Gazprom-Aktie: Nur nicht zu früh freuen!

Leichte Zugewinne bei der Gazprom-Aktie am Dienstag ändern wenig an der prekären Lage des Papiers. Was als nächstes passiert, ist kaum abzusehen.

Am Dienstag erholten sich zahlreiche Aktien, die zuvor unter schweren Verlusten gelitten hatten. Dazu zählten auch die Anteilsscheine von Gazprom, die sich um immerhin 2,6 Prozent in Richtung Norden bewegen konnten. Allerdings ist das für die Aktionäre noch längst kein Grund, um schon die Sektkorken knallen zu lassen.

Es bleibt für den Moment beim Abwärtstrend, welcher die Kurse seit Monatsbeginn bereits um 19 Prozent in die Tiefe schickte, auch unter Berücksichtigung der kleinen Erholung vom gestrigen Tage. Es müsste noch viel mehr passieren, um von einem Turnaround sprechen zu können.

Ist das zu schaffen?

Frühestens oberhalb der Marke von sieben Euro gäbe es wohl erste Anzeichen, die bei den Anlegern wieder für gute Laune sorgen könnten. Der Schlusskurs gestern belief sich auf 6,61 Euro, sodass einiges an Arbeit vor den Bullen liegt und die haben es noch immer mit viel Gegenwind zu tun.

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Schließlich steht kaum ein Unternehmen bei der Ukraine-Krise derart im Mittelpunkt wie Gazprom. Sollte Russland tatsächlich eine Invasion starten und damit einen größeren Konflikt in Europa heraufbeschwören, dürften die Folgen heftig sein. Schon jetzt berät man im Westen eifrig über mögliche Sanktionen im Fall der Fälle und die meisten davon würden Gazprom direkt treffen.

Bei der Gazprom-Aktie herrscht große Unsicherheit

Wie sich die Lage in der Ukraine weiterentwickeln wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Mit etwas Glück ist der Spuk eines Tages vorbei, ohne dass jemand zu Schaden gekommen ist. Verlassen kann man sich darauf aktuell allerdings nicht und die vielen Fragezeichen belasten die Gazprom-Aktie schwer.

Schließlich reagieren die Börsianer immer allergisch auf Unsicherheiten. Je größer die ausfallen, desto mehr werden Anleger verschreckt und im Falle von Gazprom gibt es derzeit so ziemlich überhaupt keine Verlässlichkeit mehr. Da helfen auch fundamental wunderbare Zahlen nicht viel, es dürfte vorerst beim Abwärtstrend bleiben.

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