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Gazprom-Aktie: Von Erholung keine Spur!

Die Gazprom-Aktie verkommt dieser Tage immer mehr zum Spielball der Politik, was für die Anleger keine begrüßenswerte Entwicklung sein dürfte.

Die Gazprom-Aktie gerät dieser Tage zunehmend unter Druck, was vor allem auf politische Entwicklungen zurückzuführen ist. Bei kürzlich stattgefundenen Gesprächen konnten NATO und Russland sich in der Ukraine-Frage nicht annähern. Drohende Sanktionen für Gazprom und speziell Nord Stream 2 bleiben damit weiterhin im Fokus.

Entsprechende Sofortmaßnahmen hat der US-Kongress gestern zwar zunächst gestoppt. Für eine Erholung bei der Gazprom-Aktie sorgte das heute aber nicht. Stattdessen fiel der Titel bis zum Nachmittag um weitere 2,7 Prozent in die Tiefe, nachdem es schon tags zuvor um knapp fünf Prozent in Richtung Süden ging.

Davon hängt jetzt alles ab

Mit der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 machen Gazprom und die russische Regierung mittlerweile recht unverhohlen Politik. Vor wenigen Tagen wies ausgerechnet der russische Staatskonzern auf historisch niedrige Füllstände bei europäischen Speichern hin, obwohl die gedrosselte Lieferung letztlich der Hauptgrund für eben diese darstellt.

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Was in den nächsten Tagen und Wochen noch geschehen wird, ist momentan völlig offen. Die große Frage ist vor allem, wie Russland sich in Bezug auf die Ukraine verhält. Solange es hier keine Entspannung zu sehen gibt, bleibt die Lage angespannt. Sollte es tatsächlich zu einer Invasion kommen, wird der Westen mit Sanktionen in bisher ungeahntem Ausmaß reagieren, was die Gazprom-Aktie in den freien Fall befördern könnte.

Die Gazprom-Aktie ist brandheiß

Auf eine weitere Eskalation im bestehenden Konflikt dürfte wirklich niemand hoffen. Die Anleger müssen sich aber momentan auf das schlimmste Szenario vorbereiten und genau das scheinen sie dieser Tage auch zu tun.

Solange die Lage in der Ost-Ukraine sich nicht entspannt, ist mit einer Erholung kaum zu rechnen, trotz der hohen Gaspreise. Schließlich sind Aktionäre bekanntlich scheue Rehe, die allergisch auf Unsicherheiten reagieren. Eben jene könnten im Falle von Gazprom derzeit kaum noch größer ausfallen und so ist für den Moment Abwarten auf der Seitenlinie wohl nicht die schlechteste Idee.

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