Goldnachfrage erholt sich – Rückenwind für den Goldpreis

Am 29. Juli 2021 hat das World Gold Council die Daten für das zweite Quartal 2021 veröffentlicht.

Die weltweite Goldnachfrage ging insgesamt nur leicht um 1% gegenüber dem Vorjahr (J/J) zurück auf 955,1 Tonnen. Dies lag jedoch allein am Rückgang der Goldnachfrage der ETFs, alle anderen Nachfragekomponenten entwickelten sich überaus positiv.

Die Gold-Schmucknachfrage erreichte 390,7 Tonnen, ein Plus von 60% J/J – wobei die Nachfragemenge in Q2 2020 Coronavirus-bedingt sehr gering ausgefallen war.

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Die Goldnachfrage der Konsumenten in China legte um 55% J/J zu auf 211,7 Tonnen, die in Indien stieg um 20% J/J auf 76,2 Tonnen. Auffällig starke Zuwächse gab es zudem in Japan (+113% J/J), Russland (+122% J/J), den USA (+107% J/J), Italien (+99% J/J) und Großbritannien (+30% J/J); in Deutschland wuchs die Goldnachfrage um 8% J/J auf 48,8 Tonnen, in der Schweiz um 2% J/J auf 12,0 Tonnen, in Spanien um 21% J/J auf 1,9 Tonnen.

Für Technologiezwecke wurden 80 Tonnen Gold nachfragt (Elektronik: 66,3 Tonnen, andere Verwendungen: 10,8 Tonnen; Zahngold: 2,9 Tonnen), ein Plus von 18% J/J.

Die Goldnachfrage für Investmentzwecke fiel – wie eingangs erwähnt – um 51% J/J auf 284,5 Tonnen. Das lag aber nur an einer gegenüber dem Vorjahresquartal um 90% geschrumpften Goldnachfrage der ETFs (sie erreichte 40,7 Tonnen). Erfreulicherweise verbuchte jedoch das zweite Quartal 2021 den ersten Goldnachfrageanstieg seitens der ETFs nach zwei Quartalen des Nachfragerückgangs.

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Die Goldnachfrage in Form von Barren stieg um 79% J/J auf 168,1 Tonnen, die Nachfrage nach Goldmünzen um 23% J/J auf 63,5 Tonnen.

Die Zentralbanken fragten 199,9 Tonnen Gold nach, ein sehr kräftiger Anstieg von 214% J/J. 

Mit Blick auf das gesamte Goldangebot stieg die Minenförderung um 16% J/J und erreichte 924,0 Tonnen. Das Recycled Gold ging um 2% J/J auf 276,6 Tonnen zurück.

Insgesamt gesehen hat sich die Goldnachfrage im zweiten Quartal 2021 merklich (gegenüber dem Vorquartal) gefestigt, liegt aber noch unter dem Vorkrisenniveau. Ein „Bremseffekt“ ging lediglich von den Gold-ETFs aus, der sich aber nun verflüchtigen sollte. Denn die anhaltend niedrigen Zinsen, die anschwellenden Geldmengen und die zunehmende Güterpreisinflation sollten der Goldnachfrage und damit auch dem Goldpreis fortan verstärkt Rückenwind geben. Wir empfehlen, bei gegenwärtigen Goldpreisen die Goldbestände auf- beziehungsweise weiter auszubauen – und Gold als Versicherung gegen die Kaufkraftverlust der offiziellen Währungen im Portfolio zu halten.

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