Gold mit ETFs kaufen – zur Sicherheit!

Liebe Leser,

die US-Wahl scheint auf den ersten Blick vorüber zu sein. Joe Biden wurde zum Sieger erklärt. Doch wird er es bleiben? Die juristische Auseinandersetzung in den USA läuft bereits. Biden hat keine Chance, in Ruhe seine Vorbereitungen zur Übernahme des Amtssitzes im Weißen Haus zu realisieren. Wie wird sich dies auf den Währungsmarkt auswirken? Warum legt der Bitcoin so stark zu? Und wann werden die Aktienmärkte reagieren?

Wir sehen nur offene Frage vor uns. Daher bietet es sich an, auch etwas auf den Goldmarkt zu setzen. Ich kann Ihnen als Fonds- und ETF-Liebhaber nicht empfehlen, einfach nur physisches Gold zu kaufen. Das Gold ist im Ankauf viel zu teuer. Sie zahlen in der Regel deutlich mehr als 0,5 % Ankaufgebühr. Teils werden 2, 3 und mehr %. Schließlich müssen Sie das Gold lagern. Daher kaufen Sie einfach ETCs.

Warum Gold?

Sehen wir uns zunächst an, was die ETCs in Gold derzeit machen. Sie haben einen neuen Rekord aufgestellt.

Quelle: www.gold.org

Die Anleger haben so viel Gold in Form von ETCs gekauft wie nie zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nachfrage um 10 % gestiegen!

Die Nachfrage der Juweliere hingegen sank um – Achtung – 29 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dort also wird weniger investiert. In beiden Fällen, so meine ich, sehen wir sehr gute Signale für die Unsicherheit der Menschen. Gold als ETCs sind reine Investments. Investitionen beim Juwelier gehen über den reinen Materialwert hinaus. Schmuck ist nicht nur schön, sondern auch eine Spekulation.

Warum das Ganze?

Die Angst vor einem wirtschaftlichen Zusammenbruch ist offenbar recht groß. Die US-Wahl ist nur ein Faktor für die Unsicherheit gewesen. Dazu kommt, dass die Corona-Pandemie die Wirtschaft in allen westlichen Ländern an den Rand der Möglichkeiten bringt oder gebracht hat.

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Sehen Sie sich an, wie hoch alleine die Bilanzsumme der FED, der US-Zentralbank ist. Die gibt Geld aus, um Anleihen des Staates vermeintlich am freien Markt zu kaufen. Der Staat platziert dort die praktisch nicht verzinsten Anleihen – die Märkte selbst werden nicht ohne die Garantie kaufen, dass die FED hier kauft.

Die Bilanzsumme zeigt, dass die FED mehr „Vermögen“ hat – also diese Anleihen, die im Grunde wertlos sind. Auf der anderen Seite hat die FED die Anleihen per neu gedrucktem Geld gekauft. Dies sehen Sie an der Bilanzsumme.

Bilanzsumme der FED steigt – die Geldgefahr

Die Bilanzsumme ist sogar, bei Lichte betrachtet, so hoch wie nie zuvor in der Geschichte. Was heißt das? Die Bilanzsumme drückt wie beschrieben im Grunde die Risiken der aktuell gestiegenen Geldmenge der USA und der Fed aus.

Dies geht übrigens allen bedeutenden Zentralbanken so.

Die Zentralbanken weiten ihre Bilanzen aus: Die große Geldgefahr

Die Bilanzsumme steigt also bei der EZB, der Europäischen Zentralbank, ebenso wie bei der japanischen Zentralbank. Asien, Europa und die USA sind betroffen – von einer massiven Geldmengenausweitung, die sichtbar wird in der Veränderung der Zentralbankbilanz im jeweiligen Vorjahresvergleich. Lassen Sie sich nicht durch die nur minimale Korrektur der EZB täuschen – sie hat in den Vorjahren einen gewaltigen Vorsprung aufgebaut.

Gold gewinnt langfristig in verschiedenen Währungen – seit vielen Jahren

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Der Goldpreis wird von dieser Währungsschwäche aus meiner Sicht mit hoher Sicherheit verlieren. Schon an anderer Stelle jedoch haben wir erwähnt, dass Gold nicht nur stark sein wird, sondern bereits einem kräftigen Wachstum in den vergangenen 20 Jahren hinterherblicken kann.

Dies betrifft alle bedeutenden Währungen der Welt, den Euro, den US-Dollar, das britische Pfund, den Australian Dollar, den Canadian Dollar oder den Franken wie auch den japanischen Yen. Sie alle haben im Vergleich zum Gold seit 2001 massiv verloren. Umgekehrt: Der Goldpreis hat – Achtung – in 18 von 20 Jahren jeweils gewonnen.

Nur 2013 verlor Gold -24,1 % gegenüber allen Währungen – im Durchschnitt. 2015 ging es zudem um -3,8 % abwärts – gegenüber allen Währungen. Die Zahlen sind vollkomen beeindrucken, wenn ich daran denke, wie kontinuierlich das gelbe Edelmetall sogar zweistellig gewonnen hat.

Meine Daten zeigen mir, dass dies in 12 von 20 Jahren der Fall war – der Goldpreis scheint gegenüber den Währungen in fast jeder Situation zu gewinnen.

Nehmen wir vielleicht noch die Krisenjahre 2008 (Finanzmarktkrise) und 2009 (der Ausläufer der Finanzmarktkrise). Gold gewann gegenüber allen Währungen im Durchschnitt + 15,5 % im Jahr 2008 und immerhin 16,5 % im folgenden Ausläuferjahr.

Die Währung ist bei Misstrauen am Markt also ideal – Gold.

Gold: Ideales Investment

Deshalb ist Gold das ideale Investment in diesen Tagen. Ich empfehle, wie beschrieben, Gold in der Form von ETCs zu kaufen.

ETCs sind Konstruktionen wie ETFs, allerdings bilden sie nur ein Objekt im Depot ab: Das Gold. Fonds wie es auch ETFs sind, müssen 10 Positionen aufnehmen. Deshalb können die Gold-Analoge nicht in Form eines ETFs geführt werden, sondern sind Schuldverschreibungen, die sich ETCs nennen. Sie haben nur Gold im Portfolio.

Diese ETCs sind damit allerdings auch goldhinterlegt und weisen entscheidende Vorteile gegenüber dem Investment in Gold selbst auf.

Sie sind kostengünstiger, weil sie im Kauf meistens weniger als 0,7 % Spread kosten – dies ist der Unterschied zwischen An- und Verkaufskursen. Sie sind zudem im Verkauf kein Problem: Sie müssen nicht zum Händler, der Händler muss mit Ihnen nicht über den Ankaufpreis verhandeln. Sie geben einfach die entsprechende Order bei der Bank ab, bei der Sie Ihr Depot führen.

Die besten ETCs

Die besten ETCs wiederum sehe ich in denjenigen, die mit Gold hinterlegt sind. Sie lassen sich das Gold im Zweifel also entweder zeigen oder sogar ausliefern. Dafür gibt es bei uns in Deutschland zwei wertvolle Alternative. Diese Alternativen können Sie jeden Tag, an dem an den Börsen gehandelt wird, kaufen und an jedem anderen Tag entsprechend verkaufen.

  1. Xetra Gold – handelbar etwa über die Börse in Stuttgart – 1-Jahres-Vergleich

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Das Papier können Sie unter der WKN A0S9G erwerben. Der sogenannte „Spread“, also der Unterschied zwischen An- und Verkaufskursen beläuft sich auf 0,68 %. Depotgebühren sind – auch bei Ihrer Bank – sehr gering.

Die Alternative: ETC auf 100 Gramm Gold / Euwax Gold II

Quelle: www.onvista.de, eigene Bearbeitung

Auch diese Schuldverschreibung können Sie einfach an den Börsen handeln.

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