Mega-Chance für Shell und Co.: Schießt der Ölpreis tatsächlich auf 190 Dollar?

Liebe Leserinnen und Leser,

bestimmt ist auch Ihnen diese Schlagzeile in Erinnerung geblieben: „Ölpreis fällt zum ersten Mal in der Geschichte unter 0 Dollar“. Das ist nun etwa 14 Monate her. Inzwischen ist der coronabedingte Preiscrash längst vorüber und das „schwarze Gold“ wieder hochbegehrt.

Am Donnerstag kostete ein Barrel der US-Sorte WTI 73,4 Dollar. Zum Vergleich: Zuletzt hatte der Energieträger im Oktober 2018 auf diesem Niveau notiert.

Hintergrund: Der Ölpreis ist direkt abhängig von der weltweiten Konjunktur. Denn der Rohstoff ist nach wie vor der wichtigste Energieträger des Planeten. Die Weltwirtschaft benötigt also Unmengen der Ressource, um am Laufen zu bleiben. Angetrieben durch die starke Konjunkturhoffnung nach dem Corona-Crash im Frühling 2020 ist der Ölpreis deshalb bis heute in einem deutlichen Aufwind.

Doch das wird wohl nur der Anfang sein, da die Menschheit noch viele Jahre vom Öl abhängig sein dürfte. Nach Einschätzung der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) wird der Rohstoff auch im Jahr 2040 noch der wichtigste Energieträger sein. Die OPEC-Staaten, die freilich ein ökonomisches Interesse daran haben, die Relevanz des Öls hochzuhalten, führen die Prognose auf den immens wachsenden Energiebedarf zurück.

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190 Dollar? Experten erwarten drastische Ölpreis-Steigerung

Für den Ölpreis jedenfalls dürfte das mit weiteren Impulsen einhergehen. So rechnen die Experten des US-Investmentinstituts Goldman Sachs noch für diesen Sommer mit einem Preis pro Barrel (Brent) von 80 Dollar. Damit sei das Ende der Fahnenstange jedoch noch lange nicht erreicht. Ein Preis von 100 Dollar sei bereits im kommenden Jahr eine „echte Möglichkeit“.

Ähnlich äußerten sich zuletzt die Bank of America und das Rohstoff-Konsortium Glencore. Die Analysten von JPMorgan gehen sogar noch weiter. Vor wenigen Tagen hat die US-Investmentbank ihre Prognose eines Ölpreises von 190 Dollar für das Jahr 2025 erneuert. Das wäre eine historische Rekordmarke.

Die Experten begründen den ambitionierten Ausblick unter anderem mit coronabedingten Nachholeffekten. So hätten Verbraucher, aber auch Unternehmen in der Pandemie notwendige Investitionen hintangestellt. Nun, da sich im Zuge der Impfkampagne ein Ende der Krise zumindest in den großen Industriestaaten abzeichnet, hätten die Konsumenten, Firmen und die Volkwirtschaften viel nachzuholen.

Für die Branche und deren Aktien sind das freilich gute Nachrichten. Durch den steigenden Ölpreis konnte „Big Oil“ im ersten Quartal 2021 massive Gewinn- und Umsatzsprünge verzeichnen.

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Bei Shell etwa stieg das bereinigte Ergebnis in Q1 auf 3,23 Milliarden Dollar (Vorjahr 2,9 Mrd. $), bei OMV verbesserte sich der bereinigte Betriebsgewinn um 24 Prozent auf 870 Millionen Euro und bei Total explodierte der bereinigte Nettogewinn gar um 69 Prozent auf rund 3 Milliarden Dollar.

Klimaschutz: CO2-Sünder Öl gerät in Verruf

Doch die Euphorie rund um das Öl hat auch ihre Grenzen. Denn: Im Zuge des Klimaschutzes muss sich die Menschheit allmählich von dem Rohstoff abwenden. Ansonsten sind die ambitionierten CO2-Ziele mit Blick auf den wachsenden Energiebedarf schlicht nicht erfüllbar.

Erst vor einigen Wochen hatte ein Bezirksgericht in Den Haag ein historisches Urteil gegen den Ölriesen Shell gefällt. Laut Richterspruch muss der Konzern seine CO2-Emissionen bereits bis 2030 um netto 45 Prozent im Vergleich zu 2019 senken – eine deutliche strengere Zielvorgabe, als sich Shell selbst auferlegt hatte. Zwar will der Konzern gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil ankämpfen.

Dennoch ging von Den Haag eine Signalwirkung aus. So könnten private Firmen rund um den Globus nun von den jeweiligen Gerichten zu strengeren Klimazielen verpflichtet werden. Das wiederum würde bedeuten, dass Shell und Co. ihre Aktivitäten im Bereich Öl drastisch senken müssten.

Zwar forcieren die Ölmultis inzwischen Milliardeninvestitionen in erneuerbare Energien. Diese dürften alleine aber wohl kaum ausreichen, um zum Beispiel dem Urteil aus Den Haag gerecht zu werden.

Wohl noch viele Jahre eine lukrative Geldquelle

Aber was heißt das für den Ölpreis? Tatsächlich könnte der Kurs davon erst einmal profitieren. Denn: Das Öl-Angebot wäre dann deutlich geringer als erwartet, während die Nachfrage auf neue Rekordhochs schießen würde.

Längerfristig allerdings dürfte dem umstrittenen Öl die Puste ausgehen. Im Extremfall könnten einige Staaten den Brennstoff gar komplett verbieten, was derzeit natürlich kaum denkbar ist. Bis dahin dürfte der Energieträger aber noch viele Jahre eine lukrative Geldquelle bleiben.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihren Investments,

Ihr Marco Schnepf

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