Gazprom-Aktie: Im Sog der Politik!

Die Gazprom-Aktie zeigt sich dieser Tage zunehmend volatil. Was könnte die Ukraine-Krise für Auswirkungen auf den russischen Gasriesen haben?

Die Gazprom-Aktie ist seit mehreren Wochen von einer recht hohen Volatilität geprägt. Kursschwankungen von mehr als drei Prozent sind an der Tagesordnung. Nach einem sehr schwachen Start ins neue Börsenjahr hat die Aktie gestern wieder über fünf Prozent an Boden gutgemacht. Was macht Anleger in Bezug auf den russischen Gasriesen derzeit so nervös?

Holt die Ukraine-Krise die Aktie ein?

In der Vergangenheit war die Kursentwicklung der Gazprom-Aktie primär an den Preisverlauf von Erdgas gekoppelt. Doch über die letzten Wochen hat sich der weltgrößte Gaskonzern aus Russland zunehmend zum Spielball der Politik entwickelt. Hintergrund ist der schwelende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine und seine möglichen Konsequenzen.

Auf der einen Seite könnte Russland westliche Sanktionen bei einem Kriegsausbruch mit einem Stopp der Gaslieferungen durch Gazprom beantworten. Auf der anderen Seite steht inzwischen die Inbetriebnahme der Nord Stream 2 Pipeline, die Russland direkt mit Deutschland verbindet, zur Debatte. Deutschland und auch andere europäische Staaten, die überwiegend von russischen Gasimporten abhängig sind, scheinen sich inzwischen nach alternativen Lieferstaaten, wie beispielsweise Norwegen, umzusehen.

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Für Gazprom könnte somit ein Ausbruch einer militärischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine zu einer wirtschaftlichen Katastrophe führen. Die bislang stabilen Lieferbeziehungen nach Europa könnten dadurch nachhaltig gestört werden. Ob China oder andere Staaten den Wegfall von Gaslieferungen nach Europa kompensieren können, ist fraglich.

Vorsicht: Verbrennungsgefahr!

Angesichts der aktuell unsicheren politischen Lage an der russisch-ukrainischen Grenze sollten Anleger von einem Investment in die Gazprom-Aktie absehen. Das Risiko sich mit der russischen Gasaktie die Finger zu verbrennen ist derzeit groß. Abgesehen davon sollten Anleger, die bei ihren Investments auf die Einhaltung demokratischer Standards achten, nicht in einen staatsnahen russischen Konzern investieren.

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