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Hot Stock BioNTech: Zahlen des Wahnsinns!

BioNTech: Schwache Zahlen - und jetzt?

Liebe Leser,

die Mainzer Impfstoff-Firma BioNTech hat nun Quartals- und Halbjahreszahlen abgeliefert. Im Ergebnis verlor die Aktie am gestrigen Montag mehr als 8 %. Die Entwicklung habe Analysten nicht zufrieden gestellt, so lauteten schon gestern die ersten Kommentare. Die Zahlen verdienen es, beleuchtet zu werden. Möglicherweise ist die erste Reaktion deutlich übertrieben.

BioNTech: Alles wie gehabt!

Zunächst einmal: BioNTech hat bis dato stets angegeben, dass die Umsätze in diesem Geschäftsjahr bei 13 bis 17 Milliarden Euro liegen würden. Dies wiederum hat das Mainzer Unternehmen in der jüngsten Präsentation bestätigt. Wenn sich Börsianer damit nicht zufrieden zeigen, dann ist dies zunächst nicht ganz verständlich: Alles bleibt wie gehabt.

Tatsächlich aber sind hinter den Halbjahreszahlen kleine Rückschläge zu bestaunen – auf den ersten Blick. Die Zahlen sind alles andere als schlecht.

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Die Überschriften in verschiedenen Gazetten lauten denn auch vollständig unterschiedlich. Von „Zahlen schwächer als erwartet“ bis „BioNTech im ersten Halbjahr mit kräftigem Umsatzplus“ ist alles dabei.

Nüchterne Betrachtungen zeigen, dass der Umsatz im gesamten ersten Halbjahr 2022 um etwa 30 % höher war als im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres. Dies führte oder zeigte sich in einem Umsatz von 9,57 Milliarden Euro. Dabei wurde auch der Nettogewinn in die Höhe geschraubt. Der Nettogewinn belief sich auf 5,37 Milliarden Euro. Dies sind 37,2 % mehr als im ersten Halbjahr 2021.

Rückblende: Das erste Halbjahr 2021 allerdings ist mit den Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2022 auch nicht gut zu vergleichen. Damals rollte die erste Impfstoff-Welle in Deutschland erst an. Noch im Februar 2021 war nicht absehbar, wie schnell die Bevölkerung allein bei uns in Deutschland hinreichend schnell mit Impfstoffen gegen das Corona-Virus versorgt werden könnte. Monatelang warteten Menschen teils auf Termine, es gab Prioritätenlisten, Wartelisten und Tricks, mit denen ein Impfstoff organisiert werden konnte. Teils wurden Menschen mit dem Impfstoff von AstraZeneca versorgt, weil ihnen keine Wahlfreiheit gewährt werden konnte – es war einfach nicht hinreichend Impfstoff da.

Dies sieht aktuell und schon seit Monaten vollständig anders aus. Der Impfstoff lagert in Deutschland in rauhen Mengen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach gab bekannt, dass der Impfstoff verbraucht werden solle – als 4. Impfung. Damit könnte die Omikron-Welle zumindest halbwegs gestoppt werden, so lässt sich den Aussagen entnehmen. Der Impfstoff verfalle ohnehin bald „wertlos“, so Lauterbach. Gemeint ist, dass die Haltbarkeit des Impfstoffs ihrem Ende zugeht.

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Dies hat wirtschaftliche Auswirkungen: BioNTech und andere Impfstoff-Unternehmen können an Deutschland wie auch vergleichbare Länder kaum noch wie vor einem Jahr verkaufen, sondern haben in den vergangenen Monaten geliefert. Dies hat damit erwartbar die Umsätze gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 in die Höhe getrieben.

Es war also offensichtlich, dass die Umsätze von BioNTech höher ausfallen würden als 2021. Umgekehrt ergibt sich aus den Überlegungen die zweite Offensichtlichkeit: BioNTech und andere haben vor allem im zweiten Quartal 2021 damit begonnen, große Geschäfte mit dem Impfstoff zu machen. Dies unterscheidet das 2. Quartal 2022 von jenem Zeitabschnitt, da in diesem Jahr die meisten Auslieferungen naturgemäß schon stattgefunden haben. Insofern sind innerhalb eines starken und stärkeren 1. Halbjahres 2022 schwächere Zahlen zum 2. Quartal 2021 nicht eben verwunderlich.

Zahlen im 2. Quartal fielen schwächer aus

Tatsächlich sind die Umsätze 2022 im zweiten Quartal um 39,8 % gegenüber dem 2. Quartal 2021 gesunken. Die Umsätze beliefen sich noch auf 3,2 Milliarden Euro. Dementsprechend sind bei einer hohen Gewinnmarge bezogen auf die Umsätze (über 50 %) auch die Gewinne gesunken, hier um 40 %. Sie beliefen sich auf „nur noch“ 1,67 Milliarden Euro. Auch dies kann nicht verwundern.

BioNTech erklärte die Rückgänge denn auch damit, dass die dynamische Entwicklung der Pandemie „zu einer Verschiebung von Aufträgen und damit zu Schwankungen bei den Quartalsumsätzen“ führen würde. Die Aussage lässt sich schwerlich in Zahlen einordnen, die Verschiebung über verschiedene Zeiträume ist jedoch nachvollziehbar.

Wichtig ist der Umstand, dass die Jahresendprognose bezogen auf den Umsatz sich nicht verändert hat. Dies wiederum ändert an der Bewertung von BioNTech zunächst nichts.

Nun sind bereits zwei Omikron-angepasste Impfstoffe bei der EMA zur Zulassung vorgestellt worden. In diesem Monat wird laut BioNTech zudem eine klinische Studie für einen weiteren angepassten Impfstoff – an BA.5 – aufgenommen. Bei einer Zulassung würden die ersten Impfstoffe im Oktober ausgeliefert werden können.

Den wirtschaftlichen Impact kann derzeit kaum jemand vorhersagen, da die Pandemie selbst kaum zu kontrollieren ist. Dennoch eröffnen solche Perspektiven mit neuen Impfstoffen die Frage, ob die künftigen Umsätze vielleicht höher ausfallen werden als bis dato angenommen.

Die Börsen jedenfalls haben nach dem herben Rücksetzer am gestrigen Abend am Dienstag noch einmal fast -1% Minus für die Aktie hergestellt. Damit ist der Titel dennoch nicht unter die Marke von 160 Euro gefallen und befindet sich zumindest charttechnisch betrachtet noch in einer ordentlichen Situation. Unterstützungen werden aus Sicht der Chartanalyse bei etwa 150 Euro vermutet. Technische Analysten verweisen denn auch trotz der Rücksetzer darauf, dass der GD100 um immerhin mindestens 7 % distanziert wurde. Mittelfristig betrachtet befindet sich BioNTech weiterhin in einem technischen Aufwärtstrend.

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