

Wenn Satoshi Nakamoto den Bitcoin also ins Leben gerufen hat, um das Geld zu digitalisieren und demokratisieren, so war er damit letzten Endes noch erfolgreicher als er wohl jemals selbst geglaubt hätte. Denn durch das entstandene und weiterhin entstehende Krypto-Universum hat er sogar die komplette Finanzwelt auf den Kopf gestellt und demokratisiert.

Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld!

Leider aber wird nicht jedes Startup zum Erfolg, auch wenn man das vielleicht glauben mag. Vielmehr scheitern am Ende mehr als neun von zehn Startups, also mehr als 90%. Darum schrieb ich ja auch schon öfter, dass mindestens 95% der inzwischen über 10.000 Kryptowährungen Schrott sind und wieder in der Versenkung verschwinden werden und biete Ihnen meine Dienste zur Auswahl der richtigen Kryptowährungen an.

Wie selbst an der regulierten Börse üblich, geht es immer auf und ab. Es gibt Phasen von Euphorie (wie 2017 oder 2020/2021) und Phasen der Ernüchterung. Leider kommen die meisten Anleger immer in Euphoriephasen an den Markt und kaufen somit teuer. Dies führt dann zu kurzfristigen Kursverlusten, die schmerzhaft sind und man aushalten muss. Wer aber auf die richtigen Pferde setzt und dies kann, wird am Ende belohnt. Oder wie Kostolany schrieb: „Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld!“.

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