Gazprom-Aktie: Was ist davon zu halten?

Nord Stream 2 erhält wohl doch noch einen Verwendungszweck. Ob das sinnvoll ist oder nicht, sei dahingestellt. Der Gazprom-Aktie hilft es jedenfalls nicht weiter.

Wie „Der Tagessspiegel“ berichtet, will Gazprom die teuer aufgebaute Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 wohl nicht einfach versauern lassen. Stattdessen kündigte das Unternehmen an, das Ganze für die Versorgung der eigenen Bevölkerung zu nutzen. Wie genau das im Detail aussehen sollte, darauf wurde nicht weiter eingegangen.

Beobachter sehen in dem Schritt aber eine klare Warnung an Berlin. Sollte dort doch noch eine Aufnahme der Pipeline beschlossen werden, so könnte bis zum Jahr 2028 lediglich der erste Strang genutzt werden. Sonderlich beeindrucken dürfte das die hiesige Politik nicht, die ohnehin langfristig ohne russisches Gas plant.

Die Gazprom-Aktie tut sich schwer

Auf die Gazprom-Aktie hat das Thema keinen nennenswerten Einfluss. Das Papier kämpft weiter darum, nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Gestützt wurde es dabei zuletzt durch gute Quartalszahlen mit schwindelerregend hohen Gewinnen. Jene sorgten erst kürzlich für einen Kurssprung um rund 15 Prozent. Mit aktuell 237,3 Rubeln notiert Gazprom aber weiterhin etwa 30 Prozent tiefer als noch vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs.

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Hauptsächlich hat der Titel seine scheinbare Stabilität ohnehin der Tatsache zu verdanken, dass ausländische Investoren weiterhin keinen Handel betreiben können. Denn die warten nur darauf, noch verbliebene Anteile in den Portfolios so schnell wie möglich loszuwerden.

Miese Aussichten?

Trotz der aktuell noch blendend laufenden Geschäfte ziehen für Gazprom dunkle Wolken auf. So ziemlich die gesamte westliche Welt plant fest damit, sich von Gaslieferungen des russischen Staatskonzerns zu verabschieden. Anders als beim Öl kann das auch nicht durch neue Kunden aufgefangen werden, da dafür schlicht die nötige Infrastruktur fehlt.

Diese aufzubauen, wird Jahre, wenn nicht Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Sollte die Nachfrage in der Zwischenzeit einen größeren Rückschlag erleben, wovon auszugehen ist, so müsste das Unternehmen wahrscheinlich die Förderung drosseln, was sich später nicht einfach revidieren lässt. Mit diesen Aussichten im Hinterkopf bliebe die Gazprom-Aktie selbst dann weitgehend uninteressant, wenn sie an den hiesigen Märkten gehandelt würde.

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