Generali PKV: Abschied aus Russland!

Die Generali zieht mit anderen Unternehmen aus dem Westen mit und streicht die Segel in Russland. Was hat das für die Mitglieder der Generali PKV zu bedeuten?

Immer mehr westliche Unternehmen kehren Russland nach dem Überfall auf die Ukraine den Rücken. Nachdem bereits Giganten wie Shell, BP, Apple und Samsung derartige Schritte verkündeten, folgen diesem Beispiel nun auch die ersten Versicherungen. So gab jüngst Generali bekannt, sich von seinen Tätigkeiten im Reich Wladimir Putins so weit wie nur irgend möglich distanzieren zu wollen. Darüber berichtete kürzlich „Versicherungswirtschaft heute“.

In einem ersten Schritt soll das Büro in Moskau geschlossen und das Europa Assistance-Geschäft vollständig abgewickelt werden. Außerdem werden auch die Sitze im Vorstand des russischen Versicherers Ingosstrakh aufgegeben. Ob Generali seine Anteile in Höhe von 38,5 Prozent auch zu verkaufen gedenkt, ist bisher noch nicht in Stein gemeißelt. Das Unternehmen gab aber bekannt, dass mögliche Optionen derzeit geprüft werden. Lanciert wird der Rückzug aus Russland mit einem Hilfsfonds, der die Menschen in der Ukraine unterstützen soll.

In bester Gesellschaft

Auch andere Versicherungen haben ihre Verbindungen nach Moskau bereits gekappt oder sind im Begriff, dies zu tun. Generali ist also nicht allein auf weiter Flur. Experten rechnen allerdings damit, dass dieses moralisch nachvollziehbare Verhalten nicht ganz unproblematisch sein könnte. Probleme an den Finanzmärkten könnten den Unternehmen unter anderem dadurch entstehen, dass Energiepreise weiter explodieren und die Volatilität weiter zunimmt. Allerdings würde sich das mit oder ohne Russlandgeschäft bemerkbar machen.

Übrigens sind weder Generali noch andere Unternehmen aus Europa dazu gezwungen, ihre Geschäfte in Russland einzustellen. Die bisherigen Sanktionen sehen das nicht vor und sie machen es auch nur vereinzelten Branchen defacto unmöglich, im größten Land der Erde noch Geld zu verdienen. Die Entscheidung falle, zumindest bisher, auf freiwilliger Basis. Es dürfte auch mit Blick auf die Kundschaft das richtige sein. Unternehmen, die an Russland-Geschäften festhalten, erleben derzeit heftigen Gegenwind und zuweilen auch schon mal einen Kurscrash an der Börse.

Was bedeutet das für die Generali PKV?

Eins ist jedoch klar: der Rückzug aus Russland ist für die Generali unweigerlich mit Kosten verbunden. Da mag sich manch einer Sorgen machen, dass sich dies auch auf die Beiträge der Generali PKV auswirken könnte. Dafür gibt es allerdings keinen Grund. Dort sind jegliche Erhöhungen eng an Gesetze geknüpft. Nur wenn die tatsächlichen Ausgaben der privaten Krankenversicherungen ein bestimmtes Niveau überschreiten, hat der Anbieter die Möglichkeit, dies bei den monatlichen Beiträgen zu berücksichtigen.

Was auch immer auf Generali nun also zukommen mag, selbst mit viel Fantasie lässt sich das kaum als Kostenpunkt bei der PKV definieren. Das bedeutet allerdings auch nicht, dass die Beiträge stabil bleiben und auch die Ukraine-Krise könnte ein potenzieller Kostenfaktor werden. Schließlich bewegt sich eine gewaltige Flüchtlingswelle in Richtung Westen und es gibt bereits Forderungen, Ukrainern den Zugang zu einer Krankenversicherung zu ermöglichen.

Das wird nicht billig

Natürlich dürften hier in erster Linie die gesetzlichen Kassen gemeint sein. Dass die privaten Krankenversicherungen vollkommen unbehelligt bleiben werden, ist aber kaum vorstellbar. Zudem sorgt Corona noch immer für hohe Kosten und die hohe Inflation tut ihr Übriges, um die Krankenversicherer, privat sowie gesetzlich, immer mehr unter Druck zu setzen. Dass die Beiträge in absehbarer Zeit wieder spürbar steigen, ist daher einigermaßen wahrscheinlich.

Umso wichtiger ist es für Versicherungsnehmer, sich auf dieses Szenario vorzubereiten und die eigenen Optionen zu prüfen. Nachdem mittlerweile immer öfter mehr als 2 Euro für den Liter Sprit bezahlt werden müssen und es auch sonst überall teurer wird, ist die PKV nicht unbedingt der schlechteste Ansatzpunkt, um monatliche Belastungen zu senken. Die offensichtlichste und einfachste Möglichkeit dafür ist der PKV Wechsel. Innerhalb des bisherigen Anbieters ist der in der Regel sehr unproblematisch und mit keinerlei Nachteilen verbunden. Wer auf die eine oder andere Leistung verzichten kann, spart schnell über 1.000 Euro im Jahr und kann damit in der derzeitigen Situation zumindest für etwas Linderung beim eigenen Geldbeutel sorgen.

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