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Gigaset-Aktie: Umsatz steigt trotz Coronapandemie!

Die Gigaset AG veröffentlicht ihren Geschäftsbericht für 2021: Höherer Umsatz und starker Anstieg des EBITDA im Geschäftsjahr 2021 trotz anhaltender Coronavirus-Pandemie!

Die Gigaset AG (ISIN: DE0005156004), ein international tätiges Unternehmen der Kommunikationstechnik, hat heute ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2021 veröffentlicht. Das vergangene Geschäftsjahr war aufgrund der anhaltenden Coronavirus-Pandemie erneut herausfordernd. Das Auftreten der Omicron-Variante des Virus im Herbst sowie massive Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Materialien und Vorprodukten weltweit machten eine Anpassung der Prognose für Umsatz und EBITDA in der zweiten Novemberhälfte notwendig. Die neue Prognose wurde jedoch letztendlich voll erreicht bzw. übertroffen. Die Gigaset AG steigerte den Umsatz und das operative Ergebnis (EBITDA).

Insgesamt erwirtschaftete Gigaset im Geschäftsjahr 2021 einen Konzernumsatz von 217,1 Mio. EUR gegenüber 214,2 Mio. EUR im Vorjahr (+1,4%). Durch striktes Kostencontrolling, effizientes Working Capital Management und einen verbesserten Rohertrag lag das EBITDA mit 16,5 Mio. EUR deutlich über dem Wert von 2020 (1,9 Mio. EUR). Während die Nachfrage im Bereich Phones im Jahr 2020 überdurchschnittlich anstieg und sich nun allmählich zu normalisieren beginnt, entwickelten sich die Bereiche Smartphones und Professional besonders positiv.

So äußert sich der Vorstand

‚Wir standen im vergangenen Jahr vor wachsenden Herausforderungen. Wir waren auf einem guten Weg, 2021 zu einem sehr guten Jahr zu machen‘, sagt Thomas Schuchardt, Finanzvorstand von Gigaset. Unsere Auftragsbücher waren und sind prall gefüllt, und die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Themen wie New Work, Arbeiten von zu Hause und Digitalisierung haben die Nachfrage spürbar erhöht. Zunehmende Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Halbleitern und ein starker Anstieg der Materialkosten ab dem dritten Quartal haben dies jedoch zunichte gemacht. Umso mehr freut es mich, dass wir den Umsatz und vor allem das EBITDA insgesamt steigern konnten.‘

‚Auch wenn unsere Ergebnisse insgesamt beeindruckend sind, haben uns die massiven Halbleiter-Lieferengpässe einen Strich durch die Rechnung gemacht‘, ergänzt Klaus Weßing, Vorstandsvorsitzender der Gigaset AG. Die durch die Halbleiterkrise entstandenen Produktionsrückstände konnten wir letztlich nicht aufholen. Wir arbeiten seit 2020 daran, unsere Lieferketten widerstandsfähiger zu machen, um auch in Zukunft bestmöglich mit Chips versorgt zu werden, aber wir stehen vor großen Herausforderungen.

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Performance nach Segmenten

In den überwiegend konsumentenorientierten Segmenten Phones, Smartphones und Smart Home lag der Umsatz 2021 mit 159,9 Mio. Euro um 7,6 % unter dem Vorjahreswert (2020: 173,1 Mio. Euro). Im Profigeschäft für B2B-Kunden erzielte das Unternehmen dagegen ein deutliches Umsatzplus von 39,2 % auf 57,2 Mio. EUR (41,1 Mio. EUR).

Das Segment Telefone erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 140,2 Mio. EUR (2020: 157,3 Mio. EUR), ein Rückgang von 10,9%. Der Markt für Festnetztelefonie ist insgesamt weiter rückläufig und wurde im vergangenen Jahr zusätzlich durch Schwierigkeiten bei der Materialbeschaffung belastet. Während im Jahr 2020 aufgrund der strengen Schließungen und der harten Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus mehr Menschen von zu Hause aus arbeiteten, was zu einer verstärkten Nutzung des Festnetzes führte, normalisierten sich die Telefoniegewohnheiten im Jahr 2021 weitgehend. Dies ist vor allem auf eine leichte Lockerung der Maßnahmen und einen Rückgang der Infektionsraten im Sommer zurückzuführen.

Das Segment Smartphones verzeichnete einen Umsatz von 18,2 Mio. Euro (2020: 13,3 Mio. Euro), ein Plus von 36,8%. Getragen wurde dieser Erfolg von den Smartphones GS3 und GS4, die Ende 2020 auf den Markt kamen, sowie vom GS5, das Ende letzten Jahres auf den Markt gebracht wurde. Zu diesem Erfolg trugen auch die Ruggedized-Smartphones GX290 Plus und GX290 Pro bei, die speziell für den Outdoor- und Industrieeinsatz entwickelt wurden. Besonders erfreulich ist, dass Gigaset verschiedene öffentliche Ausschreibungen im Industriebereich gewinnen konnte, wie z.B. von der Deutschen Bahn. [1] Das lag an der überzeugenden Qualität unserer Produkte sowie dem Alleinstellungsmerkmal von Gigaset „Made in Germany“.

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Mit Smart-Home-Produkten wurden im Geschäftsjahr 2021 Umsätze in Höhe von 1,5 Millionen Euro erzielt (2020: 2,5 Millionen Euro). Gigaset führt den Rückgang vor allem darauf zurück, dass Smart-Home-Lösungen immer noch als ‚Option‘ angesehen werden. In Krisenzeiten und bei steigender Inflation verzichten die Kunden daher vorübergehend auf den Kauf solcher Produkte zugunsten anderer Güter.

Das Professional-Segment trug im Geschäftsjahr 2021 mit 57,2 Mio. EUR zum Konzernumsatz bei (2020: 41,1 Mio. EUR) – ein kräftiges Plus von 39,2%. Dies ist vor allem auf die Umsetzung zahlreicher Projekte zurückzuführen, die im Vorjahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie ausgesetzt und auf 2021 verschoben wurden. Die Produktentwicklungen im Zusammenhang mit dem Exklusivvertrag mit Unify, den Gigaset im Jahr 2020 gewonnen hat, wurden 2021 erfolgreich fortgesetzt, obwohl sie noch keinen Umsatz generieren. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird Unify exklusiv eine von Gigaset entwickelte Familie von Tischtelefonen beziehen. Die ersten Produkte werden voraussichtlich im Jahr 2022 ausgeliefert.

Auch der Ausblick auf das Jahr 2022 lässt keine detaillierten Prognosen für eine allgemeine wirtschaftliche Erholung zu. Zu den Unsicherheiten im Zusammenhang mit der noch nicht überwundenen Corona-Pandemie kam Ende Februar der Ukraine-Konflikt hinzu: Die Auswirkungen des ersten Krieges in Europa seit Ende des Zweiten Weltkrieges und der daraus resultierenden Sanktionen, insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht, sind derzeit nicht verlässlich abschätzbar. Zu den externen Faktoren, von denen auch das Geschäft von Gigaset abhängt, gehören höhere Energie- und Materialpreise, Logistikprobleme und eine stark gestiegene Inflation sowie mittelfristig anhaltende Engpässe in der Halbleiterbranche.

Gesamtaussage des Vorstands für das Jahr 2022

Unter Ausschluss einer plötzlichen signifikanten Verschlechterung der Pandemie-Situation in der Lieferkette erwartet Gigaset für das Geschäftsjahr 2022 folgende Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:

* Einen leichten Anstieg von Umsatz und EBITDA

* Einen moderat positiven Free Cashflow

Über die Gigaset AG

Die Gigaset AG, Bocholt, ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich der Kommunikationstechnik. Das Unternehmen ist europäischer Marktführer bei DECT-Telefonen und nimmt auch international mit rund 900 Mitarbeitern und Vertriebsaktivitäten in rund 54 Ländern eine Spitzenposition ein. Das Leistungsspektrum umfasst neben DECT-Telefonen auch ein umfangreiches Smartphone-Portfolio, Cloud-basierte Smart-Home-Anwendungen sowie Business-Telefonie-Lösungen für KMU und Großkunden.
Die Gigaset AG ist im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet und unterliegt damit höchsten Transparenzanforderungen. Ihre Aktien werden an der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Kürzel GGS (ISIN: DE0005156004) gehandelt.

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Gigaset
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