Gazprom-Aktie: Keine Entspannung in Sicht!

Trotz eines Kurssprungs in der laufenden Woche kann bei der Gazprom-Aktie angesichts der politischen Spannungen noch keine Rede von Entspannung sein.

Bei der Ukraine-Krise liegen die Nerven weiterhin blank und keiner weiß so recht, was hier als nächstes passieren wird. Am Freitagabend machten Gerüchte die Runde, wonach die NATO weitere Truppen an ihre Ostgrenzen versetzen könnte. Es ist kaum vorstellbar, dass Russland darauf erfreut reagieren wird.

Die große Unsicherheit in der Sache war zuletzt auch für die Gazprom-Aktie ein großes Problem. Denn sollte die Lage weiter eskalieren und sich im schlimmsten Fall zu einem heißen Konflikt entwickeln, dürfte der russische Versorger dies mit am stärksten zu spüren bekommen.

Die Angst macht sich breit

Sowohl in der EU als auch in den USA wird bereits fleißig über mögliche Sanktionen gegenüber Russland im Fall der Fälle diskutiert. In die Karten schauen lassen möchte sich dabei niemand. Klar ist mittlerweile aber, dass auch die Gas-Pipeline Nord Stream 2 davon betroffen sein könnte.

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Auch wenn wir bei alledem weiterhin im Konjunktiv reden, so sind die Sorgen der Aktionäre greifbar. Die Gazprom-Aktie konnte sich zuletzt zwar wieder etwas in die Höhe schwingen. Sie bleibt aber von ihren Höchstständen bei 9,44 Euro weit entfernt. Zum Wochenende standen lediglich 7,52 Euro auf dem Ticker.

Die Gazprom-Aktie als Spielball der Politik

Angesichts blendend laufender Geschäfte und geradezu schwindelerregend hoher Margen wäre damit zu normalen Zeiten nicht unbedingt zu rechnen gewesen. Die Gazprom-Aktie liegt derzeit schlicht in den Händen der Politik, und was die so tut, war selten so wenig vorhersehbar wie dieser Tage.

Unter diesen Voraussetzungen fällt es auch schwer, den Anlegern eine Empfehlung auszusprechen. Es ist gut möglich, dass der russische Präsident Wladimir Putin nur blufft und letzten Endes nicht viel weiter passieren wird. In einem solchen Fall dürfte die Gazprom-Aktie die jüngste Talfahrt schnell wieder egalisieren. Das Risiko könnte bei einem Einstieg aber kaum größer sein, denn ebenso möglich sind weniger erfreuliche Szenarien, bei der die Gazprom-Aktie massiv an Wert verlieren könnte.

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